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Best gesellenstücke schreiner 2011 Update New

by Tratamien Torosace

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Berchtesgadener Land – Wikipedia Aktualisiert

Das Berchtesgadener Land ist eine Region im äußersten Südosten Bayerns, die von den Berchtesgadener Alpen umrahmt wird und wie eine Halbinsel vom österreichischen Bundesland Salzburg eingefasst ist. Seine Gebietsfläche entsprach bereits ab 1155 dem „geschlossenen Waldbezirk“ bzw. dem Kernland des Klosterstifts Berchtesgaden, das 1380 zur Reichsprälatur …

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Dieser Artikel behandelt die Region

Für andere Bedeutungen siehe Berchtesgadener Land (Begriffsklärung)

Das Berchtesgadener Land ist eine Region im äußersten Südosten Bayerns, die von den Berchtesgadener Alpen eingerahmt und wie eine Halbinsel vom österreichischen Bundesland Salzburg begrenzt wird

Bereits 1155 entsprach sein Gebiet dem „geschlossenen Forstamt“[3] bzw

dem Kernland des Klosters Berchtesgaden, das 1380 zur Reichsprälatur und 1559 zur fürstlichen Propstei von Berchtesgaden erhoben wurde, die direkt war unter dem Imperium

Auch nach der Säkularisation von 1803 und der damit verbundenen Auflösung der Fürstpropstei hat sich das Berchtesgadener Land bis heute seine kulturhistorische und soziokulturelle Eigenständigkeit bewahrt

Dazu gehören u.a

Bräuche wie Weihnachtsschießen, Buttnmandllaufen oder Berchtesgadener eigene Trachten sowie das Alleinstellungsmerkmal, die kleineren Ortsteile Ghettos noch als gemeindefreie Gebiete Eck und Schellenberger Forst zu bezeichnen, ist der südliche Teil des nach ihm benannten Landkreises Berchtesgadener Land

Über das Gebiet des Berchtesgadener Landes erstreckt sich auch das Biosphärenreservat Berchtesgaden (auch: „Alpenpark Berchtesgaden“), dem 1990 der Titel „UNESCO-Biosphärenreservat“ verliehen wurde

Der Biosphärenpark Berchtesgadener Land wurde erweitert

Die höchste Erhebung im Berchtesgadener Land liegt mit 2713 m ü

NHN hoher Watzmann, dessen markante Silhouette über dem Berchtesgadener Becken zum Wahrzeichen der Region geworden ist.[5] Lage und Grenzen [Bearbeiten| Quelle bearbeiten ]

Das Berchtesgadener Land, eingebettet in die Nördlichen Ostalpen,[6] bildet die südliche Hälfte des Landkreises Berchtesgadener Land im äußersten Südosten Bayerns und wird wie eine Halbinsel von der deutsch-österreichischen Grenze begrenzt

(→siehe auch Abschnitt: Nachbarregionen)

Abgegrenzt werden kann sie nach naturräumlichen (→ siehe: Natürliche Raumstruktur der Berchtesgadener Alpen (934.3) in Berchtesgadener Alpen) und geologischen Aspekten (→ siehe Abschnitt: Geologische Entwicklung) sowie im Sinne einer Erweiterung der Bedeutung des Begriffs „Berchtesgadener Land“ (→ siehe Abschnitt: (Geplante) Erweiterungen des Begriffsbegriffs) gehen über die historische und soziokulturelle Kernregion des ehemaligen Landes Berchtesgaden hinaus.

Abweichend von den historischen und kulturgeschichtlichen Grenzen umfasst das ein größeres Gebiet umfassende Berchtesgadener Becken mitsamt der nördlich daran anschließenden Untereinheit des Reichenhaller Beckens sowie die östlichen Ausläufer der Chiemgauer Alpen und die südwestlichen Teile das eiszeitlich überprägte Salzachbergland, bilden eine Landschaftseinheit, die vom Bayerischen Landesamt für Umwelt 2011 nur in einem Entwurf[7] seit 2013 ausdrücklich als Kulturlandschaftseinheit “Berchtesgadener Land” (Nr 61).[8] Innerhalb dieser neu definierten Kulturlandschaftseinheit hebt das Landesamt im Siedlungsgebiet zwei kulturhistorisch „bedeutende Kulturlandschaften“ hervor, die unter 61-A als „Berchtesgadener Land“ und unter 61-B als „Königssee mit St

Bartholomä“ bezeichnet werden “.[9] Das „Berchtesgadener Land“ bzw

Teilgebiet 61-A hat daher „einen einzigartigen Charakter in den bayerischen Alpen, insbesondere durch seinen Charakter als dauerhaft besiedeltes Bergbauerngebiet“ und umfasst hier nur die besiedelten Gebiete der fünf aufgeführten Gemeinden der Abschnitt zur kommunalpolitischen Struktur, der wiederum als Teil der Gemeinde Schönau am Königssee unter 61-B als bedeutende Kulturlandschaft „Königssee mit St

Bartholomä“ besonders hervorgehoben wird.[9] → Hauptartikel: Berchtesgadener Alpen

Die historische Landschaft des Berchtesgadener Landes ist fast vollständig von den Berchtesgadener Alpen umgeben

Der Hallthurmer Pass ist mit 693 m ü

NN der tiefste Zugang auf deutschem Gebiet

NHN trennt die Gebirgszüge Lattengebirge und Untersberg

Die Zufahrt über österreichisches Staatsgebiet ist noch niedriger, vorbei am Hangendensteinpass und dem ehemaligen Passturm Schellenberger Turm auf 471 m ü

NHN [2] verläuft parallel zur Berchtesgadener Ache nach Marktschellenberg

Große Teile der Gebirgszüge der Berchtesgadener Alpen gehören zum österreichischen Bundesland Salzburg

Lediglich die Massive Watzmann (2713 m), Hochkalter (2607 m) und Lattengebirge (1738 m) sowie die Gotzenberge (2171 m) als Teil des Hagengebirges liegen vollständig auf dem Gebiet des Berchtesgadener Landes

Damit ist der Watzmann der höchste Berg, dessen Wände, Flanken und Gipfel vollständig auf deutschem Boden liegen

Sein Mittelgipfel ist zugleich der höchste Punkt im Berchtesgadener Land

Die größten Flüsse im Berchtesgadener Land sind die Achen

Gespeist von Seen und zahlreichen Quellbächen vereinen sich Königsseer Ache, Ramsauer Ache und Bischofswieser Ache zur Berchtesgadener Ache, die die deutsch-österreichische Landesgrenze von Südwesten nach Norden über Marktschellenberg und von Grödig aus als Königsseeache überquert in Salzach, Inn, Donau und mündet am Ende ins Schwarze Meer

Im Nordwesten des Berchtesgadener Landes entspringt unweit des Passes Schwarzbachwacht in Ramsau die Quelle des Schwarzbachs, der dann außerhalb der Saalach in die Saalach mündet Region im Ortsteil Unterjettenberg der Gemeinde Schneizlreuth

Die Achen des Berchtesgadener Landes und ihre Hauptzuflüsse sind (geordnet nach Flusssystem und Zuflussebene): Die Berchtesgadener Ache wird hinter der deutsch-österreichischen Grenze zur Königsseeache

Weissbach

Rothmannbach

Tiefenbach

Almbach mit Almbachklamm

Kainbach

Larosbach

Gebirgsbach

Gernebach

Teichbach

Anzenbach

Die größten Seen im Berchtesgadener Land sind der Königssee (Fläche: 5,22 km², maximale Tiefe: 190 m), der direkt angrenzende Obersee (57 ha, 51 m) und der Hintersee (16,4 ha, 18 m) in Ramsau

Weitere kleinere Gewässer sind unter anderem der Böcklweiher und der Steinbergsee in Bischofswiesen und in den Bergen bei Schönau

der Labsee (oder das Laubseelein), der Seeleinsee und die Karstseen Funtensee, Grünsee und Schwarzensee.

Der Königssee ist hinsichtlich der Wasserqualität einer der saubersten Seen Deutschlands und zusammen mit der Wallfahrtskirche St

Bartholomä samt Jagdschloss und Gasthof an seinem Ufer eines der touristischen Highlights im Berchtesgadener Land

Innerhalb des zum Planungsgebiet Südostoberbayern gehörenden Landkreises Berchtesgadener Land bildet sich das Berchtesgadener Land “im engeren Sinne”[10] mit den Gemeinden Berchtesgaden (7888 Einwohner), Bischofswiesen (7500 Einwohner), Marktschellenberg (1741 Einwohner), Ramsau (1747 Einwohner) und Schönau am Königssee (5.544 Einwohner) sowie die gemeindefreien Gebiete Eck (12,60 km²) und Schellenberger Forst (17,01 km²) bilden den südlichen Teil des Landkreises, weshalb er es auch ist bekannt als der südliche Bezirk oder der innere Bezirk

Berchtesgaden ist eine Marktgemeinde und mit ihren 7.781 Einwohnern nicht nur die bevölkerungsreichste Gemeinde der Region, sondern fungiert auch als Mittelzentrum des südlichen Teils des Landkreises

Historisch war Berchtesgaden Gründungs- und späterer Haupt- und Residenzort (heute: Königsschloss Berchtesgaden) des „Landes Berchtesgaden“, das als Reichsprälatur bzw

Zepterlehen bereits ab 1380 direkt kaiserlich war Rat der Fürsten

Berchtesgaden ist unter anderem bekannt

auch für den seit 1972 eingemeindeten Obersalzberg, in dem das Kehlsteinhaus und das Sperrgebiet für Führer der NSDAP, darunter Adolf Hitler, errichtet wurden

Teil des Berchtesgadener Landes, für das der Erzbischof ein Gericht in Landersdorf erhielt “pratum Biswolfeswisen”.[11] Von 1937 bis 1945 befand sich im Stadtteil Stanggaß die Reichskanzlei Berchtesgaden (auch Kleine Reichskanzlei genannt)

Ebenfalls ab 1937 entstand im Ortsteil Strub die heutige Jägerkaserne sowie eine Mitte der 1930er Jahre von der NSDAP eingerichtete BDM-Reichssportschule[12], die seither als Altersheim (“Lebenswelt Insula”) genutzt wird 1951.[12][13] Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Gemeinde Bischofswiesen zahlreiche Flüchtlinge aus den östlichen Gebieten des ehemaligen Deutschen Reiches auf

Marktschellenberg, erstmals 1191 erwähnt,[14] der Ort “schellenberch” wurde 1211 erstmals urkundlich erwähnt.[15] Neben Berchtesgaden war Schellenberg Standort einer Saline, die bis 1805 in Betrieb war

Nachdem 1286 ein von Laien geführtes Salzamt oder ein „Hallinger“ (Salinarius) eingerichtet wurde, erhielt Schellenberg das Marktrecht, wenn auch wohl nur zu in sehr begrenztem Umfang

Für das Jahr 1334 ist ein erster fürstlicher Marktrichter für die „niedere Gerichtsbarkeit“ nachweisbar, mit dem sich der Ort zum zweiten Hauptort des „Landes Berchtesgaden“ entwickelte

bekannt und auch dafür, dass mehr als die Hälfte des Gemeindegebietes zum Nationalpark Berchtesgaden gehört

Relativ spät ausreichend besiedelt und noch heute die Gemeinde mit der geringsten Bevölkerungsdichte, wurde Ramsau erst zu Beginn des 13

Im Gegensatz zu den meisten anderen Klöstern im Berchtesgadener Land fand die Reformation in Ramsau von Anfang an nur sehr wenige Anhänger – erst recht die Gegenreformation.[16][17] Noch heute beträgt der Anteil evangelischer Christen in Ramsau weniger als 6 Prozent.

Schönau am Königssee ist nicht zuletzt bekannt für seinen fjordähnlichen, bis zu 190 m tiefen Königssee und die an seinem Ufer liegende Wallfahrtskapelle St

Bartholomä mit dem benachbarten ehemaligen Jagdschloss, in dem sich die Berchtesgadener Fürstpropstei bis 1803 aufhielten

Wie in Ramsau liegt ein großer Teil des Gemeindegebietes im Nationalpark Berchtesgaden

Der WSV Königssee ist wie der RC Berchtesgaden einer der erfolgreichsten Rodelvereine der Welt und kann durch die Teilnahme an mehreren Olympischen Winterspielen, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften auf eine beeindruckende Medaillenliste und viele prominente Sportler verweisen

→ Hauptartikel: Gnotschaft

Die meisten Gemeinden bzw

Landkreise des Berchtesgadener Landes haben das Alleinstellungsmerkmal, dass sie aus Gnotships hervorgegangen sind, die ab 1377 kurz vor der Erhebung des Berchtesgadener Landes zur Reichsprälatur Berchtesgaden entstanden sind

Im „Land Berchtesgaden“ gruppierten sich acht „Urgnotschaften“ um die Hauptorte des Berchtesgadener Kernlandes – den Berchtesgadener Zentralmarkt mit Amtsgericht und den Markt Schellenberg mit Salzamt und Marktrichter (untere Gerichtsbarkeit) – und bestanden bis zur Säkularisation 1803

Ab 1817 in acht “Gemeinden” umgewandelt, wurden sie nach der Landesreform in Bayern 1971 bis 1980 mit ihren “Gnotschaftsbezirken” zu den heutigen fünf Gemeinden zusammengelegt

Die Bezeichnungen der ehemaligen „Gnotschaftsbezirke“ dienen heute als Bezirksbezeichnungen der fünf Gemeinden, werden aber von Einheimischen immer noch als „Gnotschaften“ bezeichnet.[3][18] Gebiete ohne eigene Rechtspersönlichkeit [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Eingemeindete Gebiete im Berchtesgadener Land sind Eck (12,60 km²) und der Schellenberger Forst, der mit einer Fläche von 17,01 km² das größere der beiden verbleibenden gemeindefreien Gebiete ist

Innerhalb des Staatsforstes Eck liegt eine etwa 100 Hektar große Enklave des Marktes Berchtesgaden mit einem Teil der Gnotschaft Resten (Ortsteil Au) und mit der Siedlung Buchenhöhe (Ortsteil Salzberg)

Hinzu kommen fünf Berchtesgadener Landkreise, die zusammen mit dem Grundstück um das Kehlsteinhaus den Ortsteil Eck innerhalb der Marktgemeinde Berchtesgaden Almbachklamm (Süden) bilden

Das Berchtesgadener Land grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten und an der nördlich mit den Gemeinden Schneizlreuth und Bayerisch Gmain, die ebenfalls zum Landkreis Berchtesgadener Land gehören, weiter nördlich Bad Reichenhall und den Gemeinden des südlichen Rupertiwinkels, und wird im Nordosten, Osten, Süden und Südwesten umschlossen am Rande der Regionen Flachgau, Tennengau, Pongau und Pinzgau im österreichischen Bundesland Salzburg

Die fünf Gemeinden des Berchtesgadener Landes tragen aufgrund ihres Reizklimas das „Prädikat Luftkurort“ und bilden zusammen mit dem Nationalpark Berchtesgaden das einzige zusammenhängende Luftkurortangebot Deutschlands“

Bevölkerungsdichte Berchtesgadener Land1) Gemeinden Einwohner pro km² Berchtesgaden 7.698 216 Bischofswiesen 7.341 118 Marktschellenberg 1.757 99 Ramsau bei Berchtesgaden 1.700 13 Schönau am Königssee 5.585 42 Gesamt: 24.081 Ø 97,6 1) Lt

aktualisierter Zensus 2011 , Stand 31

Dezember 2019[20]

Im „geschlossenen Landkreis Berchtesgaden“, also dem mit dem Berchtesgadener Land deckungsgleichen Kerngebiet der Fürstpropstei Berchtesgaden, lebten laut Koch-Sternfeld Ende des 13

Jahrhunderts[21] 3.500 des 16

Jahrhunderts waren es bereits etwa 7.500[22] und kurz darauf lebten nach dem Ende der Unabhängigkeit 1803 etwa 10.000 „Seelen“.[23] Zwischenzeitlich erlebte das Berchtesgadener Land jedoch einen Bevölkerungseinbruch, als sich im April 1733 mehr als 1.100 der damals rund 9.000 Einwohner im Zuge der Gegenreformation gezwungen sahen, die Fürstpropstei fast ohne Hab und Gut zu verlassen. [24][25] (Siehe auch Abschnitt: Religion)

Siehe Tabelle rechts, die Bevölkerung des Berchtesgadener Landes hat sich von 1803 bis 2015 fast um den Faktor 2,5 erhöht, mit zeitweiligen Rückgängen

Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten insbesondere die Gemeinden Berchtesgaden und Bischofswiesen einen anhaltenden Zuwachs durch geflüchtete Deutschböhmen und Schlesier („Vertriebene“)

Das Beispiel der Bevölkerungsentwicklung in Berchtesgaden zeigt, dass die Bevölkerungsentwicklung der Gnocies bzw

Gemeinden aufgrund der Eingemeindungen stark auseinander gehen kann

Die mit Ø 97,6 errechnete durchschnittliche Bevölkerungsdichte für das Berchtesgadener Land (siehe Tabelle) ist bei einer Streuung von 216 Einwohnern pro km² in Berchtesgaden und 13 Einwohnern pro km² in Ramsau bei Berchtesgaden an sich nicht sehr aussagekräftig

Geologische Entwicklung [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Blick vom Jenner Richtung Untersberg mit dem mittleren Berchtesgadener Talkessel

Das Gebiet des Berchtesgadener Landes ist in seiner geologischen Ausdehnung nahezu identisch mit der „Beckenlandschaft“[26] des Berchtesgadener Beckens[26] bzw

der geomorphologischen Einheit Berchtesgadener Talbecken[27], die vom Hochgebirge umrahmt wird Gebirgszüge der Berchtesgadener Alpen und während der quartären Binnenvergletscherung vom Salzachvorlandgletscher morphologisch überprägt

Der Untergrund des Berchtesgadener Landes wird geologisch von den Berchtesgadener Alpen, einer Einheit der Nördlichen Kalkalpen, gebildet

Diese Einheit ist strukturell komplex und durch zahlreiche Überschiebungen gekennzeichnet

Die Sedimente, aus denen die Berchtesgadener Alpen bestehen, wurden in der Trias bis zum jüngeren Jura auf einem Schelfgebiet des Hallstatt-Meliata-Ozeans und später am Nordrand der Adria-Platte abgelagert

Während der Auffaltung der Alpen – insbesondere im frühen Tertiär – kollidierte die afrikanische Kontinentalplatte mit der europäischen Kontinentalplatte

Die Gesteinseinheiten der Nördlichen Kalkalpen wurden zusammen mit ihrem paläozoischen Untergrund vom Untergrund abgeschert und in mehreren Deckenstapeln nach Norden hinübergeschoben, deformiert und abgeschert

Im Oligozän und Miozän kam es zu einer bruchtektonischen Belastung der Gesteine ​​mit seitlichem Versatz

B

das Steinerne Meer und das Hagenmassiv

Diese tektonische Einheit wird von der Berchtesgadener Masse (Hochjuvavikum) überlagert

Die Position und tektonische Lage dieser Einheiten war in der Vergangenheit Gegenstand zahlreicher Kontroversen in der Literatur

Während früher von einer Untergliederung in die Tiroler Hallstattdecke (Tiefes Juvavicum) mit darüber liegender Berchtesgadener Decke (Hochjuvaikum) ausgegangen wurde, wird das Berchtesgadener Massiv heute als lokal überschiebtes Strukturelement innerhalb des Tirols angesehen

Das Deep Juvavicum wird heute als Hallstätter Melange gedeutet, die aus bis zu kilometergroßen Gesteinskomplexen besteht, die während des Jura in die Sedimente der Tiroler eingebettet wurden.[28]

Die ältesten Gesteine ​​im Berchtesgadener Land sind die permoskythischen Salzformationen, die im Haselgebirge bei Berchtesgaden Gegenstand des jahrhundertelangen Salzabbaus waren

Die Salze des 4,5 km langen und 1,5 km breiten und etwa 600 m mächtigen Berchtesgadener Salzstocks bestehen aus wechselnden Schichten von Salzton, Gips und Anhydrit.[29] Die Trias-Schichtenfolge im Tiroler beginnt mit den 300 bis 500 m mächtigen Werfener Schichten, die an der Basis mit den flach marinen Ablagerungssandsteinen der unteren Werfener Schichten beginnen, die zum Hangenden hin allmählich in die Kalke der oberen Werfener Schichten übergehen , bei dem Sandstein und Sandsteinschichten geschichtet sind Kalkstein- und Mergelschichten eingeschaltet sind

Diese Schichtabfolge findet sich häufig an tiefer gelegenen Hängen in der Ramsau

Die folgenden 200 m mächtigen Gutensteiner Schichten sind geprägt von gebetteten Dolomitsteinen, in die im unteren Teil noch bituminöse Kalksteinschichten eingebettet sind

Im Hangenden führt die Schichtenfolge zum 500 bis 700 m mächtigen Ramsaudolomit, der seine Typlokalität im Wimbachtal hat

Lokal, im Tiroler Raum, ist der Ramsaudolomit durch den Wettersteinkalk vertreten

Die steilen Hänge der Kalkmassive der Berchtesgadener Alpen werden von den Karnisch-Norischen Dolomiten und den ca

1000 m mächtige Dachsteinkalke (Norium), die von den älteren Ramsaudolomiten durch einen schmalen, markanten Sandsteinaufbau – die Raibler Schichten (Carnium) – getrennt sind

Charakteristisch für den massiven oder gebankten Dachsteinkalk ist das Vorkommen großer Muscheln, der Megalodons, und die tiefgreifende Karstbildung, die zur Bildung von Höhlen und gut erschlossenen Karrenfeldern geführt hat

Im Randbereich des Berchtesgadener Massivs sind zahlreiche Felsformationen freigelegt, die während der Jurazeit umgestoßen wurden

Zu den aufgeschlossenen Gesteinen im Randbereich der Berchtesgadener Masse zählen neben den Salzen des Haselgebirges der obertriassische, bunte Hallstattkalk, der unterjuraische Hierlatz- und Adneterkalk, der mitteljuraische Fleckenmergel und Radiolarit sowie der oberjuraische Traugl Bodenschichten.[30] Kreidevorkommen sind im Berchtesgadener Land am Obersalzberg-Roßfeld, östlich von Marktschellenberg, am Gosaukamm, im Lattengebirge und am Untersberg verbreitet

Während auf dem Roßfeld geröllhaltige Sandsteine ​​der Unterkreide vorherrschen, findet man in der Gosau und auf dem Untersberg oberkreideartige Riffkalke, die auch als Untersberger Marmor abgebaut wurden

Lokal – ua am Westhang des Untersbergs und am Eisenrichterstein – setzt sich die Sedimentation als Riffe bis ins Eozän fort

Ebenfalls im Tertiär wurden auf den Hochebenen der Hochalpen sogenannte Augensteine ​​abgelagert, die als Schotter gedeutet werden, der von Flüssen aus dem zentralen Alpenraum nach Norden transportiert wurde

Diese ehemals 50 bis 100 m mächtige Schotterschicht ist heute an morphologisch geschützten Stellen bis auf wenige Relikte erodiert.[31]

Im Quartär wurden im Berchtesgadener Land besonders mächtige Lockergesteine ​​abgelagert

Die ältesten Quartärgesteine ​​sind Vormoränenablagerungen aus der Grabenzeit, die in Ramsau, Schwarzeck und Lattenbachtal zu finden sind

Als interglaziale Formationen gelten der Ramsauer Mühlstein (ein verfestigtes Konglomerat), die interglaziale Nagelfluh (häufig weit verbreitet in Ramsau) und die Dachsteinbrekzie in der Nähe von Sommerau und Wimbach

Da die großflächige Vereisung während der Würm-Eiszeit den Hirschbichlpass nicht mehr überwinden konnte, lagerten sich in dieser Eiszeit im Berchtesgadener Land Ortsmoränen und Moränenwälle ab, die heute die flacheren Bereiche und die mäßig steilen Talhänge bis 1450 m bedecken

Meereslehme, in denen der periglaziale Bereich gebildet wurde, dichten einige Seeböden im hochalpinen Bereich ab und führten so unter anderem zur Entstehung der Funtensee-Uvala

Gesteinsformationen, die mit der großflächigen Erosion und Verkarstung der Alpen zusammenhängen, sind Findlinge (insbesondere im Tal der Königsseer Ache), Geröll und Geröllfelder sowie Erdrutsche, bei denen große Mengen Gesteinsmaterial plötzlich ins Tal gestürzt sind

Der größte Erdrutsch – heute bekannt als Zauberwald – führte zur Aufstauung des Hintersees.[32] Die jüngsten Ablagerungen im Berchtesgadener Land stellen neben den anthropogenen Ablagerungen die Talschotter der Flüsse und Bäche dar.[33] Viele der geologischen Besonderheiten sind inzwischen als Geotope ausgewiesen und für den Geotourismus erschlossen.[34] Natur und Umwelt [Bearbeiten| Quelle bearbeiten ]

Laut Monitoring wurden im Nationalpark Berchtesgaden als Teil des Berchtesgadener Landes an 60 Quellen 700 Tierarten nachgewiesen,[35] darunter:[36]

größere Säugetiere: Rehe, Rothirsche, Gämsen und Alpensteinböcke (in den 1930er Jahren wieder eingeführt)

kleinere Säugetiere: Alpenmurmeltier, Schneehase, Schneemaus.

100 Vogelarten, darunter: Steinadler, Waldkauz, Sperlingskauz, Haselhuhn, Birkhuhn, Auerhuhn, Alpenschneehuhn, Kolkrabe, Alpenkrähe, Nussknacker, Mauerläufer

Auch gelegentliche Sichtungen von Gänse- und Bartgeiern

16 Arten von Amphibien und Reptilien, darunter gefährdete Arten wie: Kreuzotter, Schlingnatter, Ringelnatter, Alpensalamander, Feuersalamander, Alpenkammmolch, Gelbbauchunke

15 Fischarten, darunter: Königsseesaibling und Seeforelle

Regionaltypische Insektenarten sind: Bockkäfer und Apollo-Schmetterling

116 Spinnenarten (Stand: 2001), davon 34 Spinnenarten auf den Roten Listen Deutschlands bzw

Bayerns und 3 Arten, die in Deutschland nicht vorkommen noch entdeckt worden.[37]

Auch Bisons, Luchse, Braunbären, Wölfe und Otter lebten früher in der Region

Für einige dieser Arten scheint in absehbarer Zeit eine Einwanderung aus benachbarten Gebieten möglich, gezielte Auswilderungen sind jedoch nicht geplant Spätestens in den 1950er Jahren

Die Flora des Berchtesgadener Landes ist geprägt von Laub- und Mischwäldern, Almen, Hochheiden, Mooren und Auwäldern sowie einer bäuerlichen Kulturlandschaft

Die Pflanzenvielfalt auf den Almen ist besonders groß

Arnika, Silberdistel, bewimperte Alpenrose (“Almrausch”) und Clusius-Enzian.[36]

In Deutschland ist das Vorkommen der Moosart Arnellia fennica, die auf kalkhaltigem Untergrund wächst, auf die Landschaft des Berchtesgadener Landes beschränkt

Nationalpark Berchtesgaden [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

→ Hauptartikel: Nationalpark Berchtesgaden

Der Nationalpark Berchtesgaden ist mit einer Fläche von 208 km² der einzige deutsche Nationalpark in den Alpen[38] mit Höhenunterschieden von 603,3 (Königssee) bis 2713 m ü

NN (Watzmann) genügen

Es erstreckt sich über einen großen Teil des Gemeindegebiets von Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee sowie über einen kleinen Teil der südöstlichen Gemeinde Berchtesgaden

2013 entstand ein neues Umweltbildungs- und Informationszentrum für den Nationalpark Berchtesgaden in der Hanielstraße als Haus der Berge eröffnet

Alpenpark Berchtesgaden [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

→ Hauptartikel: Biosphärenreservat Berchtesgadener Land

Seit 1978 schließt das Nationalpark-Vorland mit einer Fläche von rund 259 km² nördlich an den Nationalpark an

Dieses Nationalparkvorland umfasst neben den übrigen Gemeindegebieten Ramsau, Schönau und Berchtesgaden nun auch die Gemeinden Bischofswiesen und Marktschellenberg.[39] Beide zusammen, der Nationalpark Berchtesgaden und das Nationalparkvorland, wurden begrifflich als „Alpenpark Berchtesgaden“ zusammengefasst, der mit einer Fläche von 467 km² in etwa die Fläche des Berchtesgadener Landes umfasst.[40] (Anderen Quellen zufolge gehören seit 1978 auch Teile der Stadt Bad Reichenhall sowie die Gemeinden Bayerisch Gmain und Schneizlreuth zum Alpenpark Berchtesgaden, der auch als Biosphärenpark Berchtesgaden bezeichnet wurde.)[41] Die Berchtesgadener Alpen Der Park wurde am 20

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November 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und erhielt den Titel „UNESCO-Biosphärenreservat“.[42] Seit 2010 ist der Alpenpark Berchtesgaden Teil der „Biosphärenregion Berchtesgadener Land“, deren Fläche von 840 km² mittlerweile den gesamten Landkreis Berchtesgadener Land umfasst

Die Schutzgebiete bzw

deren Erweiterungen mussten im Vorfeld teilweise gewaltsam von der lokalen Bevölkerung in Angriff genommen werden, die wirtschaftliche Einbußen und Einschränkungen befürchtete

Vor- und Frühgeschichte [Bearbeiten| Quelle bearbeiten ]

Für die Früh- oder Vorgeschichte der Region um Berchtesgaden gibt es aus der Jungsteinzeit nur vereinzelte Funde (hauptsächlich Löcher mit Äxten), die den Aufenthalt von Fischern und Jägern vor 4000 Jahren dokumentieren.[43] Auch ein Münzfund aus der Latène-Zeit (5

bis 1

Jh

v

Chr.) könnte als Verschleppung erklärt werden, da bis heute keine Siedlungsreste aus dieser Zeit gefunden wurden.[44] Benennung und erste Erwähnung [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Im frühen Mittelalter gehörte das Gebiet des Berchtesgadener Landes zum bayerischen Stammesherzogtum

Der ehemalige Salzburggau war in mehrere Landkreise aufgeteilt, einer davon war Grafengaden

Dazu gehörte das Berchtesgadener Waldgebiet, wo im 10

und 11

Jahrhundert das Adelsgeschlecht der Aribonen lebte.[45] Der erste Teil des Namens “Berchtesgaden” könnte entweder von der Perchta oder einem Siedler namens Perther stammen, der zweite Teil von Gaden,[46] einer eingezäunten Behausung

Laut Helm und Feulner könnte dieser Perthianer auch ein Aribones gewesen sein, der dort ein einstöckiges Haus oder ein Jagdschloss mit mehreren Hütten für Diener in der Nähe unterhielt.[47] Berchtesgaden wurde 1102 erstmals urkundlich erwähnt

Seine Gründung erfolgte vermutlich im Frühjahr 1101,[48] möglicherweise aber viel früher, vorausgegangen war ein Gelübde der Gräfin Irmgard von Sulzbach, das sie zur Mitbegründerin der Initiative werden ließ des Augustinerklosters Berchtesgaden

Der Legende nach wollte sie aus Dankbarkeit für die Rettung ihres Mannes Graf Gebhard II

von Sulzbach nach einem Jagdunfall nahe dem Felsen, auf dem heute die Berchtesgadener Stiftskirche steht, ein Kloster gründen

Gründung des Klosters Berchtesgaden [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Berengar I

von Sulzbach, ein enger Vertrauter Kaiser Heinrichs V

und Anhänger einer kirchlichen Reformgruppe (→ Siehe auch: Hirsauer Reform),[49] begann kurz nach dem Tod seiner Mutter Irmgard am 14

Juni 1101 mit der Gelübde zum Üben

Er gründete das Kloster Berchtesgaden und ernannte den Domherrn Eberwin zum Propst

Unter seiner Führung entsandte er drei Augustiner-Chorherren und vier Laienbrüder aus dem Kloster Rottenbuch nach Berchtesgaden

Gemeinsam mit seinem Halbbruder Kuno von Horburg-Lechsgemünd setzte sich Berengar I

daraufhin für die päpstliche Bestätigung der Klostergründung ein

Vermutlich 1102 (spätestens 1105) reiste Kuno von Horburg gemeinsam mit Eberwin im Auftrag Berengars II

nach Rom.[50] Am 7

April 1102 stellte Papst Paschalis II

„sehr wahrscheinlich“ die gräflichen klostereigenen Berthercatmen[51] unter seinen Schutz[48][52] und bestätigte dieses „Privileg“ schriftlich gegenüber Berengar I

und Kuno von Horburg.[53]

1107/09 wurden Eberwin und seine Mönche in das ebenfalls von Berengar gegründete Kloster Baumburg im Norden des heutigen Kreises Traunstein abgezogen,[54] kehrten aber um 1116 zurück (nach Helm zwischen 1106 und 1112,[55] nach Feulner vermutlich um 1116,[56] nach Albrecht und Weinfurter zwischen 1116 und Mitte 1119[57][58]) nach Berchtesgaden, das nun besser ausgestattet war und möglicherweise schon Zugang zu den ersten Salzquellen hatte

Die Propstei veranlassten die ersten großen Rodungen und den Bau der Stiftskirche,[59][60] und die Augustiner-Chorherren ließen sich schließlich dort nieder.[57] Gleichzeitig wurde im Nonntal unterhalb des Locksteins ein Augustinerinnenkloster errichtet, wie es laut den Augustinern im frühen 12

Jahrhundert üblich war,[61] und erst 1564, weil es bedeutungslos geworden und bereits fast verwaist war, durch Fürstpropst Wolfgang II

Griesstätter zu Haslach löste sich wieder auf.[62] Zwischen 1125 und 1136 wurde der erste Gründungsbericht des Klosters Berchtesgaden in der Fundatio monasterii Berchtesgadensis aufgezeichnet, die Historiker als Hauptquelle für den in diesem Artikelabschnitt behandelten Zeitraum verwenden.[63] Bezeugt und initiiert von Graf Gebhard III

von Sulzbach,[64] dem Sohn und Nachfolger von Berengar I., und Propst Heinrich I

(1151–1174), mit denen ebenfalls verhandelt wurde, bestätigte Kaiser Friedrich Barbarossa im Freiheitsbrief von 1156 das Recht des Klosters, seine Amtmänner zu wählen und ggf

auch abzuwählen[65] sowie Bestandsschutz für die territoriale Größe des Klosters[65], das inzwischen als kleines geistliches Territorium in das bayerische Stammesherzogtum eingegliedert war

Außerdem verlieh er dem Kloster mit dieser goldenen Bulle die Forsthoheit

Die Garantien des kaiserlichen Privilegs, das 1180 mit einer nachträglich erweiterten Urkundenfälschung (Enttäuschung) auch um die Freiheit des Salz- und Metallschürfens (Salzschelf)[66] erweitert wurde, sorgten für einen ersten wirtschaftlichen Aufschwung – und unmittelbar nach dem Tod des Kaisers im Jahr 1190 für die ersten Überfälle auf das Berchtesgadener Land

Die „Salzstollen“ sollten sich über Jahrhunderte hinziehen, denn die Salzburger Erzbischöfe, beginnend mit Adalbert III., sahen den Salzbergbau in Berchtesgaden als Konkurrenz zu den Salzbergwerken in Dürrnberg und der damals noch in Salzburg befindlichen Saline Reichenhall Zeit

Die Propste suchten u

A

mit Wehranlagen, von denen der Hallthurm (1194) auf der Passhöhe nach Reichenhall und der 1252 erstmals erwähnte Schellenberger Turm auf dem Hangendensteinpass an der Grenze zu Salzburg als weiterer Wehr- oder Paßturm zum Schutz der Salzlieferungen erhalten geblieben sind.[67] Hohe Gerichtsbarkeit und “Souveränität” [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

1194 erlangte der Propst einen „enormen Machtzuwachs“ durch eine Urkunde, die als „Magna Charta der Berchtesgadener Herrschaft“ bezeichnet wurde

Darin verfügte Kaiser Heinrich VI., dass Propstei Wernher I

und seine Nachfolger als Landesherren und Hofherren nicht nur die niedere, sondern auch die höhere Gerichtsbarkeit durch einen Gerichtsvollzieher ihrer Wahl ausüben können.[69] Alle gerodeten Gebiete und ihre Bauern waren nun von jeglicher richterlichen und gräflichen Macht befreit und allein den Propsten unterstellt.[70] 1209 verlieh Papst Innozenz III

auch das Recht der freien Jurisdiktion über alle Laien innerhalb seines Immunitätsbereiches

Bestätigt

Auch Papst Alexander IV

bestätigte diese Privilegien, ging aber 1255 noch einen Schritt weiter – er inhalierte Propst Heinrich III

und gewährte gleichzeitig den nachfolgenden Propsten das Recht, die Insignien von Mitra, Ring und Sandalen “für alle Zeiten” zu tragen, was sie den Bischöfen nahezu gleichstellte.[71] Im pastoralen Bereich (spirituell) blieben sie jedoch als Ordinarius dem Erzbischof von Salzburg unterstellt

Erst 1455 gelang es dem Kloster, sich von der Salzburger Stadtmacht zu lösen; danach waren sie in geistlichen Angelegenheiten allein dem Papst unterstellt.[71][72]

Berchtesgaden als zentraler Hauptort der Propstei wurde bereits 1201 zur Pfarrei erhoben, die bald um Filialen in Ramsau, Grafengaden und Schellenberg erweitert wurde

Nachdem 1286 in Schellenberg eine Saline und ein von einem “Hallinger” (salinarius) geleitetes Salzamt errichtet worden waren, entwickelte sich Schellenberg zum zweiten Hauptort und erhielt wohl bald auch Marktrechte;[73][74] allerdings gibt es eine Erster fürstlich bestellter Marktrichter nur für 1334 nachweisbar

Die ersten „Hallinger“ waren noch Laien, doch im Spätmittelalter hatte sich dieses Salzamt zum wichtigsten Verwaltungsposten der Propstei entwickelt und wurde von den Reihen der Chorherren besetzt

[75][76]

1294 manifestierte sich unter Propst Johann Sax von Saxenau, dem späteren Bischof von Brixen, die weltliche Unabhängigkeit der Stiftspropstei durch die Erlangung der Blutgerichtsbarkeit für schwere Vergehen

Wenig später, 1306, wurde das Areal des Klosters Berchtesgaden mit dieser „Herrschaftserziehung“ auch als „lant ze berthersgadem“ bezeichnet.[77] Nach erneuten Missverständnissen zwischen Kloster und Erzbistum Salzburg, zuletzt 1332, wurde der Salzburger Erzbischof Friedrich III

dem Propst Konrad Tanner, dass die Gewinnung und Ausfuhr des Schellenberger Salzes durch das Gebiet des Erzbistums ungehindert erfolgen könne.[78] Frühe Neuzeit [Bearbeiten| Quelle bearbeiten ]

Erhebung zur Kaiserlichen Prälatur [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Als die Abtei 1380 zum Lehen und damit zur Reichsprälatur aufstieg, waren die Berchtesgadener Stiftspropste fortan mit Sitz und Stimme im Reichstag vertreten und den Reichsprälaten gleichgestellt.

Allerdings lebten die Domherren in großem Luxus, so dass selbst die reichen Einnahmen des Klosters ihre Ausgaben nicht decken konnten

Die Schuldenlast erreichte ein „phantastisches Niveau“[55] und das Land verarmte zunehmend

Dem versuchte Propst Ulrich I

Wulp bereits bei seinem Amtsantritt 1377 mit einem Landbrief entgegenzuwirken, in dem er seinen Leibeigenen die Güter und Lehen des Klosters zum Kauf anbot

Obwohl ausgiebig davon Gebrauch gemacht wurde, konnten die Finanzen nicht saniert werden.[55] Als Wulp auch die Ausgaben des Klosters reduzieren und den Ordensregeln wieder zu mehr Geltung verhelfen wollte, stießen diese Reformbestrebungen auf heftigen Widerstand einiger Augustiner-Chorherren

1382 kam es zum Schisma und Erzbischof Pilgrim II

von Puchheim ließ das Kloster seinen Vertrauten Sieghard Waller zum neuen Propst wählen

Dies wurde jedoch von Wulp nicht erkannt; Das „kleine“ Schisma in Berchtesgaden dauerte zwei Jahre[79] und führte zu einem Kampf zwischen Bayernherzog Friedrich und dem Erzbischof von Salzburg, der zunächst den Passturm vor Schellenberg und schließlich auch Berchtesgaden besetzte.[80] Nach Vermittlung des Freisinger Bischofs Berthold von Wehingen endeten diese Kämpfe und das Schisma 1384 in einem Vergleich, wonach Ulrich I

Wulp und Sieghard Waller als Probste bestätigt und gleichzeitig entlassen wurden.[81] Seit der Ernennung des ersten Propstes Eberwin aufgrund gegenseitiger Gebietsansprüche im Konflikt[82] konnte sich das benachbarte Erzbistum Salzburg als Gläubiger der Propstei die Schellenberger Saline als Pfand einverleiben und von 1393 bis 1404 die lukrative Besitzungen der Propstei.[55] Schuldenabbau und Eigenständigkeit [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Als Peter II

Pienzenauer 1404 sein Amt als selbstständiger Propst des Stiftsklosters antrat, ging es ihm und seinen Nachfolgern vor allem darum, die Schulden – nicht zuletzt gegenüber Salzburg – zu begleichen und „sein Kloster wieder in Gang zu bringen“.[83 ] Unter dem von 1446 bis 1473 amtierenden Propst Bernhard II

Leoprechtinger war bereits fast die Hälfte der Schulden getilgt und 1449 wurde das noch an Salzburg verpfändete Schellenberg wieder in die Verwaltung der Stiftsstiftung überführt

Es gelang ihm auch, die Propstei ab 1455 von der „Metropolmacht“ des Fürsterzbistums Salzburg zu befreien und damit in geistlichen Angelegenheiten (spirituals) direkt dem Papst zu unterstellen.[71][84]

Da die Pfandrechte nicht ausreichten, verkaufte Erasmus Pretschlaiffer während seiner Amtszeit von 1473 bis 1486 fremde Klostergüter und begann, hohe Steuern von den Berchtesgadener Bauern zu erheben

Darin wurde er auch zum Vorbild für die Propstei Ulrich II

Pernauer und Balthasar Hirschauer

Gegen die Steuererhebung Hirschauers klagten die Bauern beim Reichsgericht in Innsbruck

Ihre Ansprüche wurden zwar vom beauftragten Hauptmann von Kufstein, Degen Fuchs von Fuchsberg, in einem Schreiben von 1506 zurückgewiesen, doch das Erscheinen der in diesem Rechtsstreit abgeschlossenen „Untertanen“ gab dem „Fuchsbrief“ den Charakter eines rechtsverbindlichen Vertrages in schriftlicher Form zwischen Lineal und „Landschaft“.

Der Höhepunkt des wirtschaftlichen Aufschwungs im Berchtesgadener Land fiel in die Regierungszeit von Balthasar Hirschauer und Gregor Rainer.[85] Die Verkaufszahlen des Berchtesgadener Krieges hatten ihren höchsten Stand erreicht; Holzwarenverlage aus Berchtesgaden gab es in Antwerpen, Cádiz, Genua, Venedig und Nürnberg.[86][87] Neben Bauaufträgen für die Pfarrkirche St

Andreas, die Stiftskirche und die Franziskanerkirche[71][88] ließ Gregor Rainer 1512 für die Ramsauer Gemeindebezirke die Kirche St

Sebastian errichten und seelsorgerlich betreuen es aus Berchtesgaden.[89] Wirtschaftlich am bedeutendsten waren jedoch Rainers Erkundungen eines Salzbergwerks in unmittelbarer Nähe seines Regierungssitzes

Sie fanden 1517 mit der Eröffnung des Petersbergstollens und der Gründung des noch heute produktiven Salzbergwerks Berchtesgaden einen erfolgreichen Abschluss.[85][90] Zu Beginn seiner Regentschaft erhielt er als erster Propst von Berchtesgaden auch die “Bekanntmachungen” für Kreis- und Reichstage.[85] Andererseits kamen durch seinen Rang als Reichsprälat auch kostenintensive Verpflichtungen hinzu

Laut Register des Reichstags in Worms von 1521 war er der erste Berchtesgadener Regent, der zwei Männer zu Pferd und 34 Mann zu Fuß stellte

(Zum Vergleich: Die Aufgebote von Bayern und Salzburg umfassten jeweils 60 Ritter und 272 Fußsoldaten.)[91][92] Zehn Jahre später mussten doppelt so viele Landsknechte vorgehalten werden.[93] Trotzdem gelang es Rainer, viele Schulden des Klosters zu begleichen.[85] Bauernkrieg und die erste Handwerksordnung mit Gesetzeskraft [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Die Amtszeit von Wolfgang I

Lenberger (1523 bis 1541) wurde durch den Großen Salzburger und Deutschen Bauernkrieg bestimmt.[94] Im Zuge dieses Bauernaufstandes wurde auch das Kloster geplündert

Dokumente und Schriften wurden geschreddert und die im Graf-Wicka-Weiher auf Weisung Lenbergers in Fässern versteckten Schätze zur willkommenen Beute der Rebellen.[95] Nach dem Bauernkrieg widmete sich Lenberger der inneren Verwaltung des Priorats und erließ 1529 eine schriftliche Forstordnung und für die Holzarbeiterzunft (Sebastiani-Bruderschaft) eine Handwerksordnung mit Gesetzeskraft.[96] Wer dieser Zunft beitreten wollte, brauchte die Zustimmung des Propstes und des Zunftmeisters

Den Verlegern und Einkäufern des Berchtesgadener Krieges war es verboten, fertige Waren mit Rohstoffen oder Naturalien zu bezahlen.[97] Aufgang zur Fürstenpropstei [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Fürstpropst zu Berchtesgaden und Umgebung (Nordost), zusammengesetzt aus zwei Kartenteilen und Holzschnitten von Philipp Apian aus dem Jahr 1568

1559 wurde Wolfgang Griesstätter zu Haslach unter Kaiser Ferdinand I

in den Rang eines Fürstpropstes erhoben und das Kloster an den Fürstpropst

Griesstätter und seine Nachfolger saßen nun als fürstliche Repräsentanten des kleinsten Fürstentums und der einzigen Fürstpropstei des bayerischen Reichskreises in den Reichstagen und nahmen bis ins 17

Jahrhundert auch an den Salzburger Landtagen teil

Als Steinsalz entdeckt wurde, so Griesstätter abschließend ein vorteilhafter Vertrag mit Herzog Albrecht von Bayern im Jahr 1555

Danach sollte das gesamte im Berchtesgadener Land geförderte Salz zu einem festen Preis ausschließlich an Bayern gehen

Dies sicherte den Verkauf des Salzes für lange Zeit – auch gegen die Bemühungen des Fürsterzbistums Salzburg.[98]

1556 war auch das Jahr, in dem Griesstätter die seit 167 Jahren bestehenden Restschulden an Salzburg zurückzahlen und damit Schellenberg aus dem Salzburger Pfand befreien konnte

Der Vertrag unter Beteiligung des Bischofs von Eichstätt ist als Eichstätter Ausgleich bekannt und war auch als Friedensvertrag mit Salzburg zu verstehen.[99] Dennoch hatte Griesstätter finanzielle Sorgen, da er als Reichsfürst weiterhin verpflichtet war, einen erheblichen Beitrag zur Rüstung und zur türkischen Steuer zu leisten.[91] Im 16

Jahrhundert fand die Lehre Martin Luthers auch im Berchtesgadener Land, dessen Schicksal aufs engste mit den Ereignissen im Fürsterzbistum Salzburg verknüpft war, eine wachsende Anhängerschaft.[100] Um 1521 trat Jacob Strauss als evangelischer Prediger in Berchtesgaden auf, begleitet von Christoph Söll, einem „Begleitpriester“ und späteren Straßburger Prediger, der dem Kloster Berchtesgaden angehört hatte.[101] Daneben verbreiteten ortsansässige Salz- und Holzhändler reformatorische Gedanken und Schriften, mit denen sie auf ihren Reisen in die evangelischen Städte Augsburg, Nürnberg und Regensburg in Berührung gekommen waren.[16] Während im Bistum Salzburg bereits zu Beginn der Reformation unter Erzbischof Matthäus Lang die Verfolgung der Protestanten eingesetzt hatte, taten die Fürstpropstei zunächst wenig oder gar nichts, um diesen Entwicklungen auf ihrem Herrschaftsgebiet entgegenzuwirken.[100] Der Besitz lutherischer Schriften, der oft nach „Visitationen“ mit Geldbußen belegt wurde, und die erste Vertreibung der Protestanten vom Dürrnberg durch Fürstpropst Jakob Pütrich im Jahr 1572 hielten die Verbreitung der neuen Lehre nicht auf

Sie fand ihre Anhänger zunächst in den Gnoties Au, Scheffau, Schellenberg und Gern, wenig später auch in Bischofswiesen und vereinzelt „sogar“ in Schönau und Ramsau.[16][17] Unter kurkölnischer Verwaltung [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

1587 unternahm der neu gewählte Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau einen erneuten Versuch, das Berchtesgadener Land und seine Pfründe seinem Bistum Salzburg einzuverleiben

Aus diesem Grund suchte Fürstpropst Jakob Pütrich (1567–1594) Unterstützung beim noch jungen Prinzen Ferdinand von Bayern und setzte 1591 den erst zwölfjährigen Ferdinand als Koadjutor durch, woraufhin sein Vater, Herzog Wilhelm V., ausgewiesen wurde die erzbischöflichen Truppen aus dem künftigen Besitz seines Sohnes

Damit kam die Fürstpropstei Berchtesgaden nach Pütrichs Tod vereinbarungsgemäß unter seine Verwaltung.[102][103] Von 1594 bis 1723 stand die Fürst Propstei unter der Obhut des bayerischen Hauses Wittelsbach, das als erster von drei Regenten über 50 Jahre lang Ferdinand von Bayern vertrat

Als Kurfürst und Erzbischof von Köln konnte sich Ferdinand jedoch nur um die Belange des Fürstpropstes kümmern [102]

Unter Ferdinands Regentschaft kam es zu einem weiteren Versuch des Erzbistums Salzburg, die Fürstpropsteischaft Berchtesgaden einzugliedern, die 1611 im Ochsenkrieg eskalierte, sowie im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), in dem Berchtesgaden von der Zerstörung verschont blieb

Allerdings musste sie immer wieder größere Zahlungen leisten, um die Kriegsschäden in Köln beseitigen zu können.[104] Im Spanischen Erbfolgekrieg hingegen besetzten österreichische Truppen 1704 die von Joseph Clemens von Bayern regierte Fürst Propstei.[105] Wiederherstellung der Eigenständigkeit [Bearbeiten| Quelle bearbeiten ]

Durch die seltene Anwesenheit der kurkölnischen Verwalter, vor allem aber zuletzt unter Joseph Clemens von Bayern, sei das Kloster „einen steilen Weg gegangen“

Sein Nachfolger musste 120.000 Gulden Schulden aufnehmen

Diese Schulden basierten nach wie vor auf dem luxuriösen und „würdigen“ Lebensstil der Augustiner-Chorherren.[106] Der Bruch kam erst, als Joseph Clemens von Bayern den Dekan des Klosters, Julius Heinrich von Rehlingen-Radau, wegen der bekannt gewordenen lockeren Lebensweise seiner und seiner Mitkapitulare aus der Berchtesgadener Regierung ausschloss

Als er zudem auf mehr geistliche Disziplin (disciplinam religiosam) des gesamten Klosters pochte, beschloss das Kapitel, wegen seines garantierten Rechts auf freie Wahlen künftig keine Ausländer und vor allem keine Wittelsbacher Fürsten mehr zu seinem Regenten zu wählen

Von Rehlingen wurde nur zum Koadjutor und nach dem Tod von Joseph Clemens 1723 zum Fürstpropst gewählt,[106] nach dem Grundsatz: „dem heiligen Geiste folgend, nicht mehr dem bayerischen Hofgeist“

Die beleidigten Bayern stoppten daraufhin den Getreideexport nach Berchtesgaden und senkten den Salzpreis

Als von Rehlingen im Gegenzug jedoch erklärte, lieber das Berchtesgadener Salzbergwerk schließen zu wollen, als weiter im Preisdruck zu bleiben, gab Bayern erneut nach.[107] Gegenreformation, Vertreibung und Emigration [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Empfang der ein Jahr vor den Berchtesgadenern vertriebenen Salzburger Protestanten in Berlin am 30

April 1732

Nach der brutalen Vertreibung von rund 21.000 Salzburger und Dürrnberger Protestanten 1731/32[100], die sehr kurzfristig angesetzt worden war Hinweis versuchten die Berchtesgadener Protestanten, in ein protestantisch regiertes Land aufgenommen zu werden

Unterstützt durch das im Regensburger Reichstag anerkannte Corpus Evangelicorum wagten im September 1732 2000 Einwohner des Berchtesgadener Landes, sich öffentlich zum evangelischen Bekenntnis zu bekennen und um ihre Ausreise zu bitten.[108] Der gerade zum Fürstpropst gewählte Cajetan Anton Notthafft von Weißenstein sah sich schon vor seinem Amtsantritt von einem Aufstand bedroht und stellte deshalb am 26

Oktober 1732 ein Auswanderungspatent aus, ebenso wie ein Jahr zuvor Erzbischof Leopold Anton von Firmian von Salzburg

Danach mussten alle Protestanten Berchtesgaden innerhalb von drei Monaten verlassen – eine Frist, die wegen des nahenden Winters bis April verlängert wurde.[16] Dieser Erlass war mit der Zahlung von fünf Gulden für das Lösegeld aus der Leibeigenschaft und der Forderung nach Übersiedlung nach Ungarn verbunden

Letzteres sollte verhindern, dass die Holzarbeiter in ihrer neuen Heimat konkurrieren

Diese Forderung wurde jedoch nach heftigen Protesten der Ausreisewilligen in ein Niederlassungsverbot für Nürnberg umgewandelt.[24] Kurhannover und Preußen waren die einzigen, die bereitwillig die Abgabe von fünf Gulden für die Armen der Protestanten zahlten und bildeten damit die Brennpunkte ihrer Umsiedlung

Im April 1733 machten sich die Berchtesgadener aus den verschiedenen Ghettos auf den Weg nach Ostpreußen und Kurhannover.[108] Damals verließen mehr als 1.100 der rund 9.000 Einwohner die Fürstpropstei.[24][25] Ihr Hab und Gut wurde vom Kloster beschlagnahmt und verkauft, der Erlös floss in eine sogenannte Auswandererkasse.[109] Nicht wenige der Emigranten, auch Exilanten genannt,[110] gelangten im Ausland zu Wohlstand und Vermögen

Vor allem dank der Fähigkeiten der ehemaligen Schnitzer und Drechsler des Berchtesgadener Krieges, die später trotz des geleisteten Eids meist dorthin übersiedelten, erlebte die Nürnberger Spielwarenindustrie einen Boom.[111]

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In den Folgejahren machten sich vor allem die franziskanischen Reformatoren aus Berchtesgaden als Remissionare einen Namen

1788 hieß es, aus der fürstlichen Propstei sei “jeder Schatten verdächtigen Glaubens” verschwunden.[16] Allerdings wurde auch die Wirtschaftskraft stark geschwächt und die Einkommen, insbesondere in den holzverarbeitenden Gewerben, sanken.[112] Ludwig Ganghofer hat sich in seinem Roman Die große Jagd mit diesem Thema beschäftigt

Das Ende der Fürsten Propstei [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Joseph Konrad von Schroffenberg-Mös, der letzte Fürstpropst, war von seinen Vorgängern erneut mit einer hohen Schuldenlast behaftet und bemühte sich, die wirtschaftliche Macht der Fürstpropstei zu steigern

Besonders seine Sparsamkeit am eigenen Hof wurde von den Bewohnern des Berchtesgadener Landes sehr geschätzt

Seine Bemühungen wurden jedoch 1786 und 1787 durch die Überschwemmungen der Salinen Schellenberg und Frauenreut und die teilweise völlig zerstörten Höfe und Talsperren fast wieder zunichte gemacht.[113] Dennoch nahm er mit seinen Winter- und Eckschulen erfolgreich das Schulwesen auf und ließ 1792 eine erste Realschule bzw

Normalschule und 1793 eine Baumwollspinnerei errichten.[114] Unter ihm verbesserten sich die Beziehungen zu Bayern wieder

Um das Land wirtschaftlich auf eine sichere Grundlage zu stellen, schloss er am 28

April 1795 einen Vertrag mit Bayern, wonach Bayern gegen Zahlung von 50.000 Gulden pro Jahr und 200 Gulden pro Kopf alle Berchtesgadener Saline zugesprochen wurde.[113] Joseph von Utzschneider war im Vorfeld dieses Vertrages maßgeblich beteiligt und wurde in der Folge zum ersten Verwalter des neuen Kurfürstlichen Salzhauptamtes in Berchtesgaden ernannt, das im Schloss Adelsheim eingerichtet wurde.[115] Infolge der politischen Umwälzungen durch die Säkularisation verlor Schroffenberg seine Herrschaft als Fürstpropst und Fürstbischof von Freising und Regensburg

Der Fürstpropst Berchtesgaden kam 1803 an das Herzogtum Salzburg und war damit der letzte Fürstpropst des bis dahin selbstständigen Lentell Berchtesgaden.[113] Säkularisierung, Anschluss an Bayern [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Zwischen 1850 und 1918 verwendetes Siegelzeichen

Mit der Säkularisation und dem damit verbundenen Ende der Papstherrschaft 1803 wurde das neu gegründete Kurfürstentum Salzburg Herr über das Berchtesgadener Land, nach dem Frieden von Pressburg 1805 das Kaiserreich Österreich und 1809 Frankreich kurze Zeit unter Napoleon

Mit der Neuordnung Europas 1810 wurde es zusammen mit Salzburg Teil des Königreichs Bayern und blieb dort, anders als Salzburg, das 1816 an Österreich zurückfiel.[116] Nach seiner Eingliederung in das Königreich Bayern wurde das Berchtesgadener Land von einem Amtsgericht verwaltet, allerdings nur von einem bayerischen Amtsgericht zweiter Klasse.[117] Sie hatte ihren Sitz in der ehemaligen Fürstenresidenz (heute: „Königliches Schloss Berchtesgaden“), die erst 1828 in ein anderes Gebäude verlegt wurde.[117] Bis 1817 war das Amtsgericht Berchtesgaden dem Salzachkreis, dann dem Isarkreis und ab 1837 dem noch heute bestehenden Regierungsbezirk Oberbayern angegliedert

1862 wurden Justiz und Verwaltung getrennt und die Aufgaben der Amtsgerichte in Amtsgerichte und Amtsämter aufgeteilt.[117]

Das Landratsamt Berchtesgaden wurde 1862 durch Zusammenlegung der älteren Amtsgerichte Bad Reichenhall und Berchtesgaden neu errichtet.[118] Bis 1905 umfasste sie insgesamt 24 Gemeinden

Bis zur Verlegung in den Kreis Berchtesgaden im Jahr 1939 war die Zahl durch Fusionen und Eingemeindungen auf 19 gesunken

Mit der Zusammenlegung der Landgerichte stand das Berchtesgadener Land nicht mehr allein, sondern wurde Teil einer erweiterten politischen Verwaltungseinheit, aus der die Stadt Bad Reichenhall von 1929 bis 1940 und von 1948 bis 1972 als eigenständige Stadt ausgeschlossen war

119] Bahnanschluss und erster Tourismus [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Die bayerischen Könige nutzten Berchtesgaden seit seiner Zugehörigkeit zu Bayern als Sommerresidenz und bauten das Chorherrenstift zu einem königlichen Schloss aus

Besonders Prinzregent Luitpold von Bayern (1821-1912), der jeden Herbst zur Jagd kam, war bei den Einheimischen als Mäzen und Wohltäter sehr beliebt

Nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und dem Anschluss an das Eisenbahnnetz mit dem 1888 eröffneten Berchtesgadener Bahnhof entwickelte sich der Fremdenverkehr mit schnell steigenden Gästezahlen

Auch zahlreiche Industrielle, Künstler und Schriftsteller besuchten Berchtesgaden und Umgebung

Die Lage, die unmittelbare Umgebung und der Blick auf das Watzmann-Massiv waren beliebte Motive der Maler

Carl Rottmann hatte bereits in den 1820er Jahren Gemälde der Berchtesgadener Alpen geschaffen; siehe auch das inspirierte Watzmann-Gemälde (1824/25) von Caspar David Friedrich

Regelmäßige Gäste waren unter anderem Ludwig Ganghofer, der eine ganze Reihe seiner Romane im Berchtesgadener Land spielen ließ, sowie die norwegischen Schriftsteller Jonas Lie und Henrik Ibsen, die den Tourismus als wichtige Einnahmequelle erschlossen

Als erste Unterkunft für zahlende Gäste eröffnete Mauritia Mayer 1877 die Pension Moritz auf dem Obersalzberg, in der sich Adolf Hitler Jahrzehnte später mehrmals aufhielt, bevor er die Macht ergriff

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

→ Hauptartikel: Sperrgebiet Obersalzberg

Nach der Machtergreifung erklärte das Regime den Obersalzberg, heute ein Stadtteil von Berchtesgaden, zum Sperrgebiet mit dem Berghof im Zentrum, wo auch viele Staatsgäste empfangen wurden

Das Kehlsteinhaus und der überdimensionale Bahnhof in Berchtesgaden sind weitere Zeugnisse nationalsozialistisch geprägter Architektur

Die weitreichenden Baumaßnahmen am Obersalzberg sowie die 1937 im benachbarten Stanggaß in Bischofswiesen eingerichtete Reichskanzlei Berchtesgaden als zweiter Regierungssitz des Deutschen Reiches waren meist mit dem Namen Berchtesgaden verbunden

Das unter dem Druck zustande gekommene Abkommen vom 12

Februar 1938 zwischen dem Deutschen Reich und dem Bundesland Österreich, das als Berchtesgadener Abkommen bekannt wurde, legte eine Reihe von Maßnahmen zugunsten der österreichischen Nationalsozialisten im April 1945 auf dem Obersalzberg fest

Ansonsten erlitten Infrastruktur und Gebäude im Berchtesgadener Land nahezu keine Kriegsschäden

Der Abzug der bis dahin verbliebenen NS-Führer war wohl die Voraussetzung für die kampflose Übergabe an die Amerikaner

Schon vor Kriegsende hatten die Amerikaner Berchtesgaden zu einem ihrer Stützpunkte gemacht und bis 1996 unterhalten.

Die 1999 gegen den anfänglichen Widerstand verschiedener Kommunalpolitiker eröffnete Obersalzberg-Dokumentation wurde nach dem Abzug der Amerikaner zu einem sichtbaren Zeichen einer kritischen Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus in Berchtesgaden

Als Folge des Krieges nahmen die Gemeinden des Berchtesgadener Landes Flüchtlinge aus den östlichen Gebieten des ehemaligen Deutschen Reiches auf

Dadurch veränderte sich die Zusammensetzung der Bevölkerung erheblich

Die aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen, insbesondere Deutschböhmen und Schlesier, konnten zunächst nur in ehemaligen Arbeiterkasernenlagern untergebracht werden

Sie lebten u.a

teilweise bis in die 1960er Jahre in Flüchtlingslagern wie dem für die SS errichteten und dann von der US-Armee besetzten Vockenbichl in Oberau[120] oder in Privathäusern und Wohnungen untergebracht

Im Ortsteil Winkl von Bischofswiesen wurde ein 1944 zunächst für die Wehrmacht errichtetes Kasernenlager nach 1945 zur Unterbringung deutscher Kriegsgefangener genutzt

Ab 1947 lebten in dieser Baracke 1.186 Flüchtlinge, 1952 sogar 1.229 Flüchtlinge.[121] Ab 1958 wurden die Flüchtlinge in neu gebauten Klein- und Familienwohnungen in Winkl selbst und in 48 neuen Wohneinheiten am Böcklweiher untergebracht.[121] Das NS-Eigentum ging 1947 formell in den Besitz des Freistaates Bayern über, die Amerikaner nutzten die meisten Gebäude und Grundstücke jedoch weiter

Ab 1953 errichteten sie im unzerstörten Berchtesgaden eines der drei Erholungszentren der Bundeswehr (AFRC) in Bayern

Nach dem Krieg zeigten die Übernachtungen im Berchtesgadener Land wieder einen rasanten Aufwärtstrend

Allein in den fünf Wirtschaftsjahren 1948/49 bis 1952/53 haben sie sich bei einer durchschnittlichen Verweildauer von sieben Tagen auf insgesamt 1.127.272 Übernachtungen fast vervierfacht.[122] Besonders zu Beginn der 1950er Jahre wurden die noch vorhandenen Hinterlassenschaften des NS-Regimes am Obersalzberg zu einem Touristenmagneten

Als die Trümmer ehemaliger Wohnhäuser, unter anderem von Adolf Hitler, gesprengt und entsorgt werden sollten, kam es zu heftigen Protesten der Berchtesgadener, die „ausschließlich ein wirtschaftliches Problem“ und sogar eine „Existenzfrage“ sahen ” des Tourismus

Damit der Abriss der Ruine nicht zum Anlass für “spontane neofaschistische Gedenk- oder Abschiedsveranstaltungen” wurde, ließ Bayerns Innenminister Wilhelm Högner dort 30 Landespolizisten stationieren

Landrat Karl Theodor Jacob wertete es schließlich als Erfolg, dass das Kehlsteinhaus erhalten blieb.[123] Berchtesgaden und der Obersalzberg waren keineswegs nur ein „Wallfahrtsort für die Hartgesottenen“,[124] sondern sind regelmäßiger Bestandteil des Besuchsprogramms amerikanischer Salzburg-Touristen, die von den Zeugnissen weit weniger „überwältigt“ waren Vergangenheit als beispielsweise durch das Kehlsteinhaus-Panorama.[125 ]

Verwaltungs- und Territorialreform, Gegenwart [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Bei der Gebietsreform in Bayern am 1

Juli 1972 wurden der Landkreis Berchtesgaden, der südliche Teil des Landkreises Laufen und die kreisfreie Stadt Bad Reichenhall zum neuen Landkreis Bad Reichenhall zusammengelegt

Mit Verordnung vom 10

April 1973 im Bayerischen Gesetz- und Verordnungsblatt (GVBl)[126] erhielt der Landkreis am 1

Mai 1973 seinen heutigen Namen: „Landkreis Berchtesgadener Land“

Dieser Umbenennung „aufgrund des höheren Bekanntheitsgrades“[127] seien „heftige Diskussionen“[127] vorausgegangen

Grund für die Umbenennung war die Bayerische Staatsregierung, z.B

wie folgt: „Der Landschaftsname Berchtesgadener Land knüpft an das ehemalige Stiftsland Berchtesgaden an, dessen historische Bedeutung bis heute nachwirkt

(..) Die Strahlkraft des Namens Berchtesgadener Land, der mit einer außergewöhnlichen Landschaft verbunden ist, rechtfertigt die Benennung des neuen Landkreises nach diesem Teil der Region, der den Charakter des gesamten Landkreises prägt

Die Landesregierung weicht daher von der grundsätzlichen Benennung des Landkreises nach dem Sitz der Kreisverwaltung ab ) Erweiterungen des Wortsinns)

Eine Bürgerinitiative beantragte 2004/2005 einen Volksbegehren mit dem Ziel, die fünf Gemeinden des Berchtesgadener Landes zu einer Großgemeinde zusammenzuschließen

Nur in Berchtesgaden war die Volksabstimmung mit über 60 Prozent Zustimmung erfolgreich

In Schönau am Königssee und Bischofswiesen scheiterte er jedoch, sodass die Initiatoren in Ramsau und Marktschellenberg auf eine Abstimmung verzichteten

Zum Begriff “Berchtesgadener Land” [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Der Begriff „Berchtesgadener Land“ (auch: Land Berchtesgaden, Ländchen Berchtesgaden, Landschaft Berchtesgaden, Berchtesgadener Ländchen oder einfach nur Berchtesgaden) ist mehrdeutig, bezeichnet aber immer dasselbe Gebiet oder dieselbe Region innerhalb der Berchtesgadener Alpen

durch eine fast allseitig geschlossene Gruppierung von Plateaubergen um eine zentrale Beckenlandschaft”[26]

Für die Herrschaft [ Quelltext bearbeiten ]

Das “Land Berchtesgaden” (auch: Ländchen Berchtesgaden, Berchtesgadener Land oder analog zur Gründung und Hauptstadt nur Berchtesgaden) bezeichnete zunächst ein „geschlossenes Forstamt“ als Guts- oder Kerngebiet des Klosters Berchtesgaden mit immer größer werdenden Zuständigkeiten, das später auch zum „Staatsgebiet“ oder einem kleinen, aber reichsunmittelbaren, d

H

wurde eine selbständige Herrschaft (ab 1380 Zepterlehen der Reichsprälatur Berchtesgaden, ab 1559 Fürstentum der Fürsten Propstei von Berchtesgaden)

Nachfolgend einige Zitate: In einer Urkunde aus dem Jahr 1306 wird die Herrschaft des Klosters Berchtesgaden erstmals als Land bezeichnet:[128]

“Uz dem lant ze Berhthersgaden ze varn.”

In einem zeitgenössischen Bericht über einen Überfall des bayerischen Herzogs Friedrich im Jahr 1382 wird es als “Ländchen” dargestellt:[129]

“..

als herzog fridreich von bayern viel in daz lenntel berchtesgaden verbrachte, und es dann durchmachte, und datz hayltum von da fort…”

Beide Zitate beziehen sich auf einen geschlossenen Rechtsraum mit eigenem Landesrecht, eigener Landesregierung und eigener Landesverwaltung.[130] Durch den Bedeutungswandel des Begriffs Landschaft wird die ursprünglich eher administrativ-organisatorische Bezeichnung als Land, Landl, Ländchen oder Landschaft – wie im folgenden Zitat als Gegenstück der Landesstände zum Bürgerrecht der Stadt Salzburg, aber auch der Landesregierung – wird nach und nach zu einer eigenständigen Landschaftsbezeichnung

So heißt es in einem Brief während des Bauernkrieges 1526:[131]

„Auch das Land Salzburg und die Landschaft Perchtesgaden haben ein buntes Bekenntnis zum Schwabenland abgegeben und sind bereit, dort tausend Knechte einzusetzen.“ 1567 verweist auf eine Polizei- und Marktordnung u

A

auf dem Berchtesgaden landet.[132]

1792 sagte Lorenz Hübner, dass der sogenannte Hängende Stein, ein Felsen am Passturm Marktschellenberg, Salzburg vom Berchtesgadener Land trenne.[133] 1796 wurde in der Beschreibung des Erzbistums und Reichsfürstentums Salzburg[134] und 1797 im Geographischen, Statistisch-Topographischen Lexikon Bayerns[135] das kleine Land Berchtesgaden erwähnt

Für die Landschaft [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Der Begriff „Berchtesgadener Land“ (auch: Berchtesgadner Ländchen, Berchtesgadnerlandl, Landschaft Berchtesgaden, Land Berchtesgaden) wird in der einschlägigen Literatur seit dem 19 in das Königreich Bayern (1810)

nun zur identifikation einer in sich geschlossenen landschaft oder einer region, deren frühere politische unabhängigkeit noch nachwirkt – hier einige zitate und (ihre) quellen:

Die Bayerische Staatsbibliothek Online hält u.a

zwei historische Karten des Salzachkreises von 1809[136] und der “Bayerischen Monarchie” von 1816[137]

In den Erläuterungen dazu wird das “Berchtesgadener Land” als zu Bayern gehörig bzw

noch nicht gehörig erwähnt und in den Karten analog zu den Grenzen der aufgelösten Fürstpropstei deutlich abgegrenzt.[136][137] 1822 findet sich im Allgemeinen Lexikon der Wissenschaft und Kunst von Joseph Ernst von Koch-Sternfeld der Begriff „Berchtesgadener Landschaft“.[138] Die Zeitung für die elegante Welt vom 14

November 1837 begann mit einem Text über das Berchtesgadner Ländchen.[139] In seiner Beschreibung der Salzburger Alpen von 1844 fügte Friedrich Wilhelm Walther dem Begriff Königsseer Gebirge in Klammern hinzu „früher politisch: Berchtesgadner Ländchen“ [140]

als “altes Land der Fürstpropstei zu Berchtesgaden”[141]

In seinem 1856 erschienenen Gedicht Die Urzeit der Erde spricht Franz Kobell vom „gamsreichen Berchtesgadner Land“.[142] In ihren Beschreibungen der Berchtesgadner Alpen in den Jahren 1868 und 1869 verwendeten Alfred von Böhm und Gustav von Bezold die Begriffe „Berchtesgadner Land“ bzw

„Berchtesgadner Ländchen“, um eine Landschaft zu beschreiben.[143] Adolf Bühler schreibt in seinem Buch Berchtesgaden und Umgebung von 1870 ausführlich über das „Land Berchtesgaden“ oder „Berchtesgadnerlandl“, wie er sagt, „in der Sprache des Volkes“,[144] während H

Wille seinen Band von 1898 in hat die Bibliothek mit dem gleichen Titel Im Berchtesgadner Landl[145] der Unterhaltung und des Wissens, und ihre Flächengröße wird auf 7¼ Quadratmeilen bestimmt

Für die Unterbezirksregion [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Bis zur Gebietsreform 1972, als der bereits flächendeckende Landkreis Berchtesgaden in den noch größeren Landkreis Berchtesgadener Land eingegliedert wurde, war völlig unbestritten, dass z.B

So gehörte beispielsweise die damals selbstständige Stadt Bad Reichenhall nicht zum „Berchtesgadener Land“ bzw

„Berchtesgaden“

Dass zunächst der neue Landkreis Berchtesgadener Land gebildet wurde und es noch lange Zeit regionale Konkurrenz untereinander gab, belegt auch die Tatsache, dass der Landkreis im April 1973 erstmals „Landkreis Bad Reichenhall“ hieß

Die Umbenennung erfolgte dann begründet durch die bayerische Staatsregierung zB wie folgt (→ siehe auch Abschnitt: Verwaltungs- und Territorialreform, Gegenwart):[4]

„Der Landschaftsname Berchtesgadener Land knüpft an das ehemalige Stiftsland Berchtesgaden an, dessen historische Bedeutung bis heute nachwirkt

(..) Die Strahlkraft des Namens Berchtesgadener Land, der mit einer außergewöhnlichen Landschaft verbunden ist, rechtfertigt die Benennung des neuen Landkreises nach diesem Teil der Region, der den Charakter des gesamten Landkreises prägt

Die Landesregierung weicht daher von der grundsätzlichen Benennung des Kreises nach dem Ort der Kreisverwaltung ab.“ Auch nach der Gebietsreform blieb der Landschaftsbegriff „Berchtesgadener Land“ klar definiert als „jene alpine Hochgebirgslandschaft, die das [identische] Gebiet des heutigen Alpen- und Nationalparks Berchtesgaden umfasst“.[146][147][148]

1985, anlässlich der Feierlichkeiten zum 175-jährigen Jubiläum Berchtesgadens in Bayern, schrieb der damalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß vom „Berchtesgadener Land“ als einem Gebiet, das 1810 „das bisherige bayerische Staatsgebiet harmonisch ergänzt und abgerundet“ habe

149]

Und Günter Kampfhammer stellte 1992 lapidar fest:[150]

„Das Berchtesgadener Land (lassen wir uns nicht von der irritierenden Kreisbezeichnung im Zuge der Gebietsreform verunsichern!) ist der Name des Territoriums des ehemaligen Bistums Berchtesgaden

Die Ausdehnung des Territoriums muss daher genau bestimmt werden.“ (Geplante) Erweiterungen der Bedeutung des Begriffs [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Innerhalb der Bevölkerung [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Ob sich die Bedeutung von „Berchtesgadener Land“ als Bezeichnung für den gesamten Landkreis mit seinen drei Regionen [151] Berchtesgadener Land, herzoglich-bayerisches Reichenhall und Umland und Süd erweitert oder innerhalb der Bevölkerung des Landkreises verschoben hat, ist noch nicht bekannt Rupertiwinkel untersucht worden

Und für den Fall, dass eine solche Erweiterung oder Bedeutungsverschiebung innerhalb der Bevölkerung bereits stattgefunden hat, liegen auch keine Ergebnisse darüber vor, ob dies für alle Bewohner aller drei Regionen in gleichem oder unterschiedlichem Maße gilt und was für diesen Prozess relevant ist eine Bedeutungserweiterung oder -verschiebung

-Verschiebung innerhalb welcher Frist dann entscheidend war

Denkbar wäre hierfür eine umgangssprachliche Abkürzung, wenn nicht zwischen der Region und dem gleichnamigen Landkreis unterschieden werden muss bzw

was in den beiden folgenden Abschnitten dargestellt wird

Denkbar ist aber auch, dass es bisher (noch) keine nennenswerte Erweiterung oder Bedeutungsverschiebung für das „Berchtesgadener Land“ gegeben hat und die meisten Einwohner des Landkreises den Begriff nach wie vor ausschließlich mit der hier angesprochenen Region assoziieren

Marketingoffensive für den Landkreis [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Siehe den Abschnitt zur Verwaltungs- und Gebietsreform, Gegenwart, als die bayerische Staatsregierung den im Rahmen der Gebietsreform in Bayern im Juli 1972 neu gebildeten Landkreis Bad Reichenhall in Landkreis Berchtesgadener Land im Unterschied zu Bad umbenannte Reichenhall setzte er auf die „größere Ausstrahlung als die des Landkreises mit einem außergewöhnlichen Der Name Berchtesgadener Land wird mit der Landschaft verbunden“.[4]

Nicht zuletzt die strukturschwächeren Regionen innerhalb des Landkreises Tourismus, mit den Gemeinden Bad Reichenhall, Bayerisch Gmain und Schneizlreuth, die zuvor im Einflussbereich der herzoglichen Bayern lagen, und den Gemeinden Rupertiwinkel, die einst zum Fürsterzbistum Salzburg gehörten, sollen von der Namensgebung profitieren und die administrativen Synergieeffekte.[ 152]

Dennoch vergingen mehr als 30 Jahre, bis sich die 2005 gegründete Marketinggesellschaft Berchtesgadener Land Tourismus im Auftrag des Landkreises und seiner Gemeinden zum Ziel gesetzt hat, neue Gäste für die Region des gesamten Landkreises zu begeistern und damit „unser Berchtesgadener Land“ im Einklang mit dem Landkreis.[153] Mit anderen Worten, der Begriff „Berchtesgadener Land“ erhielt eine erweiterte Bedeutung, indem er als touristische Marke für den gesamten Landkreis offensiv im In- und Ausland beworben werden sollte

Die Homepage der Marketinggesellschaft Berchtesgadener Land Tourismus und der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH unterstützte sie

Bis 2017 gab es noch recht differenzierte Bedenken, wonach der Landkreis Berchtesgadener Land “sowohl historisch und kulturell als auch wirtschaftlich eine Einheit”[10] , denn für „alle drei Teile – das eigentliche ‚Berchtesgadener Land‘ (im engeren Sinne der ehemaligen Landesherrschaft der Fürstpropstei Berchtesgaden), die Stadt Bad Reichenhall und die Region um Laufen“[10] ist wirtschaftlich gesehen „ heute ist es immer noch der Tourismus, der für den gesamten Landkreis als Einheit von außerordentlicher Bedeutung ist, wodurch sich die Vielfalt der Landschaftsformen besonders reizvoll beschreiben lässt.“[10] Doch spätestens seit 2018 ist die Websei te mit der Geschichte von der Landkreis Berchtesgadener Land – der südostbayerische Landkreis ist unter berchtesgadener-land.com nicht mehr abrufbar, stattdessen wird hier die Region Berchtesgadener Land besprochen wurde dort nur unter dem Markennamen „Bergerlebnis Berchtesgaden“ geführt, der seltsamerweise auch u

„Berchtesgaden-Rupertiwinkel“ ist aufgeführt.[154] Dies setzt sich nach der Umbenennung des Landesverbandes in Berchtesgadener Bergerlebnisverein[155] am 13

Februar 2021 und dessen Abschied von der Vermarktungsgesellschaft Berchtesgadener Land Tourismus Landkreis Nord fort, mit der der Verband weiterhin zusammenarbeiten wird

Anger und Piding haben bereits 2021 entsprechende Beschlüsse gefasst, die Gemeinde Teisendorf wird wohl bald nachziehen.[155] Laut neuem Impressum der Website berchtesgadener-land.com, die bisher von der Marketinggesellschaft für den gesamten Landkreis gepflegt wurde, ist derzeit (Stand September 2021) die Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing GmbH (BRM) für diese Website verantwortlich.[ 156] Ob und ggf

in Bezug auf welche Aufgaben und für wen die Vertriebsgesellschaft weiterhin tätig sein wird, ist derzeit noch unklar

Wie dünn der Firnis einer kreisweiten Einheit wenige Jahre zuvor war, zeigte eine Abstimmung des Kreistages am 22

Juli 2016: Nachdem der Bundesgesetzgeber seit 2012 alte Kennzeichen neben neuen zulässt, hat eine knappe Mehrheit des Kreises Der Rat stimmte 2013 gegen diese Option, nur um drei Jahre später für diese Option zu stimmen, selbst wenn sie das Nummernschild möglicherweise in drei “wieder manifestierte” Grafschaften aufgeteilt hätten

Nach einer Sammlung von mehreren hundert Unterschriften und dem eindeutigen Votum des Kreistags mit 32 zu 20 Stimmen verwendet die Kfz-Zulassungsstelle Bad Reichenhall seit dem 15 Ergänzung zum Standardkennzeichen BGL

Als Wunschkennzeichen wurden REI (ehemals kreisfreie Stadt Bad Reichenhall) und LF (ehemals Kreis Laufen) ausgegeben.[157][158] Kulturlandschaftsreferat Berchtesgadener Land [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Nach ersten Entwürfen einer Neuordnung bayerischer Kulturlandschaften durch das Bayerische Landesamt für Umwelt aus dem Jahr 2011[7] wird seit 2013 auch das Reichenhaller Becken, das sich vom „geschlossenen, zentralen Berchtesgadener Becken“ abhebt, ausdrücklich als solches mit einbezogen aufgrund ihrer besonderen geologischen Besonderheiten eine Untereinheit der Kulturlandschaftseinheit Berchtesgadener Land

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[8.] Dementsprechend gehören neben den Gemeinden Bayerisch Gmain und Schneizlreuth auch die Stadt Bad Reichenhall und ihr Umland zu dieser Kulturlandschaftseinheit

Der südliche Teil des Rupertiwinkels im Norden des Landkreises Berchtesgadener Land gehört nach dieser Definition jedoch nicht zur Kulturlandschaftseinheit Berchtesgadener Land

Trotz der Abwanderungszahlen zwischen 1987 und 2011 gehören immer noch rund 80 Prozent der Einwohner des Berchtesgadener Landes einer christlichen Religionsgemeinschaft an, ein Prozentsatz, der bis zur Säkularisation 1803 gegen 100 tendierte

Nach der Auswanderung mehr als die Hälfte der Protestanten 1732/33 und der Wiedermission der übrigen waren sie alle Mitglieder der römisch-katholischen Kirche.[16] Die Edikte von König Maximilian I

Joseph von 1808 und 1809 und die damit verbundene Gründung einer evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern ermöglichten auch im Berchtesgadener Land eine Wiederbelebung des Protestantismus

Doch erst nachdem immer mehr evangelische Touristen die Region besuchten und sich dort Zweitwohnsitze errichteten, kam 1899 zu allen katholischen Kirchen die erste evangelisch-lutherische Kirche, die Christuskirche, hinzu

Vor seiner Erbauung dienten die Schlafsäle im Königlichen Schloss und das ehemalige Stiftsgebäude den Protestanten als Andachtsräume

Informationen zu Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften und deren möglichen Versammlungsräumen liegen derzeit für keine Gemeinde im Berchtesgadener Land vor

→ Siehe auch die Abschnitte zu diesem Absatz: Reformation und Gegenreformation, Vertreibungen und Emigration in der Fürstpropstei Berchtesgaden

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berchtesgaden ist neben ihrer Christuskirche als Hauptkirche in Berchtesgaden auch Träger der evangelisch-lutherischen Kirchenbauten in Bischofswiesen, Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee

Die Kirchengemeinde gehört zum Dekanat Traunstein[165] innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

Sie befindet sich angesichts des relativ geringen Anteils ihrer Gemeindemitglieder innerhalb der genannten Gemeinden des Berchtesgadener Landes in der Minderheitensituation einer Diaspora

In Marktschellenberg gibt es weder eine evangelische Kirchengemeinde noch ein von evangelischen Christen genutztes Kirchengebäude

Die nächstgelegene evangelische Kirche ist die Christuskirche in Berchtesgaden

Der Richtplan 2020 des Erzbistums München und Freising sieht seit 2012 die Entwicklung größerer Kirchengemeinden für das Dekanat Berchtesgaden vor, zu dem die fünf Kirchengemeinden des Berchtesgadener Landes sowie Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain gehören

[166] Ein künftiges Dekanat Berchtesgadener Land soll die Gemeinden des gesamten Landkreises Berchtesgadener Land umfassen.[167] Am 14

November 2013 wurde jedoch für das Dekanat Berchtesgaden (Sitz: Berchtesgaden) und das Dekanat Teisendorf (Sitz: Teisendorf) jeweils ein Dekan gewählt.[168] Ein konkreter Termin für die Zusammenlegung der beiden Dekanate wurde noch nicht bekannt gegeben.

In Berchtesgaden gibt es derzeit zwei römisch-katholische Kirchengemeinden, St

Andreas und Au

Der Pfarrer der Pfarrei St

Andreas bekleidet derzeit auch das Amt des Dekans.[169] Die Pfarrkirche der Pfarrei St

Andreas ist die Stiftskirche St

Peter und Johannes der Täufer, die Pfarrkirche St

Andreas fungiert seit 1803 als Nebenkirche Die Kirchengemeinde ist auch zuständig für die Wallfahrtskirche Maria Gern im Bezirk Gern und die Kirche Maria am Berg im Bezirk Salzberg

Seit September 2012 gibt es Pläne, die römisch-katholischen Kirchengemeinden St

Andreas (Berchtesgaden), Heilige Familie (Au) und St

Nikolaus (Marktschellenberg) zu einem Kirchengemeindeverband zusammenzuführen.[170][171] Am 1

November 2015 wurde der Kirchenkreis Stiftsland Berchtesgaden gegründet, zu dem die drei Kirchengemeinden St

Andreas Berchtesgaden, Heilige Familie Au und St

Nikolaus Marktschellenberg zusammengeschlossen sind.[172] Im März 2000 wurde aus dem Seelsorgeverband der Kirchengemeinden Bischofswiesen und Winkl gemeinsam mit der Kirchengemeinde Strub unter dem Namen „Pfarrverband Bischofswiesen“ ein Pfarrverband für Bischofswiesen gegründet.[173] Am 1

Juni 2019[174] trat nun auch dieser Pfarrverband als Pfarrei Herz Jesu Bischofswiesen dem Pfarrverband Stiftsland Berchtesgaden bei.[175] Seit mehreren Jahren war der Dekan des Dekanats Berchtesgaden als Pfarrvorsteher mit der Seelsorge und Verwaltung der Kirchengemeinde Ramsau bei Berchtesgaden betraut.[176] Seit 2013 hat die Kirchengemeinde wieder einen eigenen Pfarrer, der zugleich Pfarrverwalter der Kirchengemeinde Unterstein (Schönau am Königssee) ist.[177][178] Mit dieser Pfarrverwaltung hat der Strukturplan 2020 des Erzbistums München und Freising im Hinblick auf einen Pfarrverband der Kirchengemeinden Ramsau und Unterstein bereits praktische Umsetzung gefunden.[179] Aufgrund der Einwohnerzahl hat der Gemeinderat zusammen mit dem (ersten) Bürgermeister in Berchtesgaden, Bischofswiesen und Schönau am Königssee je 21 Sitze, in Marktschellenberg und Ramsau bei Berchtesgaden nur je 13 Sitze

Die Verteilung der Sitze in den Gemeinderäten, einschließlich des Bürgermeisters, in alphabetischer Reihenfolge finden Sie in der folgenden Tabelle: Offizielle Verteilung der Sitze in den Gemeinderäten

Seit der Kommunalwahl am 16

März 2014: CSU FWG GRÜNE SPD Fraktionsmandate >> andere Parteien Berchtesgaden[180] 10 5 3 2 1 Berchtesgadener Bürgerkreis Bischofswiesen[181] 10 4 2 3 2 Unabhängiger Bürgerverein Bischofswiesen (UBB ) Marktschellenberg[182] 3 4 1 1 4 Ländliche Wahlgemeinde (LWG) Ramsau bei Berchtesgaden[183] ​​​​8 0 0 0 5 Wahlblock Ramsau Schönau am Königssee[184] 10 8 2 1 0 — Fettgedruckte Zahlen enthalten die erster Bürgermeister

Die fünf Gemeinden des Berchtesgadener Landes gehören dem Bundestagswahlkreis Traunstein und dem Landtags- und Kreiswahlkreis Berchtesgadener Land an

Wappen / Logo [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Ab dem 17

Jahrhundert ist ein Wappen des „Landes Berchtesgaden“ bzw

der Fürstpropstei von Berchtesgaden überliefert, dem die Fürstenpropstei (siehe mittlere Abbildung) bis zum Fürsten jeweils ihr Wappen als Mittelschild angefügt haben Die Propstei wurde 1803 aufgelöst

Seit 1891 führt das ehemalige Wappen der Fürstpropstei das Wappen der Marktgemeinde Berchtesgaden und deren Mittelschild mit weißen und blauen Rauten aufgrund der Zugehörigkeit des Berchtesgadener Landes zu Bayern seit 1810

[185]

Fürstliches Wappen ohne Mittelschild

Wappen mit Mittelschild

Das heutige Wappen der Marktgemeinde Berchtesgaden

Für das Berchtesgadener Land als südlicher Teil des Landkreises oder als Kulturlandschaft wird kein Wappen verwendet

Stattdessen u

A

ein Logo mit einer stilisierten Ansicht des Watzmanns als Wahrzeichen wurde vom Verein Berchtesgadener Bergerlebnis (ehemals Tourismusverband Berchtesgadener Land oder Tourismusverband Berchtesgaden-Königssee) eingeführt.

Kulturelle Traditionen [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Vom Ende des 15

bis Anfang des 19

Jahrhunderts ist der Berchtesgadener Krieg ein Produkt aus handgefertigtem Holzspielzeug aus dem einst von Fürsten regierten Berchtesgadener Land, das zu Fuß und zu Pferd verkauft wurde

Nach längerer Pause seit 1911 in der Region wieder in weit geringerer Zahl als Souvenirs und Christbaumschmuck angeboten, umfasst es heute bemalte Spanschachteln, Holzspielzeug, Schmuckkästchen, feine und grobe Schnitzereien, Heiligenfiguren und Krippen, Musikinstrumente z Kinder und Arbeiten von Knochen- und Elfenbeinschnitzern

Die Berchtesgadener Weihnachtsschützen engagieren sich vor allem bei Kirchenfesten

Der Name geht auf den nur im Berchtesgadener Land gepflegten und 1666 erstmals urkundlich erwähnten Brauch des Schießens aus Handfeuerwaffen zu Weihnachten zurück

Ihre Vereine, die 1874 gegründet und 1925 als Vereinigte Weihnachtsschützen der Berchtesgadener fusioniert wurden Land, legt großen Wert auf Brauchtum, christliches Brauchtum und Geselligkeit“ Ein Einkehrbrauchtum bei Kramperläufen, das seit etwa 1730, meist am 5

und 6

Dezember, ausschließlich in den Gemeinden des Berchtesgadener Landes praktiziert wird

Palmsträucher werden zu Beginn der Karwoche am Palmsonntag hergestellt.[186] Die Berchtesgadener Variante der Palmenbüsche sind noch nicht blühende, mit bunten „Gschabertbandl“ oder farbigen dünnen Holzspänen geschmückte Kätzchenzweige, die zusammen mit Arborvitae und Buchsbaumzweigen am oberen Ende eines etwa ein Meter langen Haselnussstabes befestigt sind

Die nach dem Markt benannte Berchtesgadener Tracht ist (ausschließlich) als festliche Kleidung an Sonn- und Feiertagen im ganzen Berchtesgadener Land verbreitet

Die Trachtenvereine sind Teil der Vereinigten Trachtenvereine des Berchtesgadener Landes e

V

und Gauverband I.[187] Neben dem Tragen der Originaltracht praktizieren diese Vereine auch den Schuhplattlertanz Marktschellenberg werden alljährlich gepflegt, unter anderem das Aufstellen des Maibaums, die Schellenberger Dult und der Scheffauer Leonhardiritt [188]

Am 26

November 1962 wurde der Verein für Heimatkunde des Berchtesgadener Landes gegründet, dessen Name in Heimatverein Berchtesgaden e

V

geändert.[189] Seine Aufgabe sieht er darin, „die historische Vielfalt der Region zu entdecken, darzustellen und einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln“.[190] Im Berchtesgadener Land wird neben dem Hochdeutschen als Amts- und Verkehrssprache ein mehr oder weniger ausgeprägter westmittelbayerischer Dialekt gesprochen, der sich innerhalb der Klausurgemeinden der fünf Gemeinden noch bis etwa in die 1980er Jahre durch leichte Variationen auszeichnete Aussprache und Terminologie (z

B

landwirtschaftliche Geräte).[191]

Stoff und Motiv für [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Blick auf den Untersberg

Blick vom Soleleitungsweg auf die Reiteralpe

Nicht zuletzt bilden die Berge, die das Berchtesgadener Land umrahmen, den Hintergrund zahlreicher Legenden:[192]

Sagenumwoben ist vor allem das zum Wahrzeichen gewordene Watzmannmassiv

Seine neun Gipfel werden als wegen ihrer Grausamkeit versteinerte Königsfamilie interpretiert

Der aus drei Gipfeln bestehende Hauptberg (Hocheck, Mittelspitze, Südspitze) symbolisiert den König, der gegenüberliegende Gipfel die Königin (Watzmannfrau) und die sieben Gipfel dazwischen die Kinder.

Der Sage nach diente der gegenüberliegende Untersberg, der bis ins benachbarte Salzburg reicht, einem Kaiser als Wohnsitz

Je nach Erzählstil warten hier Kaiser Karl der Große oder Friedrich Barbarossa im Totenschlaf, um mit ihrem Heer den Sieg für das Gute beim Jüngsten Gericht zu erringen oder wenn Unglaube und Gewalt die höchste Stufe erreichen

Eine andere Version besagt, dass der Kaiser dort geschlafen hat, bis sein Bart sieben Mal um die Basis des Tisches gewachsen ist, um mit seiner Armee den Sieg für immer zu erringen

Eine andere Version besagt, dass der Kaiser dort geschlafen hat, bis sein Bart sieben Mal um die Basis des Tisches gewachsen ist

Neben diesem schlafenden Heer sollen im Untersberg Riesen (Riese Abfalter), sogenannte Wildfrauen, die ähnlich wie die Heinzelmännchen gute Dienste leisteten, und natürlich Zwerge (Untersberg Manndln) gelebt und gewirkt haben

Nicht zu vergessen der Teufel, der die wilde Jagd führt und nicht nur an einer Felswand der Reiteralpe namens Teufelskopf ihre Spuren hinterlassen hat, sowie zahlreiche Geister, die die Menschen davor warnen, brav auf Berge und als ertrunkene Seelen in die Seen zu gehen oder einzuladen lädt zum schaurigen Kegeln ein.

an der Felswand der Reiteralpe haben zahlreiche Geister ihre Spuren hinterlassen, die auf Bergen und als ertrunkene Seelen in Seen mahnen oder zu einem schaurigen Kegelspiel einladen

Um die Herkunft des Namens Berchtesgaden ranken sich mehrere Legenden: Einer zufolge leitet er sich von der Sagengestalt Berchta oder Perchta ab, die auch mit Frau Holle gleichgesetzt wird

Ein anderer behauptet, es sei einem gewissen Berchtold zu verdanken, dem eine Seejungfrau vom Königssee den Weg zum Salz und zur rechtschaffenen Arbeit als Bergmann im noch heute bestehenden Salzbergwerk Berchtesgaden gezeigt hätte

Insbesondere Ludwig Ganghofer setzte Land und Leuten der Region in einer ganzen Reihe seiner Romane ein literarisches Denkmal

Vom 4

bis 7

Juli 1925 fand ihm zu Ehren in Berchtesgaden die erste große Ganghofer-Feier mit Programm und Festschrift statt.[193] Daneben ist auch sein Zeitgenosse Richard Voß zu nennen, dessen Bestseller-Roman Two People in der Figur Judith Platter Motive aus dem Leben der Begründerin des Tourismus am Obersalzberg, Mauritia Mayer, aufgriff und mehrfach verfilmt wurde

Weitere Schriftsteller sind die Norweger Jonas Lie und Henrik Ibsen, die sich (oft) hier aufhielten und sich vielleicht von Land und Leuten inspirieren ließen

Neben Caspar David Friedrich sind nicht wenige Bildende Künstler, vor allem Landschaftsmaler, Grafiker u Kupferstecher, hat als Motiv für ihre Ölgemälde und Buchillustrationen verschiedene Orte im Berchtesgadener Land besucht

Im 19

Jahrhundert, ab den 1830er Jahren, hatte sich in Ramsau bei Berchtesgaden am Hintersee eine bekannte Malerkolonie entwickelt, die hauptsächlich aus Vertretern der Münchner und Wiener Schule bestand,[194] darunter u

a.: Wilhelm Busch,[194 ] Carl Rottmann,[194] Ludwig Richter,[195] Carl Schuch,[195] Karl Hagemeister,[195] Thomas Fearnley,[195] Friedrich Gauermann,[195] Ferdinand Waldmüller[195] und Frederik Christian Kiærskou (1805–1891)

).[195] Darunter dann u

A

Carl Rottmann machte auch den See selbst zum Motiv

Viele von ihnen bedienten das Gasthaus Auzinger und sein Vorgänger Hint

Der Wirthersee als Treffpunkt und Herberge.[194]

Ein äußerst beliebtes Motiv in Ramsau war die Pfarrkirche St

Sebastian, die von Malern wie Wilhelm Bendz,[196] Thomas Fearnley, Ferdinand Laufberger,[197] Wilhelm Busch,[198] Ferdinand Runk, Otto Pippel und Will entworfen wurde Klinger-Franken, Zeichnungen und Gemälde

Während Fearnley (1830) und Loos (1836) beispielsweise noch die Perspektive von Westen bzw

vom damaligen Dorfzentrum beim Gasthof Oberwirt in Richtung Kirche mit der Göll im Hintergrund wählten, ging es gegen Ende im 19

Jahrhundert änderte sich die Perspektive in die entgegengesetzte Richtung, und der heute als Malerwinkel bekannte Aussichtspunkt mit Ramsauer Ache und Ertlsteg im Vordergrund und der Reiter Alpe im Hintergrund setzte sich durch.[199] Ein weiterer Malerwinkel liegt am Königssee, dessen Perspektive auch Künstler wie Johann Baptist Isenring, Max Wolfinger und Arnold Forstmann spätestens seit Anfang des 19 Motive in der Region, hatte auch eine erste „Werbung“ für den dort seit Ende des 19

Jahrhunderts sich entwickelnden Tourismus

Zu nennen sind auch Adalbert Waagen (1833-1898), Edward Harrison Compton (1881-1960) und Friedrich Ludwig (1895-1970), für die das Berchtesgadener Land zahlreiche Motive lieferte

Aber es gab auch einheimische Maler von einiger Prominenz: Zu Beginn des 20

Jahrhunderts setzte sich der in Ramsau geborene Konrad Westermayr (1883–1917) als spätimpressionistischer Maler ebenfalls malerisch mit seiner Heimatstadt auseinander

Gleiches gilt für den in Salzburg geborenen, aber von 1931 bis zu seinem Tod in Berchtesgaden lebenden Fritz Richter (1904–1981) mit seinen Holzschnitten sowie den in Veitshöchheim geborenen Will Klinger-Franken (1909–1986)

lebte von 1960 bis zu seinem Tod in Ramsau lebte in der Nähe von Berchtesgaden

Obwohl nicht der Landschaftsmalerei verpflichtet, ist Gertrud von Kunowski (1877–1960), die in Bromberg geboren wurde und von 1936 bis zu ihrem Tod in Schönau am Königssee lebte, für bildende Kunst im Berchtesgadener Land abwechselnd zu einer der fünf eingeladen Kommunen des Berchtesgadener Landes, um innerhalb von vier Tagen Ende Juni eines von zwei vorgegebenen Themen mit Bezug zur Kommune oder Region zu bearbeiten

Die besten von einer Jury ausgezeichneten Arbeiten werden mit Geld- und Hotelpreisen verschiedener Sponsoren prämiert, das Siegerbild wird von der jeweiligen ausrichtenden Kommune angekauft

(→ Für Kunstwerke vor Ort siehe auch: Berchtesgaden#Fine Art)

Vor allem Peter Ostermayr drehte im Berchtesgadener Land zahlreiche Spielfilme – darunter Verfilmungen der Romane von Ludwig Ganghofer – und wurde 1955 zum Ehrenbürger von Berchtesgaden ernannt.[200] Außerdem dienten Orte im Berchtesgadener Land als Filmkulissen, z.B

auch für Wildschütz Jennerwein – Herzen in Not

(Regie und Hauptrolle: Hanns Beck-Gaden

Mercedes-Film, München 1929 (UA 1930))[201] und die erste Verfilmung von Der Brandner Kaspar blickt ins Paradies (1949), zuletzt für Serien wie Tierarzt Dr Engel (1997-2002) oder Lena Lorenz (seit 2015)

Die Filmschauspielerin Magda Schneider (1909–1996) lebte mehrere Jahrzehnte bis zu ihrem Tod in Schönau am Königssee, wo ihre Tochter Romy Schneider (1938–1982) bis 1949 bei ihren Großeltern aufwuchs

Das Berchtesgadener Fleitl ist eine dreistimmige Sopranblockflöte , das derzeit (Stand 2022) nur in Bischofswiesen hergestellt wird.[202][203]

Die wohl Mitte/Ende des 18

Jahrhunderts entstandene Kindersymphonie (Originaltitel: Berchtoldsgaden Musick und Sinphonia Berchtolgadensis) enthält neben klassischen Orchesterinstrumenten auch Kindermusikinstrumente aus dem Berchtesgadener Kriegssortiment

Urheber und Auftraggeber dieses Werkes sind unbekannt – mögliche Komponisten waren Leopold Mozart, sein Schüler Johann Rainprechter, Joseph Haydn oder sein Bruder Michael Haydn.[204] Als solche kamen nach neueren Erkenntnissen Edmund Angerer[204] oder einer der Berchtesgadener Hofmusiker und Komponisten Mathias Fembacher (1673–1748), Franz Mathias Fembacher (1709–1773) und Johann Baptist Paul Fembacher (1756–1809) in Frage der Autor der Arbeit.[202 ][205]

Der Stiftskirchenchor verwahrt rund 150 wertvolle Handschriften, Autographen und Abschriften von 60 Komponisten, darunter Werke von Anton Cajetan Adlgasser, Giovanni Francesco Anerio, Giovanni Battista Casali, Anton Diabelli, Josef und Michael Haydn, Antonio Lotti, Wolfgang Amadeus Mozart und dem Berchtesgadener Hof Musiker und Komponisten Mathias Fembacher (1673–1748), Franz Mathias Fembacher (1709–1773) und Johann Baptist Paul Fembacher (1756–1809).[205]

Im Berchtesgadener Land gibt es mehrere Blaskapellen

Die erste war die am 30

Juni 1825 gegründete Marktkapelle Berchtesgaden, die auf Wunsch des Fragner (Krämer) und Musikers Ignaz Walch die Thurmer Konzession und damit die Erlaubnis erhielt, an hohen Feiertagen Choräle von den Kirchtürmen zu blasen

Die Blaskapelle Maria Gern wurde 1946 von Johann Rasp gegründet, aber eine frühere Gerer Musi wurde kurz nach dem Ersten Weltkrieg erwähnt

Die Ramsauer Musikkapelle besteht seit 1909 und spielt an allen Gemeinde- und Kirchenfesten und Feiertagen.[206] Überregional bekannte Volksmusikanten sind und waren z.B

die (jungen) Ramsauer Sänger und Martin Schwab (1926-2012), der auch das Gasthaus „Gerstreit“ in Ramsau betrieb

Das Bauerntheater Berchtesgaden hat seit 1905 eine feste Spielstätte in Berchtesgaden, seit 1937 in einem Nebengebäude des Hotels Watzmann am Franziskanerplatz

Ab 1965 wurden einige seiner Produktionen unter der Regie von Franz Hafner für das Fernsehen aufgezeichnet.[207][208] Mitte der 1990er Jahre errichtete Hafners Nachfolgerin Elisabeth Hölzl-Michalsky im Steinbruch am Kälberstein (47.63233612.995965) eine Freilichtbühne, um unter anderem mit dem Ensemble des Bauerntheaters Berchtesgaden aufzutreten

Stücke von Ludwig Ganghofer wie Der Jäger von Fall zu inszenieren.[209]

Bergleute in Festtracht, Figuren am Salzbergwerk

Das Bergfest oder Knappenjubiläum wird seit der mit Privilegien verbundenen Freiheit der Knappenzunft des Berchtesgadener Salzbergwerks bis 1627 nur als Lob- und Dankgottesdienst in der Stiftskirche nach Fahnenübergabe gefeiert 1628 auch durch einen Umzug mit Trommlern und Pfeifen im Dorf

Noch heute ziehen die Bergleute zu Pfingsten nach dem Gottesdienst in einer Prozession durch die Straßen des Berchtesgadener Marktes.[210] In Ramsau bei Berchtesgaden werden die traditionellen Veranstaltungen vom alljährlichen Kirchenprogramm geprägt

Besonderheiten sind das Ramsauer Holzbier, das Jubiläum der Holzfäller am Rosenmontag und das Patronatsfest der Pfarrkirche, der Sebastianitag am 20

Januar (Ramsauer Feiertag), an dem noch heute viele Ramsauer Betriebe schließen.[211][212]

In Marktschellenberg werden jährlich u

mit einem feierlichen Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung und einem anschließenden Kerzenumzug wurde das Annafest im Stadtteil Ettenberg gefeiert.[188] 2002 900 Jahre Berchtesgaden u

A

am 7

April mit einer päpstlichen Messe und am 14

Juli mit einer großen Prozession gefeiert.[213]

Am 10

Oktober 2010 feierte Berchtesgaden mit tausenden Besuchern und einem Umzug mit 1.400 Teilnehmern 200 Jahre Zugehörigkeit zu Bayern

Ebenfalls anwesend waren das Oberhaupt des Hauses Wittelsbach, Herzog Franz von Bayern, der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Regierungspräsident Christoph Hillenbrand.[214] Kulinarische Spezialitäten [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Seit Jahrhunderten ist es Brauch, ausschließlich innerhalb des Berchtesgadener Landes, dass vom 1

November (Allerheiligen) – heute teilweise schon im September – bis zum Nikolaustag am 6

Dezember ein Roggengebäck in Brötchenform genannt wird Stuck wird angeboten

mit Johannisbeeren, Nelken und Zimt im Teig stimmt auf die Vorweihnachtszeit ein.[215] In der Zeit, als die Fürstpropstei das Berchtesgadener Land regierten, wurde das Betteln mit dem Stuck in Verbindung gebracht

Arme, meist „ältere Menschen“ baten um ein Stück und „beteten laut“

Dem Volkskundler Rudolf Kriss zufolge beklagte sich jedoch “schon 1731 der Pfarrer von Schellenberg, dass wegen der Stucksammlung der Gottesdienst versäumt werde.”[216]

Erster Olympiasieger im Ski Alpin (Kombination) bei den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen war der im Berchtesgadener Landkreis Au geborene Franz Pfnür

Nach den Spielen wird Pfnür von Adolf Hitler zum Kaffee auf den Obersalzberg eingeladen und tritt der SS bei.[217] In den 1980er Jahren bewarb sich Berchtesgaden auf Initiative von Kommunalpolitikern (CSU, FWG, SPD) und mit Unterstützung hochrangiger bayerischer Politiker, darunter des damaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, erfolglos für die Olympischen Winterspiele 1992.[218] Bei den erfolglosen Bewerbungen Münchens um die Olympischen Winterspiele 2018 (für die südkoreanische Stadt Pyeongchang) und 2022 (Referendum) scheiterte auch die Teilnahme an der kombinierten Kunsteisbahn Königssee als einer von mehreren geplanten Austragungsorten außerhalb der Stadt Wintersport und Training auf hohem Niveau ist und bleibt ein „Markenzeichen“ des Berchtesgadener Landes

Der Nachwuchs der deutschen Wintersport-Nationalmannschaften wird hier in vier Trainingszentren am Olympiastützpunkt trainiert

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