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Top kv beiträge für kinder steuerlich absetzbar New Update

by Tratamien Torosace

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Neues Update zum Thema kv beiträge für kinder steuerlich absetzbar


Table of Contents

Sind Beiträge zur Krankenversicherung steuerlich absetzbar … Aktualisiert

Sind Beiträge zur Krankenversicherung steuerlich absetzbar? Können Prämien für die gesetzliche oder private Krankenversicherung in der Steuererklärung geltend gemacht werden? Als Vorsorgeaufwendungen mindern sie die Steuerlast in voller Höhe. Für Beiträge für Krankenzusatzversicherungen ist das jedoch nicht in gleicher Weise möglich.

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Sind Krankenversicherungsbeiträge steuerlich absetzbar? Können Beiträge zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung in der Steuererklärung geltend gemacht werden? Als Altersvorsorgeaufwand mindern sie die Steuerlast vollständig

Für Beiträge zur Krankenzusatzversicherung ist dies jedoch nicht in gleicher Weise möglich

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Krankenversicherungsbeiträge von der Steuer absetzen können – und in welcher Höhe

Welche Krankenversicherungsbeiträge können von der Steuer abgesetzt werden?

Beiträge zur Pflege- und Krankenversicherung können in Form der Grundsicherung von den Steuern abgesetzt werden

Dies gilt sowohl für die private Krankenvollversicherung als auch für die gesetzliche Krankenversicherung

In der Grundversorgung gehören sie zu den Sonderausgaben, die die Steuerlast vollständig mindern

Darin enthalten ist auch der Zusatzbeitrag, der von den meisten Krankenkassen erhoben wird

Wahlleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung können hier jedoch nicht genannt werden, da sie keine Grundversorgung sicherstellen

Gleiches gilt für die Beiträge zur privaten Krankenversicherung

Als Sonderausgaben können hier nur die Basistarife geltend gemacht werden

Alle weiteren Module, wie Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung, gehen über die Grundversorgung hinaus

Sie haben keine steuermindernde Wirkung

Der Verband der privaten Krankenversicherungen (PKV-Verband) beschreibt die Berechnung der abzugsfähigen Beiträge der privaten Krankenversicherer wie folgt: Zunächst werden alle individuell berechneten Zusatzleistungen, wie beispielsweise das Krankentaggeld, vom Gesamtbeitrag abgezogen

Enthält die resultierende Prämie weitere Zusatzleistungen, werden diese ebenfalls nach Punkten für die jeweiligen Leistungen berechnet

Das zeigt der PKV-Verband an diesem Beispiel: 400 Euro für Ihre PKV

Davon wird das zusätzlich versicherte Krankentaggeld in Höhe von 50 Euro direkt abgezogen

Eine Frau zahlt monatlich für ihre private Krankenversicherung

Davon wird direkt das überversicherte Krankentaggeld in Höhe von abgezogen

Bleiben also 350 Euro

In Ihrem Tarif sind neben den Basisleistungen auch Zusatzleistungen enthalten, zum Beispiel die Chefarztbehandlung im Krankenhaus (+9,24 Punkte) und die Heilpraktikerbehandlung (+1,69 Punkte)

Zu berücksichtigen sind nun der ambulante Grundschutz mit 54,60 Punkten, der stationäre Grundschutz mit 15,11 Punkten und der zahnärztliche Grundschutz mit 9,88 Punkten

Daraus ergibt sich folgende Rechnung: Dieser Betrag – also 42,26 Euro – muss nun von den 350 Euro abgezogen werden

Damit werden monatlich 307,74 Euro für den Grundschutz der Krankenversicherung steuerlich berücksichtigt

Laut Bundesfinanzministerium wurden die Steuerzahler damit in den ersten drei Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes um rund 40 Milliarden Euro entlastet

Mehr dazu finden Sie im KV-Fux Blog im Fachartikel „Bürgerentlastungsgesetz: Steuern sparen mit der Krankenversicherung“

Steuerlich absetzbare Beiträge zur Krankenzusatzversicherung

Die Krankenzusatzversicherung ist zwar ebenfalls Bestandteil der Vorsorge, wird aber nicht wie die Beiträge zur Vollversicherung behandelt

Die Prämien für die Zahnzusatzversicherung können durchaus in der Steuererklärung auftauchen

Dazu müssen gesetzlich Krankenversicherte den Jahresbetrag in der Anlage „Aufwendungen für die Altersversorgung“ in Zeile 23 und privat Krankenversicherte in Zeile 28 eintragen 1.900 Euro pro Jahr für Arbeitnehmer (für Ehegatten) verdoppelt sich die Summe) und 2.800 Euro für Selbständige sind noch nicht erreicht.

Wer keine Zahnzusatzversicherung hat, aber beispielsweise hohe Kosten für Zahnersatz tragen musste, kann dies über die Anlage „Außerordentliche Belastung“ in Zeile 67 der Steuererklärung geltend machen.

Versicherungen absetzen: Anlage Vorsorgeaufwand 2020 Elster ausfüllen | Steuererklärung 2020 Elster Update

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 Update Versicherungen absetzen: Anlage Vorsorgeaufwand 2020 Elster ausfüllen | Steuererklärung 2020 Elster
Versicherungen absetzen: Anlage Vorsorgeaufwand 2020 Elster ausfüllen | Steuererklärung 2020 Elster New Update

RENTENBESTEUERUNG | Rechner Altersrente, Betriebsrente u.a. Update New

Steuerlich kann nur dieser Basisbeitrag abgesetzt werden. Er entspricht den Leistungen der gesetzlichen KV. Die Kosten für z.B. Chefarztbehandlung und Einzelzimmer sind nicht steuerlich absetzbar. Von diesem so ermittelten Betrag ist ein vom Rentenversicherungsträger gezahlter Zuschuss in Abzug zu bringen.

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Der Rechner berücksichtigt Altersrente, Betriebsrente, VBL, Basisrente, Private Rente, Riester-Rente und Witwenrente

Bis 2004 musste nur der Einkommensanteil (27 % bis 32 %) der gesetzlichen Rente versteuert werden

Das Alterseinkünftegesetz änderte die Besteuerung von Alterseinkünften und Pensionen

Der steuerpflichtige Anteil der alten und neuen Renten wurde 2005 auf 50 % erhöht

In einer Übergangsphase von 35 Jahren wird ein Systemwechsel zur latenten Besteuerung vorgenommen, d

h

ab dem Jahr 2040 muss die Rente voll versteuert werden

Alle Eingaben sind Bruttowerte!

Grundlagen

Wer freiwillig gesetzlich krankenversichert ist, kann einen Krankenkassenzuschuss zur Alters- und Witwenrente beantragen

Hinweis: Die Steuer wird mit der Steuerformel für das laufende Jahr berechnet! Der Freibetrag für Alters- und Witwenrenten sowie der Freibetrag für eine Betriebsrente werden in Abhängigkeit vom Renteneintrittsjahr ermittelt

Das errechnete steuerpflichtige Jahreseinkommen ist daher bis 2040 immer der richtige Wert

Das Programm berechnet die Nettorente bei Einzelveranlagung (I/IV) oder bei Zusammenveranlagung (III), wenn der Partner Einkünfte (Rente) bezieht

Bezieht der Partner auch eine Rente, berechnen Sie jede Rente separat

Addieren Sie das zu versteuernde Jahreseinkommen

Mit dem Einkommensteuerrechner können Sie dann Ihre gemeinsame jährliche Steuerbelastung im Splittingtarif(!) ermitteln

Wenn Sie und Ihr Ehepartner nur eine Sozialrente beziehen, hilft Ihnen mein einfacher Rentenbesteuerungsrechner weiter.

Steuerfreier Teil der Rente

Der dauernde Freibetrag errechnet sich aus dem Jahr der Pensionierung und der Rente zum Zeitpunkt der Pensionierung

Dieser Wert muss mir nicht mitgeteilt werden, da er automatisch aus der aktuellen Rente ermittelt wird! Der Freibetrag ist ein Wert, der immer mit Ihrer Einkommensteuererklärung verrechnet wird

Mit der Rentenreform wurde eine nachrangige Einkommensbesteuerung eingeführt

Wenn Sie 2005 in Rente gehen, sind 50 % der Rente steuerpflichtig, d

h

Sie hätten dann einen Freibetrag von 50 % Ihrer Rente

Bei späterer Pensionierung verringert sich der Freibetrag

2040 muss die Rente voll versteuert werden, der Freibetrag entfällt

Beispiel: Alleinstehender Arbeitnehmer, Rente 1.600 €, Jahresrente 19.200 €

Pensionierung 2021, steuerfreier Teil 3.648 €

Einkommensteuer 618 €

Einkommensteuererklärung erforderlich

Einkommenssteuer 618 € Einkommenssteuererklärung erforderlich

Pensionierung 2005, steuerfreier Anteil 7.338 €

Keine Einkommenssteuer

Keine Einkommensteuererklärung

Steuern, staatliche Rente und andere Renten

Steuern werden in der Regel an der Quelle bezahlt

Eine Ausnahme bildet die Deutsche Rentenversicherung

Von den Renten werden nur Sozialversicherungsbeiträge abgezogen

Auch der Arbeitgeber zieht Steuern von der Betriebsrente ab

Die Steuern auf Renten + Betriebsrenten sind im progressiven Steuersystem höher als die Summe der Steuern auf die einzelnen Renten, daher muss eine Steuererklärung abgegeben werden oder Sie können sich von der Nachweispflicht befreien lassen

Beispiel Steuerklasse III (2020, zusammenveranlagt)

Rente 1800 €, Steuern: 0 €

Betriebsrente 800 €, Steuer: 0 €

Beide Renten 2600 €, Steuern: 19 €

Steuernachzahlung 228 € (12×19 €)

Rente 1800 €, Steuern: 77 €

Betriebsrente 800 €, Steuer: 0 €

Beide Renten 2600 €, Steuern: 203 €

Steuernachzahlung 1512 € (12×126 €)

Krankenversicherung

Pflichtversicherung (KVdR)

Wenn Sie als Rentner/in bei der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sind, zahlt der Rentenversicherungsträger die Hälfte der Krankenversicherung und den Zusatzbeitrag zur Alters- und Witwenrente

Sie zahlen also nur den halben Beitrag zur Krankenversicherung, aber den vollen Beitrag zur Pflegeversicherung

Krankenversicherungsbeiträge werden nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben

Übersteigt das Gesamteinkommen bei mehreren versicherungspflichtigen Renten diesen Wert, kann es zu Überzahlungen kommen, da der Beitrag für jede Rente einzeln berechnet und abgezogen wird

Auf Antrag erstattet die Krankenkasse die Überzahlung

Ab 2020 gilt das Gesetzliche Krankenkassen-Versorgungszulagengesetz (GKV-BRG)

Damit wird eine Befreiung in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt

Dieser Zuschuss beträgt im Jahr 2020 159,25 €

Krankenversicherungspflichtig ist nur die Betriebsrente, die diesen Betrag übersteigt

Der gleiche Betrag gilt als Freigrenze für die Pflegeversicherung

Das bedeutet, dass eine Rente bis zu dieser Höhe von der Pflegeversicherung befreit ist

Wird die Freigrenze überschritten, unterliegt die Betriebsrente in vollem Umfang der Pflegeversicherung

Private, Riester- und Rürup-Rente sind sozialversicherungsfrei

Freiwillig versichert

Rentner können sich freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern

Auf alle Einkünfte bis zur Bemessungsgrenze ist der volle Krankenversicherungsbeitrag und der Zusatzbeitrag zu entrichten

Damit sind auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Veräußerungsgewinne, private Altersvorsorge, Riester und Rürup beitragspflichtig! Die Prämie zahlen Sie selbst an Ihre Krankenkasse

Auf Antrag können Sie vom Rentenversicherungsträger einen Beitragszuschuss erhalten

Der Zuschuss wird mit der Rente ausbezahlt

Bei geringem Einkommen zahlen freiwillig Versicherte einen Mindestbeitrag, der sich aus einem gesetzlichen Mindesteinkommen (2018 / 968,33 €) errechnet

Rentner können sich freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern

Auf alle Einkünfte bis zur Bemessungsgrenze ist der volle Krankenversicherungsbeitrag und der Zusatzbeitrag zu entrichten

Damit sind auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Veräußerungsgewinne, private Altersvorsorge, Riester und Rürup beitragspflichtig! Die Prämie zahlen Sie selbst an Ihre Krankenkasse

Auf Antrag können Sie vom Rentenversicherungsträger einen Beitragszuschuss erhalten

Der Zuschuss wird mit der Rente ausbezahlt

Bei geringem Einkommen zahlen freiwillig Versicherte einen Mindestbeitrag, der sich aus einem gesetzlichen Mindesteinkommen (2018 / 968,33 €) errechnet

Privat versichert Als Rentner mit privater Krankenversicherung zahlen Sie Ihre eigenen Beiträge an die Versicherungsgesellschaft

Sie können beim Rentenversicherungsträger einen Zuschuss beantragen, der zusammen mit der Rentenzahlung ausgezahlt wird

Der Zuschuss (steuerfrei) errechnet sich aus der Rente und dem halben allgemeinen Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung

Zusätzlich wird die Hälfte des Zusatzbeitrags gezahlt

Beziehen Sie neben der Altersrente auch eine Witwenrente, errechnet sich der Zuschuss aus der Summe beider Renten

Achtung: Der Zuschuss ist auf die Hälfte des Beitrags zur privaten Krankenversicherung begrenzt! Neben dem PKV-Beitrag muss auch der darin enthaltene Grundbeitrag in den Rechner eingegeben werden

Nur dieser Grundbeitrag ist steuerlich absetzbar

Sie entspricht den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Kosten für z.B

Chefarztbehandlungen und Einzelzimmer sind steuerlich nicht absetzbar

Von diesem so ermittelten Betrag ist ein Zuschuss des Rentenversicherungsträgers abzuziehen

Altersrente, Grundrente (Rürup)

Nur ein Teil der Altersrente und der Grundrente muss versteuert werden

Dieser Steueranteil beträgt 50 % bei Pensionierung im Jahr 2005 und steigt bis 2040 auf 100 %

Im Jahr 2020 müssen beispielsweise 80 % versteuert werden

20 % der Altersrente werden als fester Rentenzuschuss für die gesamte Rentendauer gutgeschrieben und sind jedes Jahr steuermindernd.

Nur ein Teil der Altersrente und der Grundrente muss versteuert werden

Dieser Steueranteil beträgt 50 % bei Pensionierung im Jahr 2005 und steigt bis 2040 auf 100 %

Im Jahr 2020 müssen beispielsweise 80 % versteuert werden

20 % der Altersrente werden als fester Rentenzuschuss für die gesamte Rentendauer gutgeschrieben und sind jedes Jahr steuermindernd

Betriebsrenten, Renten

Betriebsrenten und Pensionen werden gleich behandelt und in der Regel voll besteuert

Der steuermindernde Rentenfreibetrag bei einer Direkt- oder Rentenzusage (ab Vollendung des 63

Lebensjahres) in Höhe von 3.000 Euro wird während der Übergangszeit von 35 Jahren in gleicher Weise gekürzt wie die Renten steuerpflichtig werden

Der aufgrund des Wegfalls der Mitarbeiterpauschale eingeführte Zuschlag zum Rentenfreibetrag von 900 Euro wird entsprechend gekürzt

Dieser Zuschlag zum Rentenfreibetrag darf nur bis zur Höhe der um den Rentenfreibetrag verminderten Bemessungsgrundlage berücksichtigt werden

Eine Ausnahme gilt für Renten aus der Direktversicherung, die mit Beiträgen aus bereits versteuerten Einkünften oder aus steuerpflichtigen Beiträgen des Arbeitgebers finanziert werden

In diesem Fall muss nur der Einkommensanteil versteuert werden

Der Rentenzuschuss entfällt

Betriebsrenten und Pensionen werden gleich behandelt und in der Regel voll besteuert

Der steuerliche Abzugsbetrag bei einer Direkt- oder Pensionszusage von 3.000 € wird über die Übergangszeit von 35 Jahren in gleicher Weise reduziert wie die Pensionen steuerpflichtig werden

Der aufgrund des Wegfalls des Arbeitnehmerfreibetrags eingeführte Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag von 900 € wird entsprechend gekürzt

Dieser Zuschlag zum Rentenfreibetrag darf nur bis zur Höhe der um den Rentenfreibetrag verminderten Bemessungsgrundlage berücksichtigt werden

VBL (betriebliche Altersvorsorge)

Wurde während der Ansparphase eine steuerliche Förderung (z

B

Riester) für die VBL in Anspruch genommen, ist die Rente voll steuerpflichtig

Eintritt in die betriebliche Altersvorsorge

Wird in der Ansparphase keine steuerliche Förderung in Anspruch genommen, also die Aufwendungen aus versteuertem Einkommen bestritten, wird nur der Einkommensanteil der VBL-Rente besteuert

Wurden steuerliche Förderungen (z

B

Riester) in Anspruch genommen, ist die Rente voll steuerpflichtig

Eintritt in die Betriebsrente

Werden während der Ansparphase keine steuerlichen Förderungen in Anspruch genommen, also die Aufwendungen aus versteuertem Einkommen bestritten, wird nur die VBL-Rente besteuert

Witwenrente

Witwenrenten aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind steuerpflichtiges Einkommen

Die Steuer wird jedoch nicht in voller Höhe gezahlt, sondern richtet sich nach der Fälligkeit

Von den bis 2005 beanspruchten Renten sind 50 % steuerpflichtig

Dieser Anteil steigt bis 2040 auf 100 %

Folgt die Witwenrente auf die Altersrente, ist der Beginn der Altersrente maßgeblich

Beispiel: Wenn Sie 2005 in Rente gehen und die Witwenrente ab 2010 gezahlt wird, sind nicht 60 %, sondern nur 50 % steuerpflichtig

Witwenrenten aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind steuerpflichtiges Einkommen

Die Steuer wird jedoch nicht in voller Höhe gezahlt, sondern richtet sich nach der Fälligkeit

Von den bis 2005 beanspruchten Renten sind 50 % steuerpflichtig

Dieser Anteil steigt bis 2040 auf 100 %: Folgt die Witwenrente auf die Altersrente, ist der Renteneintrittszeitpunkt der Altersrente entscheidend

Beispiel: Wenn Sie 2005 in Rente gehen und ab 2010 die Witwenrente gezahlt wird, sind nur 50 % steuerpflichtig, nicht 60 %

Private Pension

Lediglich der Einkommensanteil der privaten Altersvorsorge muss versteuert werden

Sie beträgt 22 %, wenn Sie mit 60 in Rente gehen, und sinkt auf 17 %, wenn Sie mit 67 in Rente gehen

Der Prozentsatz ist im Rechner wählbar.

Von der privaten Altersvorsorge muss nur diese versteuert werden

Sie beträgt 22 %, wenn Sie mit 60 in Rente gehen, und sinkt auf 17 %, wenn Sie mit 67 in Rente gehen

Der Prozentsatz ist im Rechner wählbar

Riester-Rente

Für die Riester-Rente gilt die Nachversteuerung, d

h

in der Auszahlungsphase, also während des Rentenbezugs, ist die Riester-Rente voll steuerpflichtig! Rente, Einkommensanteil

Beispiel Steuerklasse IV (einzeln veranlagt) Aus den im Rechner ausgewiesenen monatlichen abgezogenen Steuern und meiner Steuer können Sie ersehen, welche Nachzahlungen das Finanzamt nach der Einkommensteuererklärung verlangt! Bei einer betrieblichen Altersvorsorge (VBL) oder einer privaten Altersvorsorge wird nur der vom Renteneintrittsalter abhängige Einkommensanteil steuerpflichtig, siehe §22 EStG

Vollendetes Lebensjahr bei Pensionierung

60-61 Jahre: 22 %

62 Jahre: 21 %

63 Jahre: 20 %

64 Jahre: 19 %

65-66 Jahre: 18 %

67 Jahre: 17 %

Rente und Arbeit

Vorruhestand und Teilzeitjob

Ab dem 1

Juli 2017 wurde die bisherige Teilrente durch die sogenannte flexible Rente ersetzt

Auch ein jährliches Zusatzeinkommen von 6300 Euro hat keinen Einfluss auf die Rentenhöhe

40 % des diesen Wert übersteigenden Zuverdienstes mindern jedoch die Rente

Zum Rechner

Ab dem 1

Juli 2017 wurde die bisherige Teilrente durch die sogenannte flexible Rente ersetzt

Auch ein jährliches Zusatzeinkommen von 6300 Euro hat keinen Einfluss auf die Rentenhöhe

40 % des diesen Wert übersteigenden Zuverdienstes mindern jedoch die Rente

Zur Computerarbeit nach Erreichen der Kontrollarbeitsgrenze

Wer die Regelarbeitsgrenze erreicht hat, kann weiter arbeiten und unbegrenzt nebenbei verdienen

Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung entfällt

Beitragszahlungen zur Rentenversicherung erhöhen den Rentenanspruch

Hinzu kommt ein monatlicher Zuschlag von 0,5 %

Beispiel:

Arbeitet ein Eckrentner (West, 2018) mit einer Bruttorente von 1281 € ein Jahr länger, erhält er eine Bruttorente von 1392 €, also ein Plus von 111 €!

Freibetrag für Schwerbehinderte

Die Behindertenbeihilfe wird ab 2021 verdoppelt! Die Pauschale wirkt steuermindernd

Sie beginnt nun bei einem Invaliditätsgrad von 20 % und wird in 10er-Schritten bis zu einem Invaliditätsgrad von 100 % fortgesetzt, siehe §33b EStG

Studienpauschale 20% 384€ 30% 620€ 40% 860€ 50% 1140€ 60% 1440€ 70% 1780€ 80% 2120€ 90% 2460€ 100% 2840€

Wohnsitz im Ausland

Jeder kann seine deutsche Rente ins Ausland überweisen lassen! Wer weniger als 6 Monate im Ausland lebt, wird wie in Deutschland besteuert

Ein Rentenempfänger mit ständigem Wohnsitz im Ausland kann in Deutschland beschränkt steuerpflichtig sein

Das bedeutet, dass die zu zahlende Einkommensteuer höher ist als bei einem unbeschränkt Steuerpflichtigen, weil der Grundfreibetrag entfällt und ein Ehegattensplitting nicht möglich ist

Informieren Sie sich beim Finanzamt Neubrandenburg über Ihre Besteuerung im Ausland, Stichwort Doppelbesteuerungsabkommen

Stichworte: Rentenbesteuerung für Ehepaare, Steuerrechner für Rentner, Berechnung der Nettorente, Steuererklärung Rentner

Krankenversicherungsbeiträge STEUERLICH ABSETZEN! New

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 Update New Krankenversicherungsbeiträge STEUERLICH ABSETZEN!
Krankenversicherungsbeiträge STEUERLICH ABSETZEN! Update New

Höchstbeiträge der GKV 1970 – 2022 – PKV-Vorteile.de Update New

Höchstbeitrag 2022 der GKV: 933,64 Euro / Monat – für GKV-Versicherte ohne Kinder . Hinweise zur Beitragsbemessungsgrenze (1) Bedeutung für die PKV Die Beitragsbemessungsgrenze ist auch für die PKV maßgegend: einerseits wird mit dieser der maximal zu zahlende Beitrag im Basistarif der PKV begrenzt.

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Der monatlich zu zahlende Beitrag in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bemisst sich nach dem Einkommen

Die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung spielt eine wichtige Rolle – sowohl für Pflicht- als auch für freiwillig Versicherte der GKV

Die Beitragsbemessungsgrenze legt fest, bis zu welcher Höhe das Einkommen bei der Beitragsberechnung zur Krankenversicherung berücksichtigt wird

Ein Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze wird demnach bei der Berechnung des GKV-Beitrags nicht berücksichtigt

Der GKV-Beitrag errechnet sich daher aus folgenden Komponenten:

Allgemeiner Beitragssatz der GKV 14,6 Prozent

individueller Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse

der durchschnittliche Mehrbeitrag beträgt 2022 1,3 Prozent

die Beitragsbemessungsgrenze 2022 bei 4.837,50 €/Monat

Der Höchstbeitrag für pflicht- und freiwillig Versicherte der GKV beträgt: Höchstbeitrag 2022 der GKV: 916,71 Euro / Monat – für GKV-Versicherte mit Kindern

– für GKV-Versicherte mit Kindern Höchstbeitrag 2022 der GKV: 933,64 Euro / Monat – für GKV-Versicherte ohne Kinder

Hinweise zur Beitragsbemessungsgrenze

(1) Bedeutung für die private Krankenversicherung

Auch für die private Krankenversicherung ist die Beitragsbemessungsgrenze relevant: Einerseits begrenzt diese den maximal zu zahlenden Beitrag im Basistarif der privaten Krankenversicherung

Andererseits ergibt sich aus der Beitragsbemessungsgrenze auch der maximale Beitrag des Arbeitgebers zum PKV-Beitrag für Arbeitnehmer

(2) Selbständige

Bei der Berechnung des Einkommens von Selbständigen, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert sind, werden nicht nur Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit berücksichtigt, sondern auch Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung und Zinserträge (aus Kapitalanlagen).

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 Update ▶ Das sind die Steuervorteile mit Kindern
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Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) 2002 – PKV-Vorteile.de Update

18/01/2022 · für Versicherte ohne Kinder steigt 2022 der maximale GKV-Beitrag auf 933,64 Euro / Monat (2) Versicherungspflichtgrenze – Schwerer Wechsel in die PKV. Die Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) bleibt 2022 mit 64.350 Euro unverändert, die Hürde für den Wechsel in die private Krankenversicherung bleibt hoch.

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Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) – auch Versicherungspflichtgrenze genannt – bestimmt die Höhe des Bruttojahreseinkommens, ab der ein Arbeitnehmer nicht mehr in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pflichtversichert ist und somit in die private Krankenversicherung wechseln darf ( PKW)

Im Jahr 2022 beträgt die jährliche Einkommensgrenze: 5.362,50 € / Monat oder 64.350 € / Jahr

Update 18.01.2022: Einkommensgrenze 2022 für den Wechsel in die PKV bleibt unverändert

Das Bundesarbeitsministerium lässt die beiden Hauptberechnungsgrößen der Sozialversicherung für 2022 unverändert: (1) Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung bleibt im Jahr 2022 unverändert bei 4.837,50 Euro / Monat

Damit bleibt der maximal zu zahlende GKV-Beitrag über 900 Euro/Monat – Tendenz steigend

Der maximal zu zahlende Betrag in der GKV 2022 ist wie folgt: Für Versicherte mit Kindern beträgt der maximale GKV-Beitrag im Jahr 2022 916,71 Euro / Monat

Für Versicherte ohne Kinder erhöht sich der maximale GKV-Beitrag auf 933,64 Euro / Monat im Jahr 2022 (2) Versicherungspflichtgrenze – Schwieriger Wechsel in die private Krankenversicherung

Die Versicherungspflichtgrenze (Jahreseinkommensgrenze) bleibt 2022 unverändert bei 64.350 Euro, die Hürde für den Wechsel in die private Krankenversicherung bleibt hoch

Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist 2022 erst ab einem Einkommen von 5.362,50 Euro/Monat möglich

Wichtig: Von der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) ist die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) zu unterscheiden

Die Beitragsbemessungsgrenze ist der Höchstbetrag des Bruttoentgelts, von dem höchstens Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung oder gesetzlichen Sozialversicherung erhoben werden

Bis 2002 waren in der gesetzlichen Krankenversicherung die Werte der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) und der Jahresarbeitsentgeltgrenze (Pflichtversicherungsgrenze) identisch.

Kinder in der Steuererklärung | Anlage Kind Steuererklärung | Steuererklärung smartsteuer Update

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 Update Kinder in der Steuererklärung | Anlage Kind Steuererklärung | Steuererklärung smartsteuer
Kinder in der Steuererklärung | Anlage Kind Steuererklärung | Steuererklärung smartsteuer Update

Einkommensrechner für Selbständige und Freiberufler … Aktualisiert

Eine kurze Frage: Wenn ich meine monatlichen Beiträge der Krankenkasse (z.B 500 Euro) eingebe, übersteigt dies doch die Summe (6000 Euro), die man überhaupt steuerlich geltend machen kann. Ich habe gelesen, dass man nur 2800 Euro absetzen kann und zusätzlich dann auch private Rentenversicherungsbeiträge oder andere Vorsorge nicht mehr …

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und beziehen sowohl geschäftliche als auch private Ausgaben in die Kalkulation ein

Darüber hinaus stellen wir Ihnen auf unserer Website umfassende Informationen und zahlreiche Versicherungspolicen zur Verfügung, die für Ihr Unternehmen wichtig sind

Was Sie als Selbstständiger außerdem wissen sollten, finden Sie in aktuellen Artikeln von A wie Altersvorsorge bis Z wie Zielsetzung

Wir möchten, dass Sie für alle Eventualitäten gerüstet sind und wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern auf unserem Portal und viel Erfolg mit Ihrem Unternehmen!

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 Update Krankenversicherungsbeiträge von Kindern sind steuerlich absetzbar
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Flexi-Rente 2022: Neues Hinzuverdienstmodell für die Rente … Update

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales … dass Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung in bestimmten Grenzen steuerlich absetzbar sind. Abhängig von Ihrer finanziellen Situation können Sie also vielleicht einen Teil der gezahlten Beiträge von der Steuer erstattet bekommen. … was unsere 4 Kinder gekostet haben, könnte ich …

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Zum Jahreswechsel 2022 erreichten uns viele Anfragen zur Flexi-Rente und allgemeine Fragen zu den neuen Zuverdienstmodellen der Deutschen Rentenversicherung

Grund genug, den Vorsorgeexperten Peter Knöppel noch einmal zu Wort kommen zu lassen: Was ist die Flexi-Rente? Welchen Einfluss hat es auf die Berechnung der Rente? Wer profitiert davon?

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat vor Monaten einen Referentenentwurf zur Einführung eines flexiblen Übergangs in den Ruhestand nach Vorgaben der Großen Koalition erarbeitet

Inzwischen haben Bundestag und Bundesrat den konkreten Gesetzentwurf mit dem sperrigen Namen Entwurf eines Gesetzes zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung der Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben (Flexi-Rente-Gesetz) erfolgreich verabschiedet

2017 in Kraft getreten

Es gelten nun deutlich höhere Zuverdienstgrenzen bei frei wählbarer Höhe der vorgezogenen Rente

Auch für die neue flexible Rente gilt die bekannte Zuverdienstgrenze von 6.300 € (14x 450 €) pro Jahr

Lediglich die Nebeneinnahmen werden „flexibel“ gemacht

Kürzungen der Renten auf ein Drittel, die Hälfte oder zwei Drittel wird es dann nicht mehr geben

Die Höhe der Rente wird laufend geregelt

40 Prozent des Zuverdienstes werden auf die anhand von Rentenpunkten berechnete Rente angerechnet

Verdienen Sie beispielsweise 100 Euro mehr, werden im Folgejahr 40 Euro von Ihrer Rente abgezogen

Die Flexi-Rente in zwei Sätzen Die Regierung will den Anreiz zur Erwerbstätigkeit nach Vollendung des 67

Lebensjahres durch höhere Rentenansprüche erhöhen

Zudem dürfen Beschäftigte zwischen 63 und 67 Jahren mit der Flexi-Rente mehr verdienen, wenn sie sich für das (bisher kaum genutzte) Teilrentenmodell entscheiden

Achtung: Obergrenze für die Flexi-Rente

Die 40 %-Regelung gilt nur bis zu einer Obergrenze in Höhe des bisherigen Bruttoeinkommens aus selbstständiger und unselbstständiger Arbeit

Es wird der höchste Wert der letzten 15 Jahre verwendet

Erzielt unser Anton A

also zusätzlich zur Teilrente mehr als 50.000 Euro Bruttojahreseinkommen, wird dieser Betrag voll auf seine Rente angerechnet und es erfolgt keine Rentenzahlung

Das nächste Problem ist, und das wird oft verschwiegen, dass der vorzeitige Renteneintritt auch Nachteile für A

haben kann, weil er auf die hier ermittelten Entgeltpunkte einen rentenrechtlichen Abzug erhalten kann, der ihm für a gutgeschrieben wird später volle Rente

Beispiel einer möglichen flexiblen Rente:

Anton A., 63 Jahre, mit einem Jahresbruttogehalt von 50.000 Euro in den letzten 15 Jahren, möchte Teilzeit weiter arbeiten und gleichzeitig eine Teilrente beanspruchen

Er bekäme nur ein Jahresgehalt von 25.000,00 € – 2.100 € brutto im Monat

Er geht vorzeitig in Rente

Vom Jahresverdienst von 25.000 € wird der Freibetrag von 6.300 € (Zuverdienst pro Monat 450 €, maximal in zwei Monaten auch 900 €) abgezogen (25.000 € – 6.300 € = 18.700 €)

Für die Witwenrente sollen nach der Neuregelung nun 40 % von 18.700 Euro verwendet werden, ähnlich wie bei der Einkommensberechnung

Daraus ergibt sich ein Betrag von 7.480 €

In unserem Beispiel hat der 63-jährige A

bisher einen Rentenanspruch von 1.500 € monatlich (18.000 € jährlich) erworben

Von den 18.000 Euro werden nun 7.480 Euro abgezogen

Daraus ergibt sich ein Betrag von 10.520 €

Der Mann kann beispielsweise eine monatliche Rente von 750 Euro (9.000 Euro pro Jahr) beanspruchen

Zusammen mit dem monatlichen Arbeitseinkommen von ca

2.100 € und der Teilrente von 750 € ergibt sich in unserem Beispiel ein monatliches Gesamteinkommen von 2.850 €

Nach derzeitiger Rechtslage wären diese Gesamteinnahmen deutlich geringer

Noch ein Rechenbeispiel für die Flexi-Rente:

Herr A

verdient nach seiner Pensionierung weitere 18.000 Euro und liegt damit deutlich über der Bemessungsgrenze von 6.300 Euro

Alles darüber hinaus, in diesem Fall 11.700 Euro (975 Euro pro Monat), wird auf die Rente angerechnet

40 Prozent davon werden von der gesetzlichen Rente abgezogen

Die monatliche Rente von 1.282,71 Euro reduziert sich also um einen Betrag von 390 Euro (975 Euro x 0,4) und beträgt dann 892,71 Euro

Durch die Nebeneinkünfte bleiben aber insgesamt 1.867,71 Euro (892,71 Euro + 975 Euro) pro Monat übrig

Weitere Rechenbeispiele finden Sie in unseren Rechenbeispielen zur Rente

10 Fragen und Antworten zur Flexi-Rente Ein „Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Berufsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Arbeitsleben“ – die formulierte Form der „Flexi-Rente“ klingt auf den ersten Blick kompliziert und lässt viele zurück Fragezeichen in den Köpfen vieler, die kurz vor Erreichen des gesetzlichen Rentenalters stehen

Wir haben die 10 wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst

Was genau ist die Flexi-Rente? Dieses Gesetz soll Arbeitnehmer ermutigen, über das Rentenalter hinaus weiterzuarbeiten, um ihre Rente aufzustocken

Zudem können Arbeitnehmer zwischen 63 und 67 Jahren noch Geld verdienen, wenn sie sich für das Teilrentenmodell entscheiden

Seit wann gibt es die Flexi-Rente? Die Flexi-Rente ist aus einem Gesetzentwurf der Großen Koalition hervorgegangen und wurde von Bundestag und Bundesrat verabschiedet

Nachdem bereits Anfang 2017 Rentenverbesserungsregelungen in Kraft getreten waren, folgte am 1

Juli 2017 die stufenlose Teilrente mit ihren neuen Zuverdienstgrenzen – kurz: die Flexi-Rente

Wie viel darf man dazu verdienen? ?

Bisher durften Rentner bis zu 450 Euro im Monat verdienen

Wer mehr verdiente, wurde auf eine individuell auf sein Gehalt abgestimmte Teilrente herabgestuft

Die neu eingeführte „Flexi-Rente“ soll diese Regelungen vereinfachen und Festbeträge abschaffen

Stattdessen gilt nun eine Verdienstgrenze von 6.300 Euro pro Jahr, die nicht auf monatliche Beträge begrenzt ist – wird diese Summe überschritten, werden 40 Prozent des Betrags von der Rente abgezogen

Welche Probleme ergeben sich aus der Obergrenze der Flexi-Rente? Die 40-Prozent-Regelung gilt nur bis zu dem Betrag, den Sie durch Ihr bisheriges Bruttoeinkommen verdient haben

Rentner, die mit ihrer Teilrente und dem Zuverdienst mehr verdienen als früher mit ihrem Bruttoeinkommen, müssen sich den Betrag voll auf ihre Rente anrechnen lassen

Als Vergleichssumme wird der Bruttowert der letzten 15 Jahre herangezogen

Wer zusätzlich zur Teilrente mehr verdient, als er in den letzten Jahren brutto bezogen hat, bekommt diese Summe also voll auf seine Rente angerechnet – und die Rentenzahlung entfällt

Diese rentenrechtlichen Abzüge können später auch mit der Vollrente verrechnet werden, sodass sich die Flexi-Rente nur bedingt für Berufstätige eignet, die neben der Teilrente hohe Gehaltseinkommen verbuchen können

Wie können Rentenabzüge ausgeglichen werden? Zuvor erhielten Arbeitnehmer, die sich entschieden, vor Erreichen des Rentenalters in den Ruhestand zu treten, Abzüge von ihrem Rentenanspruch – etwa 0,3 Prozent für jeden Monat, der vorzeitig in den Ruhestand ging

Wer diese Abzüge ausgleichen wollte, konnte bisher ab 55 Jahren höhere Einzahlungen leisten, um im Alter keine Nachteile zu haben

Allerdings ist es nun möglich, ab dem 50

Lebensjahr Ausgleichszahlungen zu leisten

So haben Sie mehr Zeit, die Rentenabzüge wieder aufzustocken

Können Sie Ihre Rentenansprüche erhöhen, indem Sie länger arbeiten?

Bisher konnten Beschäftigte, die über das Rentenalter hinaus gearbeitet und noch keine Rente bezogen haben, ihre Rentenansprüche monatlich um 0,5 Prozent erhöhen

Außerdem mussten keine Sozialversicherungsbeiträge mehr gezahlt werden

Wer während des Bezuges einer Teilrente gearbeitet hat, konnte die Höhe der Rente allerdings nicht mehr mit dem erzielten Einkommen aufstocken – genau das ist nun mit der Flexi-Rente möglich

Wer im Alter freiwillig Beiträge zahlen möchte, kann jetzt seine Rentenansprüche erhöhen

Wie realistisch ist es, als Rentner einen Nebenjob zu finden? Viele ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben es bisher schwer, einen attraktiven Job zu finden, der auch im Alter ausgeübt werden kann

Um Abhilfe zu schaffen, hat die Regierung beschlossen, dass Arbeitgeberbeiträge zur Arbeitslosenversicherung für Rentner künftig nicht mehr abgeführt werden müssen

Dies sollte es für Arbeitgeber attraktiver machen, ältere Arbeitnehmer einzustellen

Profitieren alle Rentner von der neuen Flexi-Rente? Die Flexi-Rente bringt Vorteile für alle, die bis ins hohe Alter einen gut bezahlten Job haben und ihre Rentenansprüche aufstocken wollen

Zudem können sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber besser für die Zukunft planen und die Alterspyramide verändern

Dennoch hat die Flexi-Rente nicht für alle Vorteile: Menschen, die wegen körperlicher oder psychischer Beschwerden frühzeitig eine Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen mussten, können nicht von der neuen Rentenreform profitieren

Im Gegenteil, diejenigen, die einen reibungslosen Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand schaffen und nicht über Nacht in den vollen Ruhestand gehen wollen, werden besonders gefördert

Gibt es gesundheitsfördernde Maßnahmen, um von der Flexi-Rente profitieren zu können? Damit Arbeitnehmer die Flexi-Rente überhaupt in Anspruch nehmen können, muss ihre Gesundheit ihren Beitrag leisten

Demnach wird Arbeitnehmern durch die Neuregelung ab dem 45

Lebensjahr nun ein individueller und arbeitsbezogener Gesundheitscheck angeboten, um gesundheitliche Probleme frühzeitig erkennen und behandeln zu können

Gibt es Beispiele, an denen Sie nachvollziehen können, ob sich die Flexi-Rente für Sie lohnt? Arbeitnehmer, die sich vor dem Rentenalter nicht sicher sind, ob sie von der Flexi-Rente profitieren würden, können anhand von Beispielrechnungen sehen, welcher Zuverdienst nach der Bemessungsgrenze übrig bleibt

An anderer Stelle haben wir einige Berechnungsbeispiele für Renten zusammengefasst, die Aufschluss über die Leistungen der Flexi-Rente geben können

Perspektiven der Flexi-Rente

Insgesamt kommt die flexible Einkommensberechnung für Altersrenten aber den Regeln für die Einkommensberechnung von Witwenrenten sehr nahe

Dabei darf nicht vergessen werden, dass Einkünfte aus Arbeit und Rente weiterhin nach geltendem Recht besteuert werden müssen

Die Flexi-Rente könnte ein großer Schritt in Richtung zukunftsorientiertes Arbeiten im Alter sein

Denn damit können Unternehmen und ihre Mitarbeiter besser planen und das Wissen und die Erfahrung über viele Jahre weitergeben und so der Alterspyramide entgegenwirken

Auch die Sozialversicherungssysteme könnten dadurch entlastet werden

Laut dem Sozialverband VdK-Präsident Mascher profitieren die wirklich Bedürftigen nicht, was NachDenkseiten.de wie folgt zitiert: Wer gut bezahlte Jobs bis ins hohe Alter ausüben kann, wird mit der flexiblen Rente begünstigt, wer beispielsweise wegen körperlicher oder geistiger Abnutzung eine Invalidenrente in Anspruch nehmen muss, bleibt im Regen stehen

Unser ausführliches Interview mit Ulrike Mascher finden Sie hier

Dirk Neumann von der IG Metall kommentiert die Flexi-Rente in unserem Interview wie folgt:

Das Problem bei der Flexi-Rente ist aus meiner Sicht, dass sie nur wenige Verbesserungen für diejenigen bringt, die künftig nicht mehr vor dem Regelrentenalter von 67 Jahren arbeiten können

Allenfalls ein Bruchteil wird von einer flexiblen Teilrente und höheren Zusatzverdienstmöglichkeiten profitieren können

Daher wäre es wichtig, ein Regelrentenalter zu haben, das während der Erwerbstätigkeit realistisch erreicht werden kann

Frage zur Flexi-Rente: Die Flexi-Rente soll vor allem den gleitenden Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand besser fördern

Neben der Altersteilzeit im Blockmodell brauchen wir ein Instrument für Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit am Ende ihres Berufslebens schrittweise reduzieren und nicht von heute auf morgen aufhören wollen zu arbeiten

Aber Sie haben vollkommen recht, dass die Flexi-Rente kein Allheilmittel ist

Videoaufzeichnung der Bundestagsdebatte zur Flexi-Rente

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube

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Neuer Flexi-Vorsorgeratgeber veröffentlicht

An dieser Stelle möchten wir auf den neuen, umfassenden Ratgeber Flexi-Rente des Autors Peter Knöppel verweisen

Rechtsanwalt und Rentenberater Peter Knöppel erklärt auf über 40 Seiten die Flexi-Rente verständlich und detailliert, gibt Tipps und Rechenbeispiele für die praktische Anwendung und Berechnung für die eigene Rente

Hier können Sie den Ratgeber erwerben

Über den Autor und Rentenexperten Peter Knöppel

Peter Knöppel hat sich mit der Kanzlei Knöppel und Rentenberatung auf das Sozial- und Rentenrecht spezialisiert

Mit einem Team aus Fachanwälten für Sozialrecht und gerichtlich zugelassenen Rentenberatern bietet die Kanzlei Beratung und Vertretung in allen Fragen des Sozial- und Rentenrechts

Darüber hinaus werden auch erb- und familienrechtliche Fragestellungen behandelt

Geiststraße 11

06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345/ 6782374

www.anwaltsofort-halle.de

www.rentenbescheid24.de

Und was halten Sie von der neuen Flexi-Rente? Was ist Ihre Erfahrung? Beteiligen Sie sich an der Diskussion in unseren Leserkommentaren (unten)! Bildquellen: Janina Dierks, Cevahir & Jan Becke – Fotolia

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Private Krankenversicherung (PKV) – Krankenkassen-Zentrale Aktualisiert

Die Beiträge für die Basisabsicherung der PKV sind als Sonderausgaben bei der Steuererklärung absetzbar. Die Versicherung teilt den Versicherten den gezahlten Betrag der Basisabsicherung jährlich mit. Zusätzlich zu den eigenen Kosten, können auch die Beiträge der Familienmitglieder und die Pflegeversicherungsbeiträge abgesetzt werden.

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Die Höhe der Beiträge in der privaten Krankenversicherung richtet sich nicht nur nach den Leistungen, sondern auch nach dem Alter

Je nach Anbieter und Tarif kann die Arbeitnehmerbeteiligung für einen 30-jährigen privat versicherten Arbeitnehmer zwischen knapp 150 und rund 350 EUR liegen

Bei einem älteren Arbeitnehmer über 50 Jahren fällt der Eigenanteil an den Kosten der privaten Krankenversicherung deutlich höher aus

In diesem Alter ist eine Preisspanne zwischen knapp 300 bis rund 650 EUR oder sogar mehr möglich.* *Die Preisbeispiele sind Anfragen der Versicherer für gesunde Musterkunden im angegebenen Alter ohne Vorerkrankungen

Bei einzelnen privaten Krankenversicherern kann der Preis hiervon abweichen

Angefragt waren: Allianz, Axa, Barmenia, Debeka, DKV, Central und Signal Iduna

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Rund ums Geld – Studierendenforum – Studis Online New Update

24/03/2022 · Für volljährige Kinder besteht vor allem dann ein Anspruch auf Kindergeld, wenn sie studieren oder sich in Ausbildung befinden. Kindergeld wird an die Eltern ausgezahlt, eine Abzweigung direkt an die Studentin oder den Studenten ist in Ausnahmefällen möglich.

+ hier mehr lesen

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Studienfinanzierung ohne BAföG

Mittlerweile bekommen fast nur noch 10 % der Studierenden BAföG, wobei manche auch fälschlicherweise davon ausgehen, dass sie nichts bekommen können

Daher sollte man sich im ersten Schritt immer vergewissern, dass BAföG wirklich nicht möglich ist

Wir erklären Ihnen, wie Sie dies überprüfen können und welche anderen Geldquellen Ihnen dann in welcher Situation offen stehen.

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Vorsorgeaufwendungen/Altersvorsorgeaufwendungen … New Update

30/03/2022 · Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für mitversicherte Angehörige (z.B. den Ehegatten, den eingetragenen Lebenspartner oder Kinder) kann der Stpfl. daher als eigene Beiträge nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG geltend machen.

+ ausführliche Artikel hier sehen

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Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeine Übersicht

2 Zufluss- und Abflussprinzip

3 Altersvorsorge

3.1 Übersicht

3.2 Beiträge zugunsten der gesetzlichen Rentenversicherung

3.2.1 Träger der gesetzlichen Rentenversicherung

3.2.2 Arten von Beiträgen

3.2.3 Berücksichtigung von Arbeitgeberbeiträgen

3.2.3.1 Aktive Mitarbeiter

3.2.3.2 Fortgesetzte Rentner

3.2.3.3 geringfügige Beschäftigung

3.3 Beiträge an landwirtschaftliche Pensionskassen

3.4 Beiträge zugunsten berufsständischer Versorgungseinrichtungen

3.5 Beiträge zugunsten einer Rentenversicherung

3.5.1 Allgemeiner Überblick

3.5.2 Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenschutz

3.5.2.1 Regelung bis 31.12.2013

3.5.2.2 Regelung ab 01.01.2014

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3.5.3 Beiträge im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung

3.5.4 Zertifizierungsprozess

4 Sonstige Vorsorgeaufwendungen

4.1 Grundlagen

4.2 Zahlungen zugunsten und durch Dritte

4.3 Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

3 Buchstaben a und b EStG

4.3.1 Grundlagen

4.3.2 Prämienrückerstattung

4.3.3 GKV-Versicherte

4.3.4 PKV-Versicherte

4.3.4.1 Grundlegende Informationen zum Grundschutz

4.3.4.2 Anwartschaftsversicherung

4.3.5 Eigene Beiträge eines Kindes

4.3.6 Steuerbeiträge für den geschiedenen oder dauerhaft getrennt lebenden Ehegatten

4.3.7 Beitragszahlungen für künftige Bemessungszeiträume

4.4 Sonstige Aufwendungen für Altersversorgung im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

3a EStG

4.4.1 Allgemeiner Überblick

4.4.2 Lebensversicherungsbeiträge

4.4.3 Beiträge zur Unfall- und Haftpflichtversicherung

5 Gemeinsame Voraussetzung für die Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen

6 Globalbeiträge an ausländische Sozialversicherungsträger

7 Prämienrückerstattung

8 Höchstbetragsberechnungen

8.1 Allgemeiner Überblick

8.2 Berechnung des Höchstbetrags für die Altersversorgung

8.2.1 Allgemeine Übersicht

8.2.2 Herabsetzung des Höchstbetrags nach § 10 Absatz 3 Satz 3 EStG

8.2.2.1 Allgemeine Übersicht

8.2.2.2 Personenkreis nach § 10 Abs

3 Satz 3 Nr

1 WpHG 1 Buchstabe a des Einkommensteuergesetzes

8.2.2.3 Personenkreis des § 10 Abs

3 Satz 3 Nr

1 1 Buchstabe b EStG

8.2.2.4 Personenkreis nach § 10 Abs

3 Satz 3 Nr

1 2 EStG

8.2.3 Übersicht der sozialversicherungsrechtlichen Berechnungsgrößen

8.2.4 Berechnung des Höchstbetrags

8.3 Höchstbetragsberechnung für sonstige Vorsorgeaufwendungen

8.3.1 Abzugsbetrag für Einzelveranlagungen im Sinne des § 25 EStG

8.3.2 Abzugsbetrag bei gemeinsamer Veranlagung nach § 26b EStG

8.3.3 Abzugsbetrag bei Einzelveranlagung nach § 26a EStG

8.3.4 Verfahren

8.3.5 Verfassungsmäßigkeit des begrenzten Selbstbehalts von sonstigen Altersversorgungskosten

9 Günstige Prüfung

10 Referenzen

11 verwandte Lexikonartikel

Die Aufwendungen für Altersversorgung im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

2, 3 und 3a EStG sind als → Sonderausgaben abzugsfähig

H 10.5 EStH enthält eine Aufstellung der abzugsfähigen Versorgungsaufwendungen

Die Pensionsaufwendungen werden unterteilt in

Steuern sparen Steuerspartipps, wichtige Fristen und Termine – alles auf einen Blick

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Altersvorsorgeaufwand nach § 10 Abs

1 Nr

2 Buchst

a und b EStG und

andere Versorgungsaufwendungen gemäß § 10 Abs

1 Nr

1 3 Buchstaben a und b und Nr

3a EStG.

Durch das Gesetz zur besseren steuerlichen Berücksichtigung von Versorgungsaufwendungen (Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung) vom 16.7.2009 (BGBl

I 2009, 1959) – im Folgenden Bürgerentlastungsgesetz genannt – sind die sonstigen Versorgungsaufwendungen ab 2010 zur unterteilung in grundversorgungsaufwendungen für kranken- und pflegeversicherung iSd § 10 abs

1 nr

weitere Versicherungsbeiträge im Sinne des § 10 Abs

§ 1 Nr

3a EStG

Das BMF hat mit Schreiben vom 24.05.2017 (BStBl I 2017, 820) eine ausführliche Stellungnahme zur ertragsteuerlichen Behandlung von Versorgungsaufwendungen und Altersversorgungsleistungen erlassen (siehe auch Anmerkung vom 25.07.2017, LEXinform 0948903)

Das BMF-Schreiben vom 24.05.2017 (BStBl I 2017, 820) wurde durch ergänzt bzw

geändert

Bundesministerium der Finanzen vom 6

November 2017 (Bundessteuerblatt I 2017, 1455)

Gemäß Abs

57 wird Randnr

57a eingefügt.

Im Rahmen des Sonderausgabenabzugs sind regelmäßig wiederkehrende Ausgaben (z

B

Versicherungsbeiträge) grundsätzlich in dem Kalenderjahr zu berücksichtigen, in dem sie entstanden sind (allgemeines Abflussprinzip des § 11 Abs

2 Satz 1 EStG; → Zufluss-/Abflussprinzip)

)

Eine Ausnahme von diesem Grundsatz normiert § 11 Abs

2 Satz 2 EStG

Danach sind regelmäßig wiederkehrende Ausgaben, die kurzfristig (in der Regel innerhalb eines Zeitraums von 10 Tagen) vor oder nach Ablauf des Kalenderjahres gezahlt werden, abweichend vom Jahr des tatsächlichen Abflusses dem Jahr der wirtschaftlichen Zugehörigkeit zuzuordnen , wenn die Aufwendungen kurz vor dem Jahreswechsel anfallen oder nach dem Jahreswechsel fällig werden (vgl

H 11 [Kurzarbeit] EStH)

Zur Problematik der Fälligkeit innerhalb der kurzen Frist siehe die Erläuterungen unter → Zufluss-/Abflussprinzip; Bundesministerium der Finanzen vom 24

Mai 2017 (BStBl

I 2017, 820, Rz

195 bis 198; siehe auch Rz

153 ff.)

Beispiel 1:

Der am 1.1.18 fällige Beitrag für den Monat 17

Dezember wird am 1.10.18 gezahlt

Lösung 1:

Grundsätzlich müsste der Beitrag im Kalenderjahr 18 festgesetzt werden (Zahlung im Jahr 18)

Da die laufenden Beitragszahlungen jedoch regelmäßig wiederkehrend sind und die hier aufgeführte Zahlung innerhalb des Zeitraums vom 22.12

bis 10.01

fällig und gezahlt wurde, ist sie abweichend vom Jahr der Zahlung (Jahr 18) dem Jahr der wirtschaftlichen Zugehörigkeit, Kalenderjahr 17, zuzuordnen

Beispiel 2:

Der am 15.01.18 fällige Beitrag für den Monat 17

Dezember wird am 05.01.18 gezahlt

Lösung 2:

Da die Fälligkeit des Dezemberbeitrags außerhalb der sogenannten „Zehntagesfrist“ liegt, wird die Zahlung ab dem 01.05.18 steuerlich dem Jahr 18 zugeordnet

Notiz:

Gemäß Urteil des FG Köln vom 24.09.2015 (15 K 3676/13, EFG 2016, 230, LEXinform 5018581, Berufung eingelegt, Az

BFH: VI R 58/15, LEXinform 0950665) zur Anwendung des § 11 Abs

1 Satz 2 EStG ist eine Fälligkeit innerhalb von 10 Tagen vor Ablauf des Kalenderjahres nicht erforderlich

In der Beschwerdeentscheidung vom 24.08.2017 (VI R 58/16, BFH/NV 2018, 98, LEXinform 0950665) musste der BFH über diese Frage jedoch nicht entscheiden

Das FG hat verkannt, dass § 11 Abs

1 Satz 2 EStG auf den Zufluss anderer Vergütungen als Arbeitslohn keine Anwendung findet

Altersvorsorge kann durch Grundvorsorge, Zusatzvorsorge und Kapitalanlagen erfolgen

Der Steuervorteil hängt von der gewählten Anlageform ab

In vielen Fällen findet eine Nachversteuerung statt

Während der Erwerbsphase besteht eine Steuerbefreiung; in der Auszahlungsphase sind die Altersleistungen voll steuerpflichtig (§ 22 Nr

5 EStG; → Besteuerung von Versorgungsleistungen)

Zur steuerlichen Förderung der privaten und betrieblichen Altersvorsorge siehe die ausführlichen Regelungen im BMF-Schreiben vom 24.7.2013 ( BStBl I 2013 , 1022)

Aufgrund der Änderungen durch das Altersvorsorgeverbesserungsgesetz wurde das BMF-Schreiben vom 24

Juli 2013 (BStBl I 2013, 1022) durch das BMF-Schreiben vom 13

Januar 2014 (BStBl I 2014, 97) an zahlreichen Stellen ergänzt

Mit BMF-Beschluss vom 21.12.2017 (BStBl

I 2018, 93), Teile A (Private Altersvorsorge), C (Besonderheiten des Rentenausgleichs) und D (Anwendungsregeln) des BMF-Beschlusses vom 24.07 , 2013 (BStBl

I 2013, 1022) und das BMF-Schreiben vom 13

Januar 2014 (BStBl I 2014, 97) aufgehoben

Der bisherige Teil B (Betriebliche Altersversorgung) des BMF-Schreibens vom 24.7.2013 (BStBl I 2013, 1022) wird durch das BMF-Schreiben vom 6.12.2017 (BStBl I 2018, 147) zum 31.12.2017 aufgehoben

Die Altersvorsorge ruht auf drei Säulen: Altersvorsorge Grundvorsorge Zusatzvorsorge Kapitalanlageprodukte § 10 Abs

1 Nr

1 2 Buchstabe a EStG: Gesetzliche Rentenversicherung

professionelle Betreuung

Versorgung der landwirtschaftlichen Alterskasse; § 10 Abs

1 Nr

1 WpHG 2 Buchstabe b EStG: Kapitalgedeckte Rentenversicherung

Betriebliche Altersversorgung (BMF vom 06.12.2017, Bundessteuerblatt I 2018, 147): Direktzusage

Vorsorgefonds,

Pensionsfonds,

Pensionsfonds,

Direktversicherung; Private Altersvorsorge (§ 10a EStG; Bundesministerium der Finanzen vom 21.12.2017, BStBl I 2018, 93): Riester-Rente

Anteile,

Sparverträge,

Anlageanteile,

Kapitallebensversicherung,

Rentenversicherung mit Kapitaloption

Nachversteuerung: Die Freistellung während der Erwerbsphase erfolgt im Rahmen des Sonderausgabenabzugs

In der Auszahlungsphase sind die Altersleistungen voll steuerpflichtig (→ Renten, → Rentenbesteuerung)

Auch im Bereich der kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung findet eine Nachversteuerung statt

In der Ansparphase sind die Beiträge nach § 3 Nr

63 EStG steuerfrei

Die Steuerbefreiung der Rentenbeiträge für die Riester-Rente erfolgt in der Ansparphase durch die Anrechnung bzw

den Sonderausgabenabzug (→ Steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge)

Ab dem 1

Januar 2005 entfällt der Sonderausgabenabzug bei Kapitallebensversicherungen und Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht sowie die Einkommensteuerfreistellung (→ Ablaufleistung aus Versicherungen)

Einkünfte aus nach dem 31.12.2004 abgeschlossenen Verträgen mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Jahren und Auszahlung nach Vollendung des 62

Lebensjahres werden nur zu 50 % besteuert (§ 20 Abs

1 Nr

6 iVm § 52 Abs

28 Satz 7 EStG)

; Bundesministerium der Finanzen vom 1

Oktober 2009, BStBl I 2009, 1172)

Für Altverträge gelten weiterhin der Sonderausgabenabzug und die volle Einkommensteuerfreistellung (→ Lebensversicherung)

Steuerbefreiung von Arbeitgeberbeiträgen nach § 3 Nr

62 EStG

Steuerbefreiung für Arbeitgeberbeiträge nach § 3 Nr

56 bzw

Nr

63 EStG (→ Besteuerung von Versorgungsleistungen)

Abb.: Die drei Säulen der Altersvorsorge

Die Besteuerung von Versorgungsleistungen ist abhängig von der Arbeitgeberbeitragsfreistellung nach § 3 Nr

56, 62 und 63 EStG

Siehe → Besteuerung von Versorgungsleistungen

Altersvorsorgeaufwand im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

2 Buchst

a und b EStG (Grundversorgung) sind folgende Aufwendungen:

Beiträge zu den Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung einschließlich der Künstlersozialkasse (BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rz

1 bis 4); Beiträge zu den landwirtschaftlichen Alterskassen (BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

6 und 7) und

Beiträge zur berufsständischen Altersversorgung (BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

8 und 9);

Beiträge der Steuer zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersvorsorge (»Rürup-Rente«), wenn der Vertrag nur die Zahlung einer monatlichen Zahlung auf Lebenszeit des Steuerpflichtigen vorsieht

lebenslange Rente nicht vor Vollendung des 62

Lebensjahres (bei Verträgen, die vor dem 1

Januar 2012 abgeschlossen wurden, ist grundsätzlich das 60

Lebensjahr maßgeblich) oder die ergänzende Absicherung bei Eintritt der Berufsunfähigkeit (Berufsunfähigkeitsrente), Erwerbsminderung ( Erwerbsminderungsrente) oder für Hinterbliebene (Hinterbliebenenrente) (BMF vom 24.05.2017, Bundessteuerblatt I 2017, 820, Rz 20 ff.)

Die genannten Forderungen dürfen nicht vererbbar, nicht übertragbar, nicht belastbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein und es darf auch kein Anspruch auf Zahlungen bestehen (§ 10 Abs

1 Nr

2 Buchstabe b EStG und BMF vom 24.5.2017)

, BStBl I 2017, 820, Rn

10 ff.)

Das Altersvorsorge-Aufbesserungsgesetz (AltvVerbG) vom 24

Juni 2013 (BGBl

I 2013, 1667, Bundessteuerblatt I 2013, 790) hat in § 10 Abs

1 lit

1 Nr

2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe

bb EStG ab Veranlagungszeitraum 2014 den Schutz vor Eintritt der Berufsunfähigkeit oder Erwerbsminderung neu geregelt (siehe unten)

Die Änderungen durch das AltvVerbG sind im BMF-Schreiben vom 24.05.2017 (BStBl I 2017, 820) ab Rz

45 ff.

Zum Nachweis der Beiträge siehe BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

2.

Gemäß § 41b Abs

1 Nr

11 EStG sind die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen nach dem ArbG und ArbN-Anteil in der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung gesondert zu bescheinigen (siehe BMF vom 09.09.2019, BStBl I 2019, 911 und das Muster der die elektronische Lohnsteuerbescheinigung 2021 im BMF-Schreiben vom 09.09.2020, BStBl I 2020, 926)

Als Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind Beiträge zu folgenden Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung zu berücksichtigen:

Deutsche Rentenversicherung Bund,

Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

Deutsche Rentenversicherung Gebietsträger

Im Jahr der Zahlung (Abflussprinzip des § 11 Abs

2 EStG) sind unter anderem folgende Beiträge zu berücksichtigen (BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rand Nr

2):

Pflichtbeiträge wegen unselbständiger Erwerbstätigkeit

Pflichtbeiträge aufgrund einer selbstständigen Erwerbstätigkeit;

freiwillige Beiträge;

Nachzahlungen von freiwilligen Beiträgen;

freiwillige Beitragszahlungen zum Ausgleich einer Rentenminderung (bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Altersrente); freiwillige Beitragszahlungen zum Auffüllen von durch den Versorgungsausgleich gekürzten Versorgungsansprüchen (§ 187 SGB VI; → Scheidung);

Abwicklung von Ansprüchen auf Betriebsrenten (§ 187b SGB VI)

Bei der Berechnung der zu berücksichtigenden Versorgungsaufwendungen sind der steuerfreie ArbG-Anteil der gesetzlichen Rentenversicherung nach § 3 Nr

62 EStG und ein gleichwertiger steuerfreier Zuschuss aus dem ArbG einzubeziehen (§ 10 Abs

1 Nr

2 Satz 6 EStG)

Der sich aus ArbG- und ArbN-Anteil ergebende Betrag wird dann mit dem in der Übergangsphase geltenden Prozentsatz angesetzt (§ 10 Abs

3 Satz 4 und 6 EStG – im Kalenderjahr 2013: 76 %, im Kalenderjahr 2019: 88 %, im KJ 2021: 92 % -); der steuerfreie ArbG-Anteil wird dann von der gesetzlichen Rentenversicherung abgezogen (§ 10 Abs

3 Satz 5 EStG)

33, DStR 2008, 2420, LEXinform 5231784) kommentiert die Behandlung der ArbG-Anteile für die gesetzliche Rentenversicherung im Sinne des § 10 Abs

3 Satz 5 i

V

m

§ 3 Nr

62 EStG für Rentner, die weiter erwerbstätig sind

In diesen Fällen hat das ArbG einen Rentenversicherungsbeitrag nach § 172 Abs

1 Nr

3 SGB VI

Für nicht versicherungspflichtig beschäftigte Rentner hat das ArbG die Hälfte des Beitrags zu tragen, der zu entrichten wäre, wenn die Arbeitnehmer versicherungspflichtig wären

§ 3 Nr

62 EStG, da der Beitrag nicht zur Zukunftssicherung der ArbN geleistet wird (vgl

BMF vom 09.09.2019, BStBl I 2019, 911, Tz

13a)

Der BFH hat mit Urteil vom 14.12.2005 (XI R 25/04, BFH/NV 2006, 1073) anerkannt, dass der Vorsteuerabzug nicht zu kürzen ist, wenn das ArbG für die Stpfl

Obwohl Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden, zahlt die Stpfl

erwirbt hieraus jedoch keine Ansprüche

Der betreffende Beitrag ist für die ArbN – auch wenn § 3 Nr

62 EStG nicht anwendbar ist – kein steuerpflichtiges Gehalt, da er der ArbN nicht zufließt

Aus dieser Einstufung des Beitrags des ArbG nach § 172 Abs

1 Nr

3 SGB VI folgt daraus, dass dieser nach § 10 Abs

1 nicht hinzuzurechnen ist

1 Nr

2 Satz 6 EStG noch gemäß § 10 Abs

3 Satz 5 EStG gemäß § 10 Abs

§ 3 Satz 4 EStG mindert den Versorgungsaufwand

Hinweis:

Mit dem Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung der Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben (Flexibles Rentengesetz) vom 08.12.2016 (BGBl

I 2016, 2838) wird die Versicherungsfreiheit in § 5 Abs

4 SGB VI ab 01.01.2017 von Rentnern neu geregelt

Bisher war die Versicherung nur bei Bezug einer Teilrente obligatorisch

Aufgrund der Änderung des § 5 Abs

4 Nr

1 SGB VI sind künftig auch Bezieher einer vorgezogenen Vollrente versicherungspflichtig

Die Versicherungsfreiheit tritt also nur ein, wenn nach Erreichen der Regelaltersgrenze eine volle Altersrente bezogen wird

Mit der Hinzufügung von § 5 Abs

4 Nr

1 Satz 2 SGB VI n

F

werden diejenigen Arbeitnehmer, für die das ArbG nach § 172 Abs

1 Nr

3 SGB VI bislang einen Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet hat – was der Fall ist nicht zu einer Leistungssteigerung führen, ist die Möglichkeit zu geben, auf die Versicherungsfreiheit zu verzichten

Auch in diesem Fall führen die künftig vom Arbeitnehmer zu leistenden Beiträge und das ArbG zu entsprechenden Leistungsansprüchen, bei Beziehern einer Vollrente aus der Rentenversicherung insbesondere zu einer Erhöhung der bisherigen Rente

Der Verzicht gilt nur für die mit dem jeweiligen Beschäftigungsverhältnis verbundene Versicherungsfreiheit und ist für die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses bindend

Da die Briefmarke in diesen Fällen Ansprüche erwirbt, sind die ArbG- und ArbN-Anteile als Versicherungsbeiträge anzuerkennen (§ 10 Abs

1 Nr

2 Satz 6 EStG)

Anschließend wird der ArbG-Anteil wieder abgezogen (§ 10 Abs

3 Satz 5 EStG)

Das JStG 2008 vom 20.12.2007 (BGBl I 2007, 3150) vom 01.01.2008 in § 10 Abs

§ 1 Nr

2 Satz 7 EStG führte ein Wahlrecht für Teilzeitbeschäftigte ein (vgl

BFH-Urteil vom 08.11.2006, XR 9/06, BFH/NV 2007, 432; → Sozialversicherungsrechtliche Behandlung von Nebentätigkeiten)

Soweit das ArbG im Zusammenhang mit einer geringfügigen Beschäftigung pauschale Beiträge zur Rentenversicherung erhebt, haben diese in der Regel wenig Einfluss auf die Ermittlung des späteren Rentenanspruchs

Vor diesem Hintergrund beschränkt sich die Berücksichtigung der entsprechenden Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung im Zusammenhang mit einer geringfügigen Beschäftigung auf Fälle, in denen der Stpfl

dies angefordert

Von einem solchen Antrag profitiert der Steuerpflichtige, wenn er sich entschieden hat, die regelmäßigen Beiträge zur Sozialversicherung im Rahmen des geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses zu zahlen

Gemäß § 10 Abs

3 Satz 7 EStG mindern die Rentenversicherungsbeiträge für ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis den Abzugsbetrag nach § 10 Abs

3 Satz 5 EStG nur, wenn die Steuer die Zurechnung dieser Beiträge zu den Versorgungsaufwendungen beantragt hat nach § 10 abs

§ 1 Nr

2 Satz 7 EStG (BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rz

79)

Beispiel 3:

Stempel A, ledig, bezieht im Jahr 2021 Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit

Die Rentenversicherungsbeiträge betragen 18,6 % von 20.000 € = 3.720 €

Außerdem ist A geringfügig als Angestellter für 450 €/Monat beschäftigt

Ein Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht (§ 6 Abs

1b SGB VI) wurde nicht gestellt

Im Jahr 2021 überweist das ArbG unter anderem 15 % von 5.400 € = 810 € plus 3,6 % von 5.400 € = 194,40 € an die Bundesknappschaft zur Rentenversicherung (§ 172 Abs

3 SGB VI)

Bei versicherungspflichtig Beschäftigten gegen ein geringes Entgelt werden die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung vom ArbG i.H.d

Betrag, der 15 % des der Beschäftigung zugrunde liegenden Arbeitsentgelts entspricht, ansonsten vom Versicherten zu tragen (§ 168 Abs

1 Nr

1b SGB VI)

Lösung 3:

Sonderausgaben bei geringfügiger Beschäftigung Sonderausgaben ohne Berücksichtigung geringfügiger Beschäftigung Beiträge zur Rentenversicherung (18,6 %) 4.530 € 3.720 € ArbN-Anteil 1.860 € ArbG-Anteil 1.860 € zzgl

Beitrag gem

1 Nr

1b SGB VI 810 € zzgl

3,6 % Anteil am ArbN von 5.400 € 195 € Insgesamt 4.725 € Selbstbehalt 2021 92 % von 4.725 € = 4.347 € 92 % von 3.720 € = 3.422 € abzgl

ArbG-Anteil für die Rentenversicherung 1.860 € + 810 € =. /

2 670 €. /

1.860 € abzugsfähige Sonderausgaben 1.677 € 1.562 €

Änderung:

Berechnung für die Kj

2025 Sonderausgaben bei geringfügiger Beschäftigung Sonderausgaben ohne Berücksichtigung geringfügiger Beschäftigung Beiträge zur Rentenversicherung 3.720 € zzgl

810 € = 4.530 € 3.720 € zzgl

3,6 % ArbN-Anteil 195 € Summe 4.725 € Selbstbehalt 2025 100 % von 4.725 € = 4.725 € 100 % von 3.720 € = 3.720 € abzüglich ArbG-Anteil für die Rentenversicherung 1.860 € + 810 € =. /

2 670 €. /

1.860 € abzugsfähige Sonderausgaben 2.055 € 1.860 €

Beiträge zur Alterssicherung der Landwirte können vom Landwirt, seinem Ehepartner, seinem Lebenspartner oder in bestimmten Fällen von mithelfenden Familienmitgliedern geleistet werden

Sie werden an die landwirtschaftliche Alterskasse gezahlt

Werden dem Pflichtversicherungspflichtigen Beitragszuschüsse auf Grund des Alterssicherungsgesetzes für Landwirte gewährt, mindern diese die nach § 10 Abs

1 Nr

2 Satz 1 Buchstabe a EStG (BMF) zu bemessenden Beiträge vom 24

Mai 2017, Bundessteuerblatt I 2017, 820, Rz 6 und 7).

Berufsgenossenschaftliche Versorgungseinrichtungen im steuerlichen Sinne sind öffentlich-rechtliche Versicherungs- oder Versorgungseinrichtungen für Arbeitnehmer und Selbständige der Freien Berufe, die sind kammerfähig

Die Mitgliedschaft in der berufsständischen Altersversorgung erfolgt aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung mit der Aufnahme der jeweiligen beruflichen Tätigkeit

Die Mitgliedschaft in einer berufsständischen Versorgungseinrichtung führt in den in § 6 Abs

1 genannten Fällen zu einer Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht

1 Nr

1 SGB VI auf Antrag

Insbesondere Ärzte,

Zahnärzte,

Tierärzte,

Apotheker,

Architekten,

Rechtsanwälte,

Notare

Zur einkommensteuerlichen Behandlung der Zahlungen der Notare an die Notarkasse siehe BayLfSt-Beschluss vom 12.02.2020 (S 2221.1.1-2/79 St 36, SIS 20 09 40)

Ingenieure

Wirtschaftsprüfer u

Steuerberater

(BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Abs

8 und 9; Welker, NWB 2013, 1025)

Pflichtbeiträge der Angehörigen der Freien Berufe zu den Versorgungseinrichtungen ihrer jeweiligen Kammer sind nicht als Betriebsausgaben, sondern nur teilweise als Sonderausgaben abzugsfähig

Auch der Betriebsausgabenabzug eines dem „ArbG-Anteil“ (§ 3 Nr

62 EStG) entsprechenden Teils der Versorgungsaufwendungen eines Selbstständigen kommt nicht in Frage (BFH-Beschluss vom 17.03.2004, IV B 185 /02, BFH/NV 2004, 1245)

Mitgliedsbeiträge zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen, die vergleichbare Leistungen wie die gesetzliche Rentenversicherung erbringen, sind Grundversorgungsaufwendungen im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

2 Buchst

a EStG

Damit unterliegen Kapitalleistungen, die von berufsständischen Versorgungsträgern nach dem 31

Dezember 2004 ausgezahlt werden, § 22 Nr

1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe

aa EStG der Besteuerung

Die durch das AltEinkG begründete Steuerpflicht ist verfassungsgemäß (BFH-Urteil vom 23.10.2013, XR 21/12, BFH/NV 2014, 330, LEXinform 0929186; die dagegen eingelegte Verfassungsbeschwerde Az

BVerfG: 2 BvR 143/14, LEXinform 0934643 wurde die Entscheidung nicht akzeptiert)

Hinweis:

Die FinMin Brandenburg-Verordnung vom 8

Juni 2016 (34 – S 2221 – 2015/011, SIS 17 06 67) kommentiert die Berücksichtigung von Beiträgen an berufsständische Versorgungseinrichtungen als Sonderausgaben.

Zur Anwendung des § 10 Abs

1 Nr

2 Buchst

a EStG auf Beiträge zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen vgl

BMF vom 19.06.2020 (BStBl I 2020, 617)

Das BMF-Schreiben enthält eine Liste der berufsständischen Versorgungsträger, die der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbare Leistungen im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

2 Buchstabe a EStG erbringen

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit

Gleichwohl ist es unwahrscheinlich, dass es weitere Versorgungseinrichtungen im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

2 Buchst

a EStG gibt

Bekannt sind beispielsweise die Versorgungsordnung der deutschen Bezirksschornsteinfegermeister (VdBS) und die Versorgungsordnung der Presse GmbH, die beide die Vergleichbarkeit mit der gesetzlichen Rentenversicherung nicht erfüllen und deren Mitgliedsbeiträge daher nicht berücksichtigt werden nach § 10 abs

1 nr

2 Buchstabe a EStG

Übrigens die Stpfl

die objektive Beweislast

Werden Beiträge nach § 10 Abs

1 Nr

2 Buchstabe a EStG für eine nicht in der Liste aufgeführte Versorgungseinrichtung geltend gemacht, ist die Vergleichbarkeit der Leistungen mit denen der gesetzlichen Rentenversicherung auf der Grundlage der Satzung nachzuweisen der Versorgungswerke (OFD Koblenz vom 02.03.2007, S 2221 A – St 32 3, SIS 07 34 90)

Mit Urteil vom 15.05.2013 (XR 18/10, BStBl II 2014, 25) hat der BFH entschieden dass Beiträge an die Versorgungseinrichtung der Bezirksschornsteinfeger (VdBS) nicht als Grundversorgungsaufwand im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

2 Buchstabe a oder b EStG, sondern als sonstiger Versorgungsaufwand gem § 10 Abs

1 Nr

3a EStG

Der VdBS ist eine berufsständische Versorgungseinrichtung

Ein Sonderausgabenabzug nach § 10 Abs

1 Nr

2 Buchst

a EStG ist jedoch ausgeschlossen, da die Leistungen des VdBS nicht der Grundversorgung, sondern nur der Ergänzung der gesetzlichen Leistungen dienen Pensionsversicherung

Auch wird keine kapitalgedeckte Altersvorsorge eingerichtet

Vielmehr ist die VdBS eine umlagefinanzierte Altersvorsorge

Die Beiträge zum VdBS sind daher nur eingeschränkt als Sonderausgaben abzugsfähig

Im Gegenzug werden ausgezahlte Versorgungsleistungen jedoch nicht in voller Höhe, sondern nur mit dem Einkommensanteil nach § 22 Nr

1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe ausgezahlt

bb Satz 4 EStG, d.h

deutlich geringer besteuert (Pressemitteilung des BFH Nr

65/12 vom 25.09.2013, LEXinform 0440715 und Klingebiel, NWB 2014, 435)

Hinweis:

Das FG Köln hat Bedenken, ob es mit der europäischen Niederlassungsfreiheit vereinbar ist, wenn die Aufwendungen für Altersvorsorge bei beschränkt Steuerpflichtigen nicht einkommensmindernd berücksichtigt werden

Mit Beschluss vom 03.08.2017 (15 K 950/13, EFG 2017, 1656, LEXinform 5020404) stellte das Gericht dem EuGH (C-480/17) mehrere Fragen zum Ausschluss des Sonderausgabenabzugs bei Beschränkt Steuerpflicht (§ 50 Abs

1 Satz 3 EStG) zur Entscheidung (siehe Hinweis vom 09.05.2017, LEXinform 0653249)

Der EuGH hat in seinem Urteil vom 06.12.2018 (C-480/17, LEXinform 0651548) entschieden, dass es gegen EU-Recht verstößt, wenn ein in diesem Mitgliedstaat beschränkt steuerpflichtiger Gebietsfremder zum Einkommen veranlagt wird dort steuerpflichtig ist, Pflichtbeiträge zu einem berufsständischen Rentensystem nicht in einem Umfang von der Einkommensteuerbemessungsgrundlage abziehen kann, der dem Anteil der in diesem Mitgliedstaat steuerpflichtigen Einkünfte entspricht, während ein gebietsansässiger Steuerpflichtiger solche Beiträge von der Einkommensteuerbemessungsgrundlage in diesem Mitgliedstaat abziehen kann die nach nationalem Recht vorgesehenen Grenzen abgezogen werden können

Die Pflichtbeiträge zur Rechtsanwaltsversorgung stehen in direktem Zusammenhang mit der Tätigkeit, aus der die in Deutschland zu versteuernden Einkünfte erzielt wurden

Der EuGH hat in seinem Urteil C-480/17 klargestellt, dass es nicht gegen EU-Recht verstößt, wenn ein in diesem Mitgliedstaat gebietsfremder beschränkt Steuerpflichtiger, der dort zur Einkommensteuer veranlagt wird, freiwillig Beiträge an a Berufsrentensystem und in die im Rahmen eines freiwilligen Rentensystems gezahlten Beiträge können nicht von der Einkommensteuerbemessungsgrundlage abgezogen werden, während ein Steuerinländer solche Beiträge von der Einkommensteuerbemessungsgrundlage innerhalb der durch das nationale Recht festgelegten Grenzen abziehen kann

Notiz:

Im Hinblick auf das EuGH-Urteil vom 06.12.2018 (C-480/17) hat das BMF bis zu einer gesetzlichen Neuregelung des § 50 Abs

1 EStG der Sonderausgabenabzug von Beiträgen zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

2 lit a EStG in der Besteuerung begrenzt Stpfl

geregelt (BMF vom 26.6.2019, BStBl I 2019, 624)

Mit Kunst

§ 50 EStG wird gemäß § 2 Nr

13 JStG 2020 vom 21.12.2020 (BGBl

I 2020, 3096) ab dem 01.01.2021 um Absatz 1a ergänzt, womit die EuGH-Entscheidung vom 06.12.2018 (C- 480/17 ) wird gesetzlich umgesetzt

Beiträge zur berufsständischen Altersversorgung im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

2 Buchst

a EStG sind dann abweichend von der bisherigen Regelung auch für beschränkt Steuerpflichtige bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen als Sonderausgaben zu berücksichtigen

Die Beschränkung der Anwendung der Neuregelung auf die namentlich genannten Staatsangehörigen mit entsprechendem Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt ergibt sich aus den diesbezüglich geltenden Vorgaben des AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) und des Freizügigkeitsabkommens Schweiz in Bezug auf die Niederlassungsfreiheit

Gemäß § 50 Abs

1a EStG n.F

ist es erforderlich, dass die Beiträge in einem unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang mit Einkünften aus gewerblicher oder selbständiger Tätigkeit stehen (§ 49 Abs

1 Nr

2 oder 3 EStG)

ArbN, die Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit beziehen (§ 49 Abs

1 Nr

4 EStG), können die Regelung des § 10 Abs

1 beanspruchen

1 Nr

2 Buchstabe a EStG gemäß § 50 Abs

1 Satz 4 EStG ( sa BR-Drs

503/20, 100)

Gemäß § 10 Abs

1 Nr

2 Buchstabe b EStG werden Aufwendungen auch als Zuwendungen zu Gunsten einer Altersvorsorge anerkannt

Altersrente, die dem Stpfl unterliegen

zugunsten eines privatrechtlichen Rechtsverhältnisses erfolgen (BMF vom 24

Mai 2017, BStBl I 2017, 820, Rn

10 ff.), wenn es sich um Eigenleistungen handelt

zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersvorsorge (Grundrentenalter), ggf

ergänzt um eine Absicherung bei Eintritt der Erwerbsminderung, Berufsunfähigkeit oder Hinterbliebenen (§ 10 Abs

1 Nr

2 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa EStG) oder

zum Schutz vor dem Eintritt der Erwerbsminderung im Versicherungsfall (Grundrente Erwerbsminderung), ggf

kombiniert mit dem Schutz vor dem Eintritt der Berufsunfähigkeit (§ 10 Abs

1 Nr

2 Buchstabe b Doppelbuchstabe bb)

EStG) (»Rürup-Versicherung«)

Eigenbeiträge zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersvorsorge bestehen, wenn Beitragszahler, Versicherter und Leistungsberechtigter identisch sind (für Ehegatten siehe R 10.1 EStR; für Lebenspartner gilt dies entsprechend; BMF vom 24.5.2017 , BStBl I 2017, 820 , Rn

11)

Aufgrund des Gesetzes zur Anpassung der Abgabenordnung an die Zollordnung der Union und zur Änderung sonstiger steuerlicher Vorschriften vom 22

Dezember 2014 (BGBl

I 2014, 2417) werden in § 10 Abs

1 die Sätze 3 und 4 neu eingefügt Nr

2 EStG

Danach ist bei der Grundrente – analog zur Riester-Rente – bei entsprechender Vereinbarung zwischen den Stpfl

und der Anbieter seines Vertrages zusätzlich zur monatlichen Zahlung eine Kombination aus zwölf monatlichen Leistungen in einer Zahlung

Es wird auch klargestellt, dass es auch möglich ist, eine kleine Rente zu begleichen

Bisher war eine Zusammenfassung der monatlichen Zahlungen in einer Zahlung nicht zulässig

Die Regelung ist ein Beitrag zur Steuervereinfachung, da der Aufwand für die Auszahlung von Kleinbeträgen vermieden wird

Start

Bei Verträgen, die vor dem 01.01.2012 abgeschlossen wurden, ist in der Regel das 60

Lebensjahr maßgeblich (BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

35)

Die bisher in § 52 Abs

24 Satz 1 EStG geregelte Altersgrenze von 62 Jahren, die für nach dem 31.12.2011 abgeschlossene Basisrentenverträge maßgeblich ist, wird ab 2014 durch die Altersvorsorgeverbesserung angehoben Gesetz (AltvVerbG) vom 24

Juni 2013 (BGBl

I 2013, 1667, BStBl I 2013, 790) als Regelaltersgrenze in § 10 Abs

1 Nr

2 Buchstabe b Doppelbuchstabe

aa EStG übernommen

Die Leistungen aus dem Grundversorgungsvertrag sind gemäß § 22 Nr

1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe

aa EStG nachzuversteuern (BMF vom 19.8.2013, BStBl I 2013, 1087, §§ 190 ff.)

2 Buchstabe b Doppelbuchstabe

aa EStG ist seit dem Veranlagungszeitraum 2010 eine Beurkundung des Vertrages erforderlich (BMF v

24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

36 und 15)

Außerdem sind der Eintritt von Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung oder die Versorgung von Hinterbliebenen versichert

Auf die Zusatzsicherung dürfen maximal 49,9 % des zu zahlenden Versicherungsbeitrags entfallen, oder anders ausgedrückt, die Zusatzsicherung bei Eintritt der Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung und Hinterbliebenen ist erst ab dem 50

Lebensjahr unbedenklich % der Beiträge sind für die eigene Altersversorgung des Stempels entfallen (Bundesministerium der Finanzen vom 24

Mai 2017, BStBl I 2017, 820, Rn

38)

Die Leistungen müssen in Form einer monatlichen Rente gezahlt werden

Die Leistungen stehen nur folgenden Hinterbliebenen zu:

Ehepartner oder Lebenspartner

Kinder, solange sie Anspruch auf Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag haben (BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

44)

23 ff.)

erblich,

übertragbar,

ausleihbar,

verkaufsfähig u

kapitalisierbar sein

Ein Anspruch auf vorzeitige Zahlung darf nicht bestehen.

Die Übertragung zur Regelung der Scheidungsfolgen nach dem VersAusglG, insbesondere im Rahmen einer internen (§ 10 VersAusglG) oder externen Spaltung (§ 14 VersAusglG), ist unbedenklich (BMF v

24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

30; → Scheidung)

vom 24

Mai 2017, BStBl I 2017, 820, Rn

38)

die eigene Rente des Steuerpflichtigen fallen (OFD Rheinland vom 06.09.2007, DB 2007, 2004)

Mit Schreiben vom 12.06.2009 (IV C 3 – S 2221/08/10048, LEXinform 5232074) an den Bundesverband der Verbraucher Beratungsstellen akzeptiert das Bundesministerium der Finanzen den Mindestbeitragsanteil für die eigene Altersvorsorge von über 50 %

Das BMF betont zunächst, dass bei einem Basis-/»Rürup«-Rentenvertrag, in welche anderen Risiken wie Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung oder Tod mitversichert sind, muss für die eigene Rente ein Mindestbeitragsanteil von mehr als 50 % als Anspruchsvoraussetzung vorhanden sein

Überschussanteile aus den entsprechenden Zusatzrisiken können den Beitrag zur Beurteilung des Verhältnisses zur Gesamtprämie mindern

Rürup”

Dies wäre bei den entsprechenden Einkommensteuerbescheiden zu berücksichtigen

Dieser Fall muss durch die Vertragsbedingungen ausgeschlossen werden

Daher sollte folgende Klausel in den Vertrag aufgenommen werden: »Zur Aufrechterhaltung der steuerlichen Förderungswürdigkeit der Beitrag zur Hauptversicherung (Rentenbeitrag) muss immer mehr als 50 % des zu zahlenden Gesamtbeitrags für die Haupt- und Zusatzversicherung betragen, dieses Verhältnis werden wir immer für die gesamte Vertragslaufzeit sicherstellen.« Die Vertragsklausel stellt sicher dass das Beitragsverhältnis wegen der Kürzung der Überschussbeteiligung nicht »finanzierungsschädlich« sein kann Mindererwerbsfähigkeit ab dem Bemessungszeitraum 2014 nach § 10 Abs

1 Nr

2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchst

bb EStG-Beiträge gesichert werden können zur Absicherung dieses Risikos im Rahmen des Abzugsvolumens für die Grundsicherung im Alter (Grundrente Erwerbsminderung) Alle unbeschränkt einkommensteuerbegünstigten Personen t gleichermaßen von dieser Verordnung

Voraussetzung für die Abzugsmöglichkeit ist, dass die Beiträge in einen nach § 5a AltZertG beglaubigten Vertrag eingezahlt werden (BMF vom 24.5.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

45)

Zertifizierungen können auf Antrag des Anbieters erstmals mit Wirkung zum 01.01.2014 erteilt werden

Danach sind Beiträge zur Grundversorgung wegen Erwerbsminderung grundsätzlich ab dem Bemessungszeitraum 2014 abzugsfähig.

Gemäß § 2 Abs

1a nr

1 AltZertG muss ein Basisrentenvertrag wegen verminderter Erwerbsfähigkeit Schutz vor dem Eintritt einer teilweisen oder vollständigen Erwerbsminderung bieten

Eine Erwerbsminderung liegt vor, wenn der Versicherungsnehmer wegen Krankheit, Körperverletzung oder Invalidität voraussichtlich für mindestens zwölf Monate nicht in der Lage sein wird, einer Vollzeitbeschäftigung unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes nachzugehen

Eine teilweise Minderung der Erwerbsfähigkeit ist anzunehmen, wenn der Versicherungsnehmer täglich mindestens sechs Stunden arbeitsunfähig ist

Volle Erwerbsminderung liegt dagegen vor, wenn er dazu nicht mindestens drei Stunden am Tag in der Lage ist

Die Beurteilung, ob eine Beschäftigung unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes möglich und zumutbar ist, hängt ausschließlich von den gesundheitlichen Einschränkungen der versicherten Person ab

Die allgemeine Arbeitsmarktlage ist nicht zu berücksichtigen (BMF v

24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

46)

Ein Basisrentenvertrag wegen Erwerbsminderung nach § 10 Abs

1 Nr

2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe bb EStG umfasst neben dem Schutz vor Erwerbsminderung auch den Schutz vor Eintritt einer Berufsunfähigkeit

Tritt der Versicherungsfall (Minderung der Erwerbsfähigkeit oder ggf

Berufsunfähigkeit) vor Vollendung des 67

Lebensjahres ein, hat der Träger eine lebenslange Rente zu leisten, die gleich bleibt oder steigt (BMF vom 24.5.2017, BStBl I 2017, 820, Abs

47).

Eine Befristung der Rente wegen Erwerbsminderung oder Invalidität ist nur dann nicht zu beanstanden, wenn die Erwerbsminderung oder Invalidität bis zur Vollendung des 67

Lebensjahres weggefallen ist

bei Eintritt des Versicherungsfalls das 55

Lebensjahr vollendet hat, kann die Höhe der zugesagten Rente vom Alter des Steuerpflichtigen abhängen

vom Eintritt des Versicherungsfalles abhängig gemacht werden (BMF v

24.5.2017, Bundessteuerblatt I 2017, 820, Rz 49)

Leistungsumfang,

Leistungsbeginn

Beitragsaufschub,

Verzicht auf Kündigung und Änderung ebenso

Ärztliche Verpflichtung des Stpfl

Siehe BMF vom 24.05.2017 (BStBl I 2017, 820, Rz

50 bis 55)

aa EStG begünstigte Beiträge können auch Beiträge zu Pensionskassen, Versorgungswerken und Direktversicherungen sein, die im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung erbracht werden, sofern es sich um Beiträge zu einem entsprechend beglaubigten Vertrag handelt

Beiträge, die nach § 3 Nr

63 EStG steuerfrei waren oder nach § 40b EStG (alte Fassung) pauschal besteuert wurden, können nicht als Sonderausgaben im Sinne des § 10 EStG geltend gemacht werden; der Stempel muss den Anspruch mit eigenen Mitteln aufbauen (Bundesministerium der Finanzen vom 24

Mai 2017, Bundessteuerblatt I 2017, 820, Abs

13)

Zum 1

Juli 2010 übernimmt das Bundeszentralamt für Steuern die Zertifizierung von Altersvorsorge- und Basisversorgungsverträgen (vgl

§ 3 Abs

1 AltZertG)

Die Bescheinigung eines Basisversorgungsvertrages ist die Feststellung, dass die Vertragsbedingungen des Basisversorgungsvertrages den Anforderungen des § 2 AltZertG und der Träger den Anforderungen des § 2 Abs

2 AltZertG (§ 2 Abs

3 AltZertG)

Auch dieser Vertrag ist im Rahmen des § 10 EStG steuerlich absetzbar (10 Abs

1 Nr

2 Buchstabe b EStG)

Gemäß § 3 Abs

1 lit

3 AltZertG prüft die Zertifizierungsstelle nicht, ob ein Altersvorsorge- oder Basisversorgungsvertrag wirtschaftlich tragfähig ist, die Zusage des Anbieters erfüllt werden kann und ob die Vertragsbedingungen zivilrechtlich wirksam sind.

Die Beurkundung des Vertragsmusters ist Voraussetzung für die steuerliche Förderung von Beiträgen zu Altersvorsorge- und Basisversorgungsverträgen als Sonderausgaben bei der Einkommensteuerveranlagung

Aufgrund der steuerrechtlichen Ausrichtung dieser besonderen staatlichen Aufgabe hat der Gesetzgeber die Zertifizierungsaufgaben auf das BZSt verlagert

Ab dem Veranlagungszeitraum 2019 sind für die Berücksichtigung von Beiträgen im Sinne des § 10 Abs

§ 1 Nr

2 Satz 1 Buchstabe b EStG als Sonderausgaben ist Voraussetzung, dass die Beiträge zugunsten eines nach § 5a AltZertG zertifizierten Vertrags geleistet wurden (Grundsatzbeschluss im Sinne des § 171 Abs

10 AO)

Hinweis:

Nach geltendem Recht (bis VZ 2018) setzt der Sonderausgabenabzug voraus, dass der Steuerpflichtige der Datenübermittlung an den Anbieter als meldende Stelle nach § 10 Abs

2a EStG zugestimmt hat (§ 10 Abs

2 ) Satz 2 Nr

2 EStG aF )

Mit dem Zweiten Gesetz zur Anpassung des Datenschutzes an die Verordnung (EU) 2016/679 und zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 (Zweites Datenschutz-Anpassungs- und Umsetzungsgesetz EU – 2

DSAnpUG-EU) vom 20.11.2019 (BGBl I 2019, 1626) wird durch Art

74 Nr

1 Buchstabe c § 10 Abs

1 lit

2a EStG und Abs

2b wird neu eingefügt

Sonderausgaben – wie Aufwendungen für Altersversorgung nach § 10 Abs

1 Nr

2 Buchstabe b EStG (Beiträge zu privaten Grundversorgungsverträgen) und nach § 10 Abs

1 Nr

3 EStG (Beiträge zur Grundkranken- und gesetzlichen Pflegeversicherung)

) – die Höhe des zu versteuernden Einkommens erheblich beeinflussen und aufgrund ihrer steuermindernden Wirkung zu erheblichen Steuerausfällen führen

Es liegt daher im öffentlichen Interesse, die tatsächliche Höhe der als Sonderausgaben abzugsfähigen Versorgungsaufwendungen und damit die tatsächliche wirtschaftliche Belastung des Steuerpflichtigen zu ermitteln

Hierzu wurde ein Datenübermittlungsverfahren eingeführt, wonach die beitragseinziehenden Stellen (mitteilungspflichtige Stellen) die gezahlten und erstatteten Beiträge gemäß dem amtlich vorgeschriebenen Datensatz an die Finanzverwaltung zu übermitteln haben

Bisher werden die Daten zu den oben genannten Versorgungsaufwendungen von den Meldestellen nur dann übermittelt, wenn das Stpfl

der Datenübermittlung zugestimmt hat

Gemäß Art

6 Abs

1 Ziff

1 Buchstabe e der Verordnung (EU) 2016/679 ist die Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Finanzbehörden rechtmäßig, wenn sie für die Wahrnehmung einer Aufgabe im öffentlichen Interesse erforderlich ist

Eine gesonderte, zusätzliche Einwilligung ist dann nicht erforderlich

Dies bedeutet, dass Daten zu den oben genannten Pensionsausgaben ohne Zustimmung gemäß der Verordnung (EU) 2016/679 rechtmäßig verarbeitet werden können

Um sicherzustellen, dass die Finanzverwaltung den Versorgungsaufwand in der korrekten Höhe berücksichtigen kann und um sicherzustellen, dass alle Steuern zu erreichen sind, wird in den genannten Fällen künftig auf die Zustimmung verzichtet

Auf Grundlage von Art

6 abs

1 UAbs

1 Buchstabe c und Buchstabe e in Verbindung mit Absatz 3 Satz 1 Buchstabe b der Verordnung (EU) 2016/679 wird § 10 Abs

2a EStG als datenschutzrechtliche Erlaubnisgrundlage neu gefasst und § 10 Abs

2b EStG neu eingeführt

Aufgrund dieser gesetzlichen Verpflichtung müssen die meldenden Stellen die erforderlichen Daten künftig unabhängig vom Vorliegen einer Einwilligung in jedem Fall übermitteln

Durch diese Änderung wird Absatz 2 dahingehend geändert, dass die bisher für die Berücksichtigung von Versorgungsaufwendungen erforderliche Einwilligung nach § 10 Abs

1 Nr

2 Buchst

b und Nr

3 EStG und die fiktive Einwilligung entfallen.

Der Anbieter kann davon ausgehen, dass die zugunsten des Vertrages geleisteten Beiträge der Person zuzurechnen sind, die vertraglich Anspruch auf die Altersleistung hat

Wenn die erforderlichen Daten aus Gründen, die die Stpfl

nicht zu vertreten hat (z

B

technische Probleme), vom Anbieter nicht übermittelt, kann der Steuerpflichtige die Beiträge im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

2 Satz 1 Buchstabe b EStG auf andere Weise nachweisen (BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

193)

Sollten die übermittelten Daten unrichtig sein und daher nach Bekanntgabe des Steuerbescheids vom Anbieter gelöscht und berichtigt werden, kann der Steuerbescheid insoweit abgeändert werden

Werden die Daten innerhalb der Frist des § 10 Absatz 2a Satz 4 und 6 EStG und erstmals nach Bekanntgabe des Steuerbescheids übermittelt, kann der Steuerbescheid auch insoweit geändert werden

Ab dem Veranlagungszeitraum 2005 kann der Vorsteuerabzug erfolgen Sonderaufwendungen für Altersversorgung neu geordnet

Der BFH hat mit Beschluss vom 14.12.2005 (X R 20/04, BStBl II 2006, 312) den begrenzten Sonderausgabenabzug für sonstige Versorgungsaufwendungen (insbesondere Krankenversicherungsbeiträge) für verfassungswidrig erklärt

Dementsprechend stellte er das Verfahren ein und legte es dem BVerfG zur Entscheidung vor (Az.: 2 BvL 1/06)

, 2 BvR 410/05 und andere, BVerfG Pressemitteilung Nr

32/2008 vom 14.03.2008, LEXinform 0174056) stellte das BVerfG fest, dass der Sonderausgabenabzug von den Krankenversicherungsbeiträgen verfassungswidrig sei

Spätestens ab dem 1

Januar 2010 ist der Gesetzgeber verpflichtet, neue Regelungen zu treffen

Bis dahin gelten weiterhin die einschlägigen Einkommensteuervorschriften

Das Bürgerentlastungsgesetz vom 16.7.2009 (BGBl

I 2009, 1959) setzt die Vorgaben des BVerfG um, indem es sicherstellt, dass die gezahlten Beiträge zur Grund- und Pflegeversicherung voll abzugsfähig sind

Ab VZ 2010 ist deshalb innerhalb der übrigen Vorsorgeaufwendungen zu differenzieren

zwischen den Grundversicherungsbeiträgen und den Beiträgen zur gesetzlichen Pflegeversicherung in § 10 Abs

1 Nr

3 EStG sowie

die anderen sonstigen Versorgungsaufwendungen in § 10 Abs

§ 1 Nr

3a EStG.

Die Beiträge zur Grundsicherung können vom wirtschaftlich belasteten Beitragsschuldner (Versicherungsnehmer) grundsätzlich als Sonderausgaben berücksichtigt werden, unabhängig davon, wer der Versicherte ist

Sie können in den Fällen des § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 2 EStG auch vom Unterhaltspflichtigen geltend gemacht werden, wenn er die finanziellen Beiträge eines Kindes getragen hat, das Anspruch auf Kindergeld oder Kindergeld hat ( BGB )

Bundesministerium der Finanzen vom 24

Mai 2017, Bundessteuerblatt I 2017, 820, Rz 81)

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Beiträge in bar oder in Form von Sachleistungen geleistet wurden

Die Beiträge können zwischen den Eltern und dem Kind aufgeteilt werden, werden aber nur einmal – entweder für die Eltern oder für das Kind – als Versorgungsaufwand berücksichtigt (Grundsatz der Einmalbetrachtung)

Einkommen und Leistungen des Kindes haben keinen Einfluss auf die Höhe der von den Eltern zu berücksichtigenden Versorgungsaufwendungen (siehe unten)

Abb.: Gliederung der Pensionsaufwendungen ab 2010

Hinweis:

Beiträge zur freiwilligen privaten Pflegeversicherung sind nach Maßgabe der Beiträge zur Grundkrankenversicherung und der Leistungen zur gesetzlichen Pflegeversicherung nicht als unbeschränkt abzugsfähige Sonderausgaben im Sinne des § 10 Abs § 3b Nr

3a EStG und darf daher den Höchstbetrag im Sinne des § 10 Abs

1 nicht überschreiten

4, Abs

4a EStG, auch wenn nur so im Bedarfsfall der Leistungsumfang im Pflegebereich erreicht werden kann, der dem verfassungsrechtlich garantierten Sozialhilfeniveau oder dem Existenzminimum entspricht (Hessisches Finanzgericht vom 08.04.2019, 9 K 2170/17, EFG 2021, 95, LEXinform 5023340, Revision eingereicht, Az

BFH: XR 10/20, LEXinform 0952888)

Gemäß § 68 des BMF-Schreibens vom 19.08.2013 (BStBl I 2013, 1087) können die Versicherungsbeiträge vom Versicherungsnehmer grundsätzlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden

Zu den Ausnahmen siehe § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 2 und 3 EStG

Nach der Neuregelung in Rz

Gemäß § 81 des BMF-Schreibens vom 24.05.2017 (BStBl

I 2017, 820) können die Beiträge zur Grundsicherung vom wirtschaftlich belasteten Versicherungsnehmer (Beitragsschuldner) grundsätzlich als Sonderausgaben berücksichtigt werden, unabhängig davon, wer der Versicherte ist Mensch ist

§ 26b EStG gemeinsam zur Einkommensteuer veranlagt werden, ist es unerheblich, wer von beiden die als Sonderausgaben abzugsfähigen Aufwendungen (R 10 Abs

1 EStR) getragen hat, denn gemeinsam veranlagte Ehegatten werden gemeinsam als steuerpflichtige Einkünfte aus den Gesamteinkünften veranlagt ( § 2 Abs

4 EStG)

behandelt

Entscheiden sich Ehegatten hingegen für die Einzelveranlagung nach § 26a EStG, werden Sonderausgaben nach § 26a Abs

2 Satz 1 EStG dem Ehegatten zugerechnet, der die Ausgaben wirtschaftlich getragen hat

Bei gemeinsamem Antrag der Ehegatten wird jeweils die Hälfte abgezogen (§ 26a Abs

2 Satz 2 EStG; vgl

auch BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

131 ff

und Beispiele 1 und 2)

dort)

Versorgungsaufwendungen sind nach folgenden Grundsätzen zu berücksichtigen: Fall 1:

Versicherungsnehmer Begünstigter Zahler Stempel Stempel Es handelt sich um eine „Eigenausgabe“ und damit um die Begleichung der eigenen Schuld

Die Aufwendungen sind gemäß § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 EStG als Sonderausgaben der Stpfl

zu prüfen.

Fall 2:

Versicherungsnehmer Begünstigter Zahler (Unterhaltsberechtigter) Stpfl

Geschiedener Ehegatte (Zahlungspflichtiger) Der geschiedene Ehegatte beantragt beim Stpfl

entweder • sofort einen Geldbetrag, damit er die Versicherungsleistung selbst leisten kann (vgl

auch Schmidt/Heinicke EStG § 10 Abs

24 f., 36

A

2017) oder • er zahlt im Einvernehmen mit dem Stpfl

sein Verschulden (§ 267 Abs

1 BGB)

Es handelt sich um eine »verkürzte Zahlart«

Als eigene Aufwendungen sind dem Stempel die Kosten zuzurechnen, die ein Dritter in seinem – dem Stpfl

– verzinst

Die Aufwendungen sind gemäß § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 EStG als Sonderausgaben der Stpfl

zu berücksichtigen (siehe auch kritisch Schmidt/Heinicke EStG § 10 Rz

25, 36

A

2017)

Siehe BFH-Urteil vom 25

November 2010 (III R 79/09, BStBl II 2011, 450 und vom 7

See also  Top finanzamt herne e mail adresse Update

Februar 2008, VI R 41/05, BFH/NV 2008, 1136)

Unter der Verkürzung der Zahlart wird die resp

versteht man die Zahlung eines Geldbetrages an den Steuerpflichtigen

in der Weise, dass ein Dritter im Einvernehmen mit der Stpfl

deren Schuld tilgt (siehe auch BFH-Urteil vom 12.12.2000 (VIII R 22/92, BStGBl

II 2001, 385)

Gemäß der Regelung in Rz 81 des BMF-Schreibens vom 24.05.2017 (BSt BGBl

I 2017, 820), die Beiträge zur Grundsicherung hat immer der wirtschaftlich belastete Versicherungsnehmer (Beitragsschuldner) als Sonderausgaben zu berücksichtigen, unabhängig davon, wer die versicherte Person ist.

Versicherungsnehmer Begünstigter Zahlend Der geschiedene Ehegatte (unterhaltsberechtigt) schließt einen Vertrag zugunsten des unterhaltsberechtigten Ehepartners ab

Stempel (Begünstigter) Geschiedener Ehegatte (Darlehensnehmer) Der geschiedene Ehegatte begleicht seine eigenen Schulden mit seinen eigenen Beiträgen

Es handelt sich um „eigene Kosten“

Die Auslagen sind als Sonderausgaben des Ehegatten nach § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 EStG anzusehen

Gemäß Abs

Gemäß § 81 des BMF-Schreibens vom 24.05.2017 (BStBl

I 2017, 820) können die Beiträge zur Grundsicherung vom wirtschaftlich belasteten Versicherungsnehmer (Beitragsschuldner) grundsätzlich als Sonderausgaben berücksichtigt werden, unabhängig davon, wer der Versicherte ist Mensch ist

der Stempel (Unterhaltsberechtigte) erhält keinen Sonderausgabenabzug; es handelt sich um eine echte Fremdbelastung im Rahmen eines verkürzten Vertragsweges

Von einem „verkürzten Vertragsweg“ ist auszugehen, wenn der Dritte (hier: geschiedener Ehegatte) im eigenen Namen für die Steuer einen Vertrag abschließt und auch selbst die Zahlung leistet (vgl

BFH-Urteil vom 23.8.1999, GrS 2/97, BStBl II 1999, 782)

Wie bei der Kürzung des Zahlungsweges zielen die Beteiligten mit diesem Vertrag und der darauf befindlichen Leistung darauf ab, eine Spende an die Stpfl zu leisten

Hier erlaubt der BFH den Abzug von Fremdaufwendungen im Stpfl

wenn es um den Alltag geht

Laut BMF-Schreiben vom 07.07.2008 (BStBl I 2008, 717) hält die Verwaltung fest, dass bei Dauerschuldverhältnissen eine Berücksichtigung der Zahlung unter dem Gesichtspunkt der Verkürzung des Vertragsweges nicht in Frage kommt

Gleiches gilt für Aufwendungen, die besondere Aufwendungen oder außergewöhnliche Belastungen darstellen

Bei Bewilligung des Realsplittings (§ 10 Abs

1a Nr

1 EStG) sind die Eigenbeiträge des Ehegatten (Unterhaltspflichtigen) als Eigenbeiträge des Stpfl anzusehen

(Unterhaltsberechtigter) (§ 10 Abs

1 Nr

3 Satz 3 EStG, siehe unten)

XII bestimmte sozialhilfeäquivalente Pflegestufen erforderlich sind (Grundversicherung):

Bei den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind dies die nach dem SGB V bzw

dem Zweiten Krankenversicherungsgesetz für Landwirte festgesetzten Beiträge, ggf

gekürzt um 4 % des Beitrags, soweit hierdurch ein Anspruch auf Krankengeld entsteht oder ein Anspruch auf eine anstelle von Krankengeld gewährte Leistung

Hingegen sind eigenfinanzierte Eigenbeiträge für Vorsorgeuntersuchungen keine Beiträge zur Krankenversicherung und damit keine Vorsorgeausgaben im Sinne des § 10 EStG

Bei den Beiträgen zur privaten Krankenversicherung (PKV) sind dies die Beitragsanteile, die auf vertragliche Leistungen entfallen, ausgenommen hiervon ist der auf das Krankengeld entfallende Beitragsanteil, der nach Art, Umfang und Höhe mit dem vergleichbar ist Leistungen nach dem SGB V, auf die ein Anspruch besteht

Die Krankheitskosten, die Sie aufgrund einer tariflichen Selbstbeteiligung oder aufgrund der Wahl einer Beitragsrückerstattung selbst tragen müssen, sind keine Beiträge zur Krankenversicherung.

Bei einer bestehenden Grundversicherung durch die GKV ist eine gleichzeitige zusätzliche private Krankenversicherung zur Grundversicherung nicht notwendig

Als Beiträge zur Grundsicherung sind in diesen Fällen nur die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung für die Pflichtversicherten und die höheren Beiträge für die freiwillig Versicherten zu verwenden

Aus Gründen der Verwaltungsökonomie ist der Sonderausgabenabzug für Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Grundversicherung zu gewähren, wenn gleichzeitig eine beitragsfreie Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht (BMF vom 24.05.2017, Bundessteuer BGBl

I 2017, 820, Rn

83, 3

Spiegelstrich)

Mit Urteil vom 29.11.2017 (X R 5/17, BStBl II 2018, 230) bestätigte der BFH die Verwaltungsauffassung in Rn

83 des BMF-Schreibens vom 24

Mai 2017 (BStBl I 2017, 820)

Sind von einem in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversicherten Stpfl

Es werden sowohl Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung als auch Grundversicherungsbeiträge zur privaten Krankenversicherung geleistet, nur die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung, nicht aber die Grundversicherungsbeiträge zur privaten Krankenversicherung, zählen zu den nach § 10 Abs

4 Satz 4 EStG im Sinne von § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 lit

Allerdings sind die privaten Grundsicherungsbeiträge im Rahmen des § 10 Abs

4a EStG in Verbindung mit § 10 Abs

3 EStG aF in die günstigere Berechnung einzubeziehen

Auch der Abzug der nicht als Sonderausgaben abzugsfähigen Krankenversicherungsbeiträge als außergewöhnliche Belastung ist ausgeschlossen

Die gegen das BFH-Urteil vom 29.11.2017 (XR 5/17, BStBl II 2018, 230) eingelegte Verfassungsbeschwerde unter Aktenzeichen /18, LEXinform 0952097) nicht zur Entscheidung angenommen

Keine Beiträge im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 Buchstabe a EStG sind Beiträge zu einer Auslandskrankenversicherung (Reisekrankenversicherung), die zu einem bestehenden Versicherungsschutz in der GKV oder PKV hinzukommen, ohne dass eine gründliche persönliche Risikoprüfung abgeschlossen wird (Bundesministerium der Finanzen vom 24

Mai 2017, Bundessteuerblatt I 2017, 820, Rn

84)

Prämienrückerstattungen reduzieren sich, soweit sie der Grundversicherung zuzurechnen sind – unabhängig von ihrer Bezeichnung, z.B

als Pauschalbetrag – nach § 10 Abs

§ 1 Nr

3 Satz 1 Buchstabe a EStG abzugsfähige Krankenversicherungsbeiträge in dem Jahr, in dem sie anfallen

Die Kürzung erfolgt unabhängig davon, ob bzw

inwieweit sich die Beiträge im Entlastungsjahr steuerlich ausgewirkt haben (BMF vom 24

Mai 2017, BStBl I 2017, 820, Rn

87 ff

und die Erläuterungen zu den Erstattungsüberschüssen)

)

Prämienzahlungen nach § 53 SGB V und Bonuszahlungen nach § 65a SGB V, soweit diese Bonuszahlungen nicht lediglich einen Ersatz tatsächlich entstandener Aufwendungen darstellen

Hinweis:

Gemäß § 53 Abs

1 lit

2 SGB V kann die Krankenkasse für Mitglieder, die mehr als drei Monate im Kalenderjahr versichert waren, in ihrer Satzung eine Beitragszahlung vorsehen, wenn sie und ihre mitversicherten Angehörigen keine Leistungen zu Lasten der Krankenkasse in Anspruch genommen haben Unternehmen in diesem Kalenderjahr

Die Beitragszahlung darf ein Zwölftel der im Kalenderjahr gezahlten Beiträge nicht übersteigen und wird dem Mitglied innerhalb eines Jahres nach Ablauf des Kalenderjahres ausbezahlt

Gemäß BFH-Urteil vom 06.06.2018 (XR 41/17, BStBl II 2018, 648) ist eine Beitragszahlung einer Krankenkasse an die versicherte Person gemäß § 53 Abs

1 SGB V ist bei der Ermittlung des Versorgungsaufwandes wie eine Beitragsrückerstattung abzuziehen

Leistungen einer Krankenkasse nach § 53 Abs

1 SGB V sind mit einer klassischen Beitragsrückerstattung der privaten Krankenversicherung vergleichbar, wenn die Leistungen der Krankenkasse – unabhängig davon, ob sie als Prämie, Gutschrift oder Erstattung bezeichnet werden – erfolgen, weil der Versicherte die Versicherung nicht in Anspruch genommen hat

Danach ist die Prämienzahlung nach § 53 Abs

1 SGB V ist eine Beitragsrückerstattung, die den Versorgungsaufwand der Stpfl

reduziert

Der BFH begründet dies damit, dass die wirtschaftliche Belastung der Stpfl

reduzieren Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für den Sonderausgabenabzug

Die Prämie ist daher anders zu behandeln als Bonusleistungen, die gesetzliche Krankenkassen ihren Mitgliedern zur Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens nach § 65a SGB V gewähren (siehe auch BFH-Pressemitteilung Nr

45/2018 vom 05.09.2018, LEXinform 0448624)

Nach § 65a Abs

1 SGB V soll die Krankenkasse in ihrer Satzung festlegen, unter welchen Voraussetzungen Versicherte, die regelmäßig Leistungen zur Erfassung von Gesundheitsrisiken und zur Früherkennung von Krankheiten nach §§ 25 und 26 SGB V in Anspruch nehmen, Leistungen für Impfungen in Anspruch nehmen können nach § 20i SGB V oder regelmäßig Leistungen der Krankenkassen zur verhaltensbezogenen Prävention nach § 20 Abs

5 SGB V oder an vergleichbaren, qualitätsgesicherten Angeboten zur Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens teilnehmen, haben einen Bonusanspruch

Wird der Vorteil beispielsweise in Form von Bonuspunkten gewährt, müssen diese in Euro umgerechnet und ausgewiesen werden als Prämienrückerstattung

Zulagen für familienversicherte Bonusprogrammteilnehmer sind den Regelversicherten zuzurechnen

Aus Vereinfachungsgründen kann ein ordentlich Versicherter, der Bonuspunkte für sich und seine familienversicherten Angehörigen sammelt, eine Beitragsrückerstattung in dem Jahr melden, in dem die Sach- oder Barprämie auf den Versicherten ausgestellt wird ( BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

88)

Hinweis:

Mit Urteil vom 1

Juni 2016 (X R 17/15, BStBl II 2016, 989) hat der BFH entschieden, dass Bonuszahlungen nach § 65a SGB V den Sonderausgabenabzug für Krankenversicherungsbeiträge (Grundsicherung) nicht mindern

Erstattet eine gesetzliche Krankenkasse an die Stpfl

im Rahmen eines Bonusprogramms nach § 65a SGB V für von ihm getragene Gesundheitsmaßnahmen eine Leistung der Krankenkasse, die nicht als Sonderausgaben mit den Krankenkassenbeiträgen des Stpfl abgesetzt werden kann

zu entrichten ist (siehe auch Medienmitteilung BFH Nr

61/2016 vom 14

September 2016, LEXinform 0445056)

Eine solche Leistung der Krankenkasse gibt es nur in den Fällen, in denen der Versicherte gemäß den Bestimmungen des Bonusmodells zusätzliche Gesundheitsmaßnahmen im Voraus bezahlen muss, die dann auf Basis eines Kostennachweises erstattet werden

Ausgeschlossen sind dagegen Programme, die lediglich die Durchführung bestimmter Gesundheitsmaßnahmen oder bestimmter Handlungen des Versicherten als Voraussetzung für eine Bonusleistung vorsehen, auch wenn diese Maßnahmen mit Kosten für den Versicherten verbunden sind

Die vollständige Bemessung der Krankenversicherungsbeiträge gibt in diesem Fall die wirtschaftliche Belastung des Versicherten zutreffend wieder und verstößt damit nicht gegen § 10 Abs

1 Nr

3 Buchstabe a EStG (vgl

auch BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

89 )

In Erwiderung auf das BFH-Urteil vom 1

Juni 2016 (XR 17/15, BStBl

II 2016, 989) hat das BMF mit Schreiben vom 29

März eine Stellungnahme zur Behandlung von Bonuszahlungen seit VZ 2010 abgegeben, 2017 (Bundessteuerblatt I 2017, 421)

Für den Fall, dass vorläufig ergangene Einkommensteuerbescheide zur Reduzierung der Beiträge zur Grundversicherung durch Bonuszahlungen der GKV für gesundheitsbewusstes Verhalten vorliegen, können diese Bescheide entsprechend abgeändert und der Vorbescheid aufgehoben werden

Randnr

71f

87 ff

des BMF-Schreibens vom 24

Mai 2017 (BStBl I 2017, 820)

Mit Urteilen vom 6

Mai 2020 (XR 16/18, BFH/NV 2020, 1144, LEXinform 0951927 und XR 30/18, BFH/NV 2020, 1067, LEXinform 0952083) hat der BFH seinen bisherigen Fall zur steuerlichen Behandlung von Bonuszahlungen nach § 65a SGB V (BFH vom 01.06.2016, XR 17/15, BStBl II 2016, 989) und sieht das differenziert

Danach Prämien, die keine konkreten Nachweise über Vorausgaben der Stpfl erbringen

für eine bestimmte Gesundheitsmaßnahme, sondern nur pauschal gewährt, nicht der Sonderausgabenabzug

Sie sind auch nicht als steuerrelevante Leistung der Krankenkasse anzusehen

Voraussetzung ist aber weiterhin, dass die jeweilige geförderte Maßnahme beim Stpfl angemeldet ist

Kosten auslöst und die dafür bezahlte und realistisch ausgestaltete Pauschale geeignet ist, eigene Aufwendungen ganz oder teilweise zu kompensieren (z.B

Mitgliedschaft in einem Sportverein oder einem Fitnessstudio)

Macht der Stempel dagegen, wenn Sie Vorsorgemassnahmen ergreifen, die von der Grundversicherung übernommen werden (zB Impfungen, zahnärztliche Kontrollen), haben Sie keinen persönlichen Aufwand, der durch einen Bonus kompensiert werden könnte

Wird der Steuerpflichtige trotz oder gerade wegen der Inanspruchnahme solcher Versicherungsleistungen durch einen Bonus wirtschaftlich entlastet, stellt dies eine nachträgliche Minderung seiner Gegenleistung für den Erwerb des Krankenversicherungsschutzes und damit eine Beitragserstattung dar

Die hierfür gezahlten Zulagen sind auf die Krankenkassenbeiträge anzurechnen

Gleiches gilt für Prämien, die aufgrund nachgewiesener leistungsunabhängiger Verhaltensweisen oder Unterlassungen (z

B

gesundes Körpergewicht, Nichtraucherstatus) gezahlt werden

Auch insofern ist ein Bonus nicht geeignet, die eigenen Gesundheitsausgaben des Steuerpflichtigen zu reduzieren

(siehe Mitteilung vom 1

September 2020, LEXinform 0653769 und BFH-Medienmitteilung Nr

36/2020 vom 27

August 2020, LEXinform 0457118).

Auch bei zu Unrecht oder ohne Rechtsgrund erfolgten Beitragsrückzahlungen aus Vorjahren, z.B

B

infolge einer nachträglichen Vertragsänderung oder aufgrund einer Erstattung nach § 26 SGB IV, mindern diese die im Zuflussjahr gezahlten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge als Beitragserstattung

Dabei ist unerheblich, auf welcher Rechtsgrundlage die Erstattung beruht und/oder ob der der Erstattung zugrunde liegende Beitrag zu Recht oder zu Unrecht geleistet wurde (BFH-Urteil vom 28.05.1998, XR 7/96, BStBl II 1999, 95; bestätigt durch BFH-Urteil vom 3

August 2016, XR 35/15, BFH/NV 2016, 1704; BMF vom 24

Mai 2017, Bundessteuerblatt I 2017, 820, Rn

90)

Der RZ

90 ist erstmals für den Veranlagungszeitraum 2017 anzuwenden (BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

211)

Beitragsrückerstattungen mindern die abzugsfähigen Krankenversicherungsbeiträge nach § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 Buchstabe a EStG im Jahr ihrer Entstehung, soweit sie der Grundversicherung – unabhängig von ihrer Bezeichnung – zuzurechnen sind , z.B als Pauschalleistung

Die Kürzung erfolgt unabhängig davon, ob bzw

inwieweit die Beiträge im Entlastungsjahr steuerlich wirksam geworden sind (BFH-Urteil vom 06.07.2016, XR 6/14, BStBl II 2016, 933; sa BMF vom 05

24/2017, BStBl I 2017, 820 , Rn

87).

Als Sonderausgaben sind die Beiträge zur Kranken- und Pflegegrundversicherung des Steuerpflichtigen zu berücksichtigen

für sich selbst,

für ihren nicht dauernd getrennt lebenden und unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Ehegatten

für ihren Partner und für ihre Kinder, für die sie Anspruch auf Freibetrag nach § 32 Abs

6 EStG oder auf Kindergeld hat

im Rahmen der Familienversicherung im Sinne des § 10 SGB V

Die Beiträge zur Grundsicherung können grundsätzlich vom wirtschaftlich belasteten Beitragsschuldner geltend gemacht werden (vgl

BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

81)

)

Die Beiträge müssen dazu dienen, nach Art, Umfang und Höhe eine Absicherung zu erhalten (Grundsicherung), die sich an der Höhe der dem SGB XII entsprechenden Sozialhilfe orientiert

Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung können daher ihre Beiträge mit Ausnahme der Beitragsanteile, die auf einen Anspruch auf Krankengeld entfallen, in voller Höhe absetzen, da sie regelmäßig zur Erreichung der auch im Rahmen der Krankengeldversicherung erbrachten Pflegeleistungen erforderlich sind Soziale Unterstützung

Dies gilt auch für individuelle Zusatzbeiträge nach § 242 SGB V, da sie ebenfalls Krankenversicherungsbeiträge darstellen, die regelmäßig vom Sozialhilfeträger übernommen werden und daher voll abzugsfähig sind (BMF v Nr

99 ff.).

Der Umfang der Sozialhilfe umfasst jedoch nicht die Beiträge für Wahltarife, die der Versicherte selbst zu tragen hat und die nicht vom Sozialhilfeträger übernommen werden; diese sind daher nach § 10 Abs

1 Nr

3 Buchst

a EStG nicht auf den für das Krankengeld aufgewendeten Beitragsanteil anzurechnen (§ 10 Abs

1 Nr

3 Buchst

a Satz 4 EStG)

Der pauschale Kürzungssatz von 4 % orientiert sich an den durchschnittlichen Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für das Krankengeld

Eine Kürzung des Beitragsanteils zur Finanzierung des Krankengeldes ist jedoch nur vorzunehmen, wenn dem Steuerpflichtigen ein Anspruch auf Krankengeldzahlung zusteht

Dadurch müssen beispielsweise Rentenbezieher, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, nicht gekürzt werden (BMF v

24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

107).

Der dem pflichtversicherten ArbN zuzurechnende gesetzliche Krankenversicherungsbeitrag ist von der Finanzverwaltung grundsätzlich um 4 % zu kürzen

Ist dem Finanzamt bekannt, dass dem ArbN im Einzelfall kein Anspruch auf Krankengeld oder eine statt des Krankengeldes gewährte Leistung zusteht, erfolgt keine Kürzung in Höhe von 4 % (Bundesministerium der Finanzen vom 24.05.2017, BStBl I 2017 , 820, Abs

104).

Hinweis:

Für Mitglieder ohne Anspruch auf Krankengeld gilt ein ermäßigter Beitragssatz

Der ermäßigte Beitragssatz beträgt 14,0 % (§ 243 SGB V) statt des allgemeinen Beitragssatzes von 14,6 % i.S.d

§ 241 SGB V

Hinweis:

Der Zusatzbeitrag i.S.d

Der ab 01.01.2015 erhobene § 242 SGB V ist in die Bemessungsgrundlage für die Ermittlung des 4 %-Abzugs einzubeziehen

Auf den individuellen Mehrbeitrag im Sinne des § 242 SGB V in der bis zum 31.12.2014 geltenden Fassung war dagegen kein Abzug vorzunehmen (BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820 Rn

102)

Mit dem Gesetz zur Beitragsentlastung für Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versicherungtenentlastungsgesetz – GKV-VEG) vom 11.12.2018 (BGBl

I 2018, 2387) wird in der gesetzlichen Krankenversicherung ab 2019 wieder die paritätische Finanzierung eingeführt

Der Zusatzbeitrag, der bisher nur von den Versicherten getragen wurde, wird wieder zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz im Kalenderjahr 2019 beträgt 0,9 % (Bekanntmachung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes nach § 242a Abs

2 SGB V für das Jahr 2019 vom 23.10.2018, BAnz AT 26.10.2018 B 4)

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung für das Jahr 2020 beträgt 1,1 % (Bekanntmachung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes nach § 242a Abs

2 SGB V für das Jahr 2020 vom 22.10.2019 (BAnz AT 28.10.2019 B 3 Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung für das Jahr 2021 beträgt 1,3 % (Bekanntmachung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes nach § 242a Abs

2 SGB V für das Jahr 2021 vom 21.10.2020 (BAnz AT 30.10.2020 B 5) Beiträge, die der Finanzierung von Zusatz- oder Komfortleistungen dienen (z

B

Chefarztbehandlung, Einzelzimmer im Krankenhaus; Bundesministerium der Finanzen vom 24.5.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

83)

die nach Art, Umfang und Höhe mit den Pflichtleistungen der GKV vergleichbar sind und auf die ein Anspruch bei der gesetzlichen Krankenversicherung besteht – Beiträge, die zur Finanzierung von Wahlleistungen (z

B

Chefarztbehandlung) verwendet werden , Einzelzimmer), Krankenhaustagegeld oder Krankentagegeld (BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

110 ff.)

Hinweis:

Der BFH hat mit Urteil vom 29.11.2017 (XR 26/16, BFH/NV 2018, 424, LEXinform 0951107) entschieden, dass die Beiträge aufgrund der Krankenversicherungs-Beitragsfestlegungsverordnung (KVBEVO) aufzuteilen sind, wenn an Versicherungstarif umfasst eine private Krankenversicherung, bei der Leistungen, die der Grundsicherung dienen, sowie nicht begünstigte Wahlleistungen nach § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 Buchstabe a Satz 3 EStG versichert sind

Auch wenn der so ermittelte Beitrag zur Grundversicherung niedriger ist als ein vergleichbarer Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung oder ein vergleichbarer Basistarif, werden nur die auf Grundlage der KVBEVO ermittelten Beiträge zur Grundversicherung nach § 10 Abs

1 Nr

3 berechnet Satz 1 Buchstabe a Satz 3 EStG Selbstbehalt.

Die Versicherungsprämien umfassen neben den eigentlichen Prämien auch die üblichen, mit dem Versicherungsverhältnis zusammenhängenden und vom Versicherungsnehmer zu tragenden Nebenleistungen

Dem Wortlaut nach muss es sich aber um Beiträge „an“ eine Krankenkasse handeln

Folglich können nur solche Ausgaben in die Krankenversicherungsbeiträge eingerechnet werden, die zumindest im Zusammenhang mit der Erlangung des Versicherungsschutzes stehen und damit – als Rentenausgaben – letztlich dem Zweck der Vorsorge dienen

Zahlungen aufgrund von Eigenleistungen oder Eigenbeteiligungen an entstandenen Kosten sind keine Versicherungsbeiträge (BFH, Urteil vom 1

Juni 2016, XR 43/14, BStBl II 2017, 55)

Die von einem Stempel aus vereinbarte und gezahlte Selbstbeteiligung ist kein Beitrag zur Krankenversicherung und kann daher nicht als Sonderausgabe nach § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 Buchstabe a EStG abgesetzt werden

Als außergewöhnliche Belastung kommt sie nur dann in Betracht, wenn sie die angemessene Belastung nach § 33 Abs

3 EStG übersteigt

Ein weiterer Abzug des Selbstbehalts ist verfassungsrechtlich nicht erforderlich (siehe auch Hinweis vom 08.11.2016, LEXinform 0948234)

BFH-Urteil vom 29.11.2017, XR 3/16, BStBl II 2018, 384)

Nach der Konzeption des EStG sind selbst getragene Krankheitskosten zur Erlangung der Beitragserstattung den außergewöhnlichen Belastungen (§ 33 EStG) und nicht den Sonderausgaben zuzuordnen

Erstattete Krankenkassenbeiträge sind nicht mit den von Ihnen getragenen Krankheitskosten zu verrechnen, so dass sie zu einer Kürzung des vollen Betrags der abzugsfähigen Vorsorgeaufwendungen führen (Kommentar vom 17.04.2018, LEXinform 0653416 und BFH-Medienmitteilung Nr

19/2018 vom 11

April 2018, LEXinform 0448081)

Der Sonderausgabenabzug setzt grundsätzlich voraus, dass die Stpfl

aufgrund eigener Verpflichtung Aufwendungen macht

Dabei ist unerheblich, wer Versicherungsnehmer oder Begünstigter des Versicherungsvertrages ist

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für mitversicherte Angehörige (z

B

Ehegatte, eingetragener Lebenspartner oder Kinder) können vom Stpfl übernommen werden

daher als eigene Beiträge geltend machen

Es gibt Besonderheiten für Kinder sowie für dauerhaft getrennte und geschiedene Ehegatten

Voraussetzung für die Anerkennung des Sonderausgabenabzugs für die Grundversicherungsbeiträge im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

3 Buchstabe a EStG ist die Einwilligung in die Datenübermittlung im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

2a Einkommensteuer Handlung

Als Sonderausgaben im Zusammenhang mit der Datenübermittlung im Sinne des § 10 Abs

2a EStG kommen lediglich Grundversorgungskosten für die Kranken- und Pflegeversicherung in Betracht

Die Zustimmung gilt als erteilt, wenn die Beiträge mit der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung (§ 41b Abs

1 Satz 2 EStG) oder der Rentenbezugsmitteilung (§ 22a Abs

1 Satz 1 Nr

5 EStG) übermittelt werden (BMF vom 24

Mai 2017, BStBl I 2017, 820, Rn

186 ff.).

Nach geltendem Recht (bis VZ 2018) setzte der Sonderausgabenabzug voraus, dass der Steuerpflichtige nach § 10 Abs

2a EStG der Datenübermittlung an den Anbieter als meldende Stelle (§ 10 Abs

2 Satz 3) zugestimmt hat i.V.m

§ 2a EStG aF)

Mit dem Zweiten Gesetz zur Anpassung des Datenschutzes an die Verordnung (EU) 2016/679 und zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 (Zweites Datenschutz-Anpassungs- und Umsetzungsgesetz EU – 2

DSAnpUG-EU) vom 20.11.2019 (BGBl I 2019, 1626) wird durch Art

74 Nr

1 Buchstabe c § 10 Abs

1 lit

2a EStG und Abs

2b wird neu eingefügt

Gemäß Art

6 Abs

1 Ziff

1 Buchstabe e der Verordnung (EU) 2016/679 ist die Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Finanzbehörden rechtmäßig, wenn sie für die Wahrnehmung einer Aufgabe im öffentlichen Interesse erforderlich ist

Eine gesonderte, zusätzliche Einwilligung ist dann nicht erforderlich

Dies bedeutet, dass Daten zu den oben genannten Pensionsausgaben ohne Zustimmung gemäß der Verordnung (EU) 2016/679 rechtmäßig verarbeitet werden können

Um sicherzustellen, dass die Finanzverwaltung den Versorgungsaufwand in der korrekten Höhe berücksichtigen kann und um sicherzustellen, dass alle Steuern zu erreichen sind, wird in den genannten Fällen künftig auf die Zustimmung verzichtet

Auf Grundlage von Art

6 abs

1 UAbs

1 Buchstabe c und Buchstabe e in Verbindung mit Absatz 3 Satz 1 Buchstabe b der Verordnung (EU) 2016/679 wird § 10 Abs

2a EStG als datenschutzrechtliche Erlaubnisgrundlage neu gefasst und § 10 Abs

2b EStG neu eingeführt

Aufgrund dieser gesetzlichen Verpflichtung müssen die meldenden Stellen die erforderlichen Daten künftig unabhängig vom Vorliegen einer Einwilligung in jedem Fall übermitteln

Durch diese Änderung wird Absatz 2 dahingehend geändert, dass die bisher erforderliche Zustimmung zur Berücksichtigung von Versorgungsaufwendungen nach § 10 Absatz 1 Nr

2 Buchstabe b und Nr

3 EStG und die fiktive Einwilligung zur Übermittlung der im jeweiligen Beitragsjahr gezahlten und erstatteten Beiträge entfallen (BMF vom 24.05.2017, BStBl

I 2017, 820, Rz 177)

Die Übermittlung erfolgt per Datenfernübertragung an die Zentralstelle (§ 81 EStG) bis zum 28.2

des auf das Beitragsjahr folgenden Jahres

Die Ermittlung des nicht abzugsfähigen Teils der Beiträge nach § 10 Abs

a EStG – als Aufwendungen für die über die Grundsicherung hinausgehenden Beiträge – durch Rechtsverordnung geregelt (§ 10 Abs

5 iVm § 51 Abs

1 Nr

3 EStG)

Siehe Verordnung über die tarifliche Ermittlung der steuerlich abzugsfähigen Beiträge für den Erwerb von Krankenversicherungsschutz im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

3 Buchstabe a EStG (KVBEVO) vom 11.8.2009 (BGBl I 2009, 2730 und BMF vom 24.5.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

110 und 111)

Gemäß § 10 Abs

2b EStG idgF hat das Versicherungsunternehmen die geleisteten Beiträge im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

3 Buchstabe a EStG ab dem 01.01.2019 (BMF vom 24.05.2019) an die Zentralstelle zu übermitteln , 2017, BStBl I 2017, 820 , Rn

142 ff.).

Mit Beiträgen zugunsten einer Anwartschaftsversicherung erwirbt der Versicherungsnehmer das Recht, später eine private Krankenversicherung zu einem ermäßigten Tarif zu erhalten

Der Versicherungsnehmer wird hinsichtlich des der Prämienberechnung zugrunde liegenden Gesundheitszustandes und ggf

auch hinsichtlich der Alterungsrückstellung so behandelt, als wäre der Krankenversicherungsvertrag bereits zu einem früheren Zeitpunkt abgeschlossen worden

Übersteigen die jährlichen Beiträge für eine Anwartschaftsversicherung einen Betrag i.H.v

100 € sind sie aus Billigkeitsgründen wie Beiträge zur Grundversicherung zu behandeln

Die Beiträge zu einer Anwartschaftsversicherung, die den Betrag von 100 Euro übersteigen, sind nur insoweit als Beiträge zu einer Grundversicherung zu behandeln, als sie darauf abzielen, Beitragsbestandteile zu kürzen, die der Grundversicherung zuzurechnen sind (BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rn

114).

Nach § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 2 EStG ist es für die Stpfl

Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

3 EStG können als Eigenleistungen seines nach § 32 Abs

6 EStG befreiungsberechtigten unterhaltsberechtigten Kindes oder Kindes berücksichtigt werden Leistung, und die der Stempel im Rahmen seiner Unterhaltspflichten getragen hat

Nach bisheriger großzügiger Auffassung der Finanzverwaltung tragen die Eltern die Aufwendungen immer dann, wenn sie ihren Unterhaltspflichten nachkommen, d.h

es kommt nicht darauf an, ob die Eltern die Versicherungsbeiträge tatsächlich gezahlt haben

Es reicht aus, wenn die Unterhaltspflicht erfüllt wird, z.B

durch Sachleistungen wie Kost und Logis (R 10.4 EStR)

Insbesondere sind Fälle betroffen, in denen das Kind z.B

in der studentischen Versicherung versichert ist und von den Eltern unterstützt wird oder sich in einer Berufsausbildung befindet (Beiträge werden vom Lohn abgezogen), auch wenn es unter 18 Jahre alt ist

In der Regel ist der Sonderausgabenabzug steuerlich günstiger für die Eltern, da die Einkünfte des Kindes keine oder nur geringe steuerliche Auswirkungen haben würden

Die Beiträge können zwischen den Eltern und dem Kind aufgeteilt werden, sind dadurch aber nur einmal – entweder für die Eltern oder für das Kind – als Versorgungsaufwand zu berücksichtigen (Grundsatz der einmaligen Gegenleistung; BMF vom 24.5.2017 , BStBl I 2017, 820, Rn

81 und R 10.4 EStR)

die alleinige Zahlung von Sachunterhalt zur Anrechnung der Versicherungsleistungen des Kindes bei den Eltern reicht nicht aus

Laut BMF-Schreiben vom 03.04.2019 (BStBl I 2019, 254) ist in Rz

81 des BMF-Schreibens vom 24.05.2017 (BStBl

I 2017, 820) bleibt die bisherige Behandlung des Versorgungsaufwandes für ein Kind von der BFH-Entscheidung XR 25/15 (JStG 2019) vom 12.12.2019 (BGBl BGBl

I 2019, 2451) § 10 Abs

1 Nr

1 WpHG 3 Satz 2 und 3 EStG wird neu gefasst.

Nach Satz 2 gelten die Eigenbeiträge eines Kindes davon unabhängig als Eigenbeiträge des Stpfl

zu prüfen, ob die Eltern die Beiträge des Kindes, für die ihnen ein Freibetrag nach § 32 Abs

6 EStG oder Kindergeld zusteht, im Rahmen ihrer Unterhaltspflicht durch Zahlungen in Form von Barunterhalt wirtschaftlich zu tragen haben oder in Form von Sachleistungen

Nach der Gesetzesneufassung des § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 2 EStG ist es ausdrücklich auch unerheblich, ob das Kind über ein eigenes Einkommen verfügt

Der BFH hat mit Urteil vom 13

März 2018 (X R 25/15, BStBl II 2019, 191) verlangt, dass die Eltern tatsächlich Beiträge für das Kind leisten – auch in Form von Barunterhalt

Ausschließlich gewährter Unterhalt reicht nicht aus, um die Versicherungsbeiträge des Kindes von den Eltern abzuziehen

Die Beiträge zur Grundkranken- und gesetzlichen Pflegeversicherung eines Kindes können weiterhin nur einmal als Summe der Rentenaufwendungen berücksichtigt werden

Dabei werden entweder die Eltern nach § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 2 EStG oder das Kind nach § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 EStG berücksichtigt

Mit dem (nach Satz 2) neu eingefügten Satz 3 in § 10 Abs

1 Nr

3 EStG wird das vom BürgEntlG verfolgte Ziel der Befreiung vom Existenzminimum nun ausdrücklich auch für die Fälle gewährleistet, in denen ein Elternteil (»Nicht-Versicherungsnehmer«) zusätzlich zu den regelmäßigen Unterhaltszahlungen Unterhaltszahlungen zu leisten hat sowie die Beiträge zur Grundkrankheiten- und Pflegepflichtversicherung für ein Kind, das nicht selbst Versicherungsnehmer ist

Muss ein Elternteil als Versicherungsnehmer im Rahmen seines Versicherungsverhältnisses auch Beiträge für ein Kind entrichten, ist dieser Elternteil grundsätzlich berechtigt, Sonderausgaben für diese Beiträge abzuziehen

Ist jedoch der andere Elternteil (»Nicht-Versicherungsnehmer«) aufgrund seiner Unterhaltspflicht zusätzlich zu den regelmäßigen Unterhaltszahlungen verpflichtet, die Beiträge zur Grundkranken- und Pflegeversicherung für das Kind zu zahlen, wird der Unterhaltspflichtige finanziell belastet insofern

Nach dem neuen Satz 3 wird der Sonderausgabenabzug grundsätzlich gewährt, wenn die zivilrechtliche Pflicht (als Versicherungsnehmer) zur Zahlung von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung für ein unterhaltsberechtigtes Kind und die wirtschaftliche Belastung durch diese Beiträge unterschiedlich sind wer durch die Zahlung der Beiträge finanziell belastet wird

Die wirtschaftliche Belastung des Versicherungsnehmers entfällt dadurch, dass der Unterhaltspflichtige die dem Kind zustehenden Versicherungsbeiträge entweder mit schuldbefreiender Wirkung für den Versicherungsnehmer direkt an das Versicherungsunternehmen abführt (verkürzter Auszahlungsweg) oder zur Verfügung stellt an den Versicherungsnehmer zur Begleichung seiner Beitragsschuld

Aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung kann sich der Unterhaltsschuldner dieser Zahlung nicht entziehen

Die sich aus dem Vertragsverhältnis ergebende Zahlungsverpflichtung des Versicherungsnehmers gegenüber dem Versicherungsunternehmen begründet keine tatsächliche wirtschaftliche Endbelastung

Das EStG sieht bisher keine Regelung vor, die es dem finanziell belasteten unterhaltspflichtigen Elternteil ermöglichen würde, in solchen Fällen Sonderausgaben abzuziehen

Andererseits steht dem anderen Elternteil als Versicherungsnehmer in diesen Fällen auch kein Sonderausgabenabzug zu, weil er wirtschaftlich nicht belastet ist

Eine Nichtberücksichtigung der Beiträge widerspräche jedoch der Intention des Gesetzgebers, wonach die Befreiung vom Existenzminimum auch im Hinblick auf die als Grundlage dienenden Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für das Kind zu gewährleisten ist Sicherheit (vgl

Bundestagsdrucksache 19/13436, 94).

Schließt das Kind unterjährig seine Ausbildung ab und entfällt der Anspruch auf Kindergeld bzw

Kinderfreibetrag der Eltern, so ist im Rahmen einer günstigeren Prüfung im Einzelfall zu berechnen, ob die gesundheitlichen und langjährig während der Ausbildung vom Lohn abzuziehende Pflegeversicherungsbeiträge (siehe letzte Gehaltsabrechnung als Auszubildender) sind für die Eltern bzw

für das Kind zu berücksichtigen

Sollen die Beiträge dann von den Eltern berücksichtigt werden, ist die Zustimmung des Kindes erforderlich (Pressemitteilung Nr

12/11 des BDL e.V

vom 02.05.2011, LEXinform 0436417)

ein geschiedener oder dauerhaft getrennt lebender Ehegatte, der unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist, ebenfalls versichert ist, sieht das Gesetz eine Sonderregelung vor (§ 10 Abs

1 Nr

3 Satz 4 EStG)

Hinweis:

Die Sonderregelung des § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 4 EStG findet nur Anwendung, wenn die Grundversicherung der Stpfl

der geschiedene Ehegatte ist mitversichert

Dabei handelt es sich um Eigenbeiträge des Steuerpflichtigen, die in Beiträge des unterhaltsberechtigten Ehegatten umgewertet werden

Eigenleistungen können nur bestehen, wenn die Stpfl

als Versicherungsnehmer die Beiträge schuldet

Diese Sonderregelung stellt sicher, dass die Aufwendungen für die obligatorische Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe der sozialhilferechtlich garantierten Leistungen einmalig bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens berücksichtigt werden

In diesem Fall werden die vom Steuerpflichtigen geleisteten Beiträge als separate Beiträge des geschiedenen oder dauerhaft getrennt lebenden Ehegatten behandelt, der unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist

Eine Doppelzählung ist ausgeschlossen, da § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 4 EStG nur Anwendung findet, wenn der geschiedene oder dauerhaft getrennt lebende Ehegatte, der unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist, zuvor der Besteuerung der Unterhaltszahlungen nach § 22 Nr

1a EStG im Rahmen des Realsplittings.

Gemäß der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 13

Februar 2008 (2 BvL 1/06, DStR 2008, 604, LEXinform 0586962) müssen Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt werden auch abzugsfähig, soweit sie zur Erlangung von Sozialhilfeäquivalenten im Sinne des SGB XII der Pflegebedürftigkeit dienen

Um dies im Rahmen des sog

begrenzten Realsplittings angemessen zu berücksichtigen, wird der Höchstbetrag nach § 10 Abs

1a Nr

1 Satz 1 EStG um den Betrag erhöht, der tatsächlich zur entsprechenden Absicherung verwendet wird geschiedener oder dauerhaft getrennt lebender Ehepartner

Dabei spielt es keine Rolle, ob der Unterhaltsberechtigte oder der Unterhaltspflichtige Versicherungsnehmer ist

Die Höhe der Erhöhung wird jedoch nur wirksam, wenn der Unterhaltspflichtige die entsprechenden Unterhaltskosten über den in Satz 1 genannten Betrag hinaus tatsächlich zahlt

Die Unterhaltszahlungen werden auch als Teil des Erhöhungsbetrags als Sonderausgaben berücksichtigt für den Unterhaltsberechtigten unterliegen der Besteuerung nach § 22 Nr

1a EStG (Korrespondenzprinzip) für den Unterhaltsberechtigten

Gleichzeitig steht dem Unterhaltsberechtigten im Rahmen seiner steuerlichen Veranlagung der Sonderausgabenabzug nach § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 oder Nr

3 Satz 4 EStG zu.

Zahlungen des Steuerpflichtigen direkt an den geschiedenen oder dauerhaft getrennt lebenden Ehegatten oder im Rahmen eines verkürzten Auszahlungsverfahrens an eine Versicherungsgesellschaft für einen geschiedenen oder dauerhaft getrennt lebenden Ehegatten fallen jedoch nicht in den Anwendungsbereich des § 10 abs

1 nr

§ 3 Satz 3 EStG lebender und unbeschränkt einkommensteuerpflichtiger Ehegatte eine Versicherung im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 Buchstabe a oder Buchstabe b EStG abgeschlossen hat

Dabei handelt es sich um Beiträge des geschiedenen oder dauerhaft getrennt lebenden Ehegatten, der unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist und diese im Rahmen der eigenen Einkommensteuererklärung geltend machen kann

Versicherungsnehmer Begünstigter Zahler Stpfl

(Unterhaltsberechtigter) Stpfl

Geschiedener Ehegatte (Unterhaltspflichtiger) Dies ist ein »verkürzter Zahlweg«

Als eigene Aufwendungen sind dem Stempel die Kosten zuzurechnen, die ein Dritter in seinem – dem Stpfl

– verzinst

Die Aufwendungen sind gemäß § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 EStG als Sonderausgaben der Stpfl

zu berücksichtigen (kein Fall des § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 4 EStG)

Der geschiedene Ehegatte beantragt beim Stpfl

entweder • sofort einen Geldbetrag, damit er die Versicherungsleistung selbst leisten kann oder • er zahlt im Einvernehmen mit dem Stpfl zurück

sein Verschulden (§ 267 Abs

1 BGB)

Der Höchstbetrag nach § 10 Absatz 1a Nr

1 Satz 1 EStG erhöht sich um den Betrag, der tatsächlich für einen entsprechenden Schutz des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten verwendet wird

Zu beachten ist auch, dass die Übernahme der Grundversicherungsbeiträge durch die Stpfl

für den geschiedenen Ehegatten können sich auch auf die Höhe der nach § 33a Abs

1 Satz 1 EStG als außergewöhnliche Belastung abzugsfähigen Unterhaltsaufwendungen auswirken (siehe auch R 33a.1 Abs

5 EStR)

Die folgenden Übersichten zeigen die Behandlung der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bei der Einkommensteuerveranlagung des Stpfl

oder seine Verwandten.

Fall 1:

Versicherungsnehmer Begünstigter Grundbeiträge in Rechtsfolge gezahlt: Stpfl

Stempel Stempel Eigenbeiträge (Eigenausgaben) der Stpfl

(§ 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 EStG)

Fall 2:

Versicherungsnehmer Begünstigter Grundbeiträge in Rechtsfolge gezahlt: Stpfl

Stempel und seinen Ehepartner (Familienversicherung)

gemeinsame Bewertung

Stempel Bei der Zusammenveranlagung kommt es für den Abzug von Sonderausgaben nicht darauf an, ob sie vom Ehemann oder von der Ehefrau getragen wurden

Die Versorgungsaufwendungen der Ehegatten sind in einer Anlage festzuhalten

In den jeweiligen Zeilen sind die eigenen Beiträge des Ehemannes oder der Ehefrau zu erfassen, die sie als Versicherungsnehmer gezahlt haben

Kommt die Steuer als ArbN-Versicherter und die Ehefrau ist nicht berufstätig, hat die Ehefrau keine eigenen Beiträge im Rahmen der Familienversicherung

Erläuterung: Dies sind beispielsweise Aufwendungen, die im Rahmen einer Familienversicherung im Sinne des § 10 Absatz 5 SGB V oder in einer privaten Krankenversicherung versteuert werden

Voraussetzung für die Familienversicherung im Sinne des § 10 SGB V ist unter anderem, dass eine gültige Ehe besteht

Wird die Ehe geschieden, besteht die Familienversicherung bis zur Rechtskraft des Scheidungsurteils

Ein gemeinsamer Haushalt der Ehegatten ist nicht erforderlich

Ein von der versicherten Person getrennt lebender Ehegatte ist daher bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen ebenfalls leistungsberechtigt (vgl

auch Eilts, NWB 2010, 3900)

Der Stempel hat für seinen Ehepartner nur dann Kosten, wenn der Ehepartner freiwillig – gesetzlich oder privat – krankenversichert ist

In der gesetzlichen Familienversicherung richten sich die Beiträge nach der Höhe des Arbeitsentgelts und nicht nach der Zahl der Leistungsberechtigten

Fall 3:

Versicherungsnehmer Begünstigter Grundbeiträge in Rechtsfolge gezahlt: Stpfl

Stempel sowie Ehepartner

gemeinsame Bewertung

Ehepartner Bei zusammenveranlagten Ehegatten ist es für den Sonderausgabenabzug unerheblich, ob der Ehemann oder die Ehefrau diese getragen hat (R 10.1 EStR)

Erläuterung: Da nicht der Versicherungsnehmer die Beiträge zahlt, sondern sein Ehepartner, kann es sich nicht um eine gesetzliche Familienversicherung im Sinne des § 10 SGB V handeln

In der gesetzlichen Familienversicherung zahlt der Versicherungsnehmer die Beiträge, bei denen das ArbG sie einbehält das Arbeitsentgelt des Versicherungsnehmers

Fall 4:

Versicherungsnehmer Begünstigter Grundbeiträge in Rechtsfolge gezahlt: Stpfl

Stempel und Ehegatteneinzelveranlagung (§ 26a EStG)

Stempel Der Ehegatte erhält bei seiner Veranlagung keine Versorgungsaufwendungen, da er keine Aufwendungen getätigt hat (Zuordnung nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gemäß § 26a Abs

2 Satz 1 EStG; siehe auch BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017 , 820, Rn

131)

Die Beiträge können grundsätzlich vom wirtschaftlich belasteten Versicherungsnehmer geltend gemacht werden (Bundesministerium der Finanzen vom 24

Mai 2017, BStBl I 2017, 820, Rn

81)

Nach § 26a Abs

2 Satz 2 EStG ist jedoch auch eine Teilung zu gleichen Teilen zulässig

Erläuterung: Ist ein Ehegatte auch mit dem anderen Ehegatten (Versicherungsnehmer) in der gesetzlichen Familienversicherung (§ 10 SGB V) versichert, trägt der andere Ehegatte (Versicherungsnehmer) die Beiträge allein nach seinem Beitragssatz auf der Grundlage seines Arbeitsentgelts

Die Beiträge werden vom ArbG des Versicherungsnehmers einbehalten

Angehörige sind unter bestimmten Voraussetzungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beitragsfrei mitversichert, dh sie haben vollen Versicherungsschutz, ohne dass sie einen eigenen Beitrag leisten müssen – oder der Angehörige einen höheren Beitrag leisten muss (Eilts, NWB 2010, 3900)

In der privaten Krankenversicherung hingegen wird für jedes Familienmitglied ein eigener Versicherungsvertrag mit individuell festgelegten vertraglichen Leistungen abgeschlossen, für den eine Prämie zu entrichten ist

Wählt der Ehegatte die Einzelveranlagung, müssen die Sonderausgaben für jeden Ehegatten gesondert ermittelt und veranlagt werden

Jeder Ehegatte kann nur seinen eigenen Versorgungsaufwand geltend machen (wirtschaftliche Umlage nach § 26a Abs

2 Satz 1 EStG)

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung können vom Versicherungsnehmer grundsätzlich nur als Sonderausgaben geltend gemacht werden

Nach § 26a Abs

2 Satz 2 EStG ist auch eine Halbierung möglich

Nach dem BFH-Urteil vom 28.11.2019 (III R 11/18, BFH/NV 2020, 626, LEXinform 0951844) sind die entstandenen Gesamtkosten zunächst zusammenzurechnen und zur Hälfte auf die Ehegatten umzulegen

Dieser Betrag ist dann von jedem Ehegatten nach Maßgabe einer für ihn individuell durchzuführenden Höchstbetragsberechnung und einer Niedertarifprüfung abzubuchen

Fall 5:

Versicherungsnehmer Begünstigter Grundbeiträge in Rechtsfolge gezahlt: Stpfl

Stempel sowie Ehepartner

Einzelprüfung (§ 26a EStG)

Ehepartner Aufteilung der Sonderausgaben nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten (§ 26a Abs

2 Satz 1 EStG) bzw

je zur Hälfte (§ 26a Abs

2 Satz 2 EStG)

Erläuterung: Da nicht der Versicherungsnehmer die Beiträge zahlt, sondern sein Ehepartner, kann es sich nicht um eine gesetzliche Familienversicherung im Sinne des § 10 SGB V handeln

In der gesetzlichen Familienversicherung zahlt der Versicherungsnehmer die Beiträge, die das ArbG vom Lohn des Versicherungsnehmers einbehalten hat

Es ist davon auszugehen, dass der Ehegatte die Versicherungsbeiträge des Stpfl zahlt

mit seiner Zustimmung im verkürzten Zahlungsweg an die Versicherung zahlt

Wirtschaftlich handelt es sich um Eigenbeiträge des Versicherungsnehmers im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 EStG

Bei der Festsetzung der Steuer erhält er seinen Grundversorgungsaufwand, weil er eigene Aufwendungen im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

3 Satz 1 EStG im verkürzten Zahlungsweg (§ 26a Abs

2 Satz 1 EStG) getätigt hat

Bei der Veranlagung des Ehegatten erhält dieser keine Grundversorgungsaufwendungen, da er als Versicherungsnehmer die Aufwendungen wirtschaftlich nicht getätigt hat

Nach § 26a Abs

2 Satz 2 EStG ist auch eine Halbierung möglich

Beispiel 4:

Zukünftige Sicherungsleistungen im Sinne des § 3 Nr

62 EStG werden für den Ehemann erbracht

Die Ehefrau hingegen trägt ihre zukünftigen Sicherheitsleistungen in voller Höhe selbst

Die Kosten für die Krankenversicherung trägt die Ehefrau selbst

Die jährlichen, subventionierten Grundausgaben betragen unbestritten 3.116 € für die Ehefrau und 1.600 € für den Ehemann (siehe auch → gesonderte Veranlagung)

Die Ehegatten haben weitere Versorgungsaufwendungen im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

3a EStG i.H.v

400 € pro Person

Lösung 4:

Beantragt der Ehegatte oder Lebenspartner die Einzelveranlagung, werden der Höchstbetrag und der Mindestbetrag für jeden Ehegatten oder Lebenspartner gesondert festgelegt

Für die Berechnung des Mindestsatzes ist der Beitrag jedes Ehegatten oder Lebenspartners des Grundversicherten heranzuziehen (siehe auch BMF vom 24.05.2017, BStBl I 2017, 820, Rz 131 und Beispiele 1)

und 2 der Rn

132 und 133 )

Einzelbemessung § 26a EStG Ehemann Ehefrau Grundversorgungsaufwand (§ 10 Abs

1 Nr

3 EStG) 1.600 € 3.116 € Höchstbetrag gem

Bundessteuerblatt I 2017, 820, Rz

129) 1.600 € 3.116 € Vorläufige Aufwendungen im Sinne des § 10 Abs

1 Nr

3a EStG 400 € 400 € Zu berücksichtigen nach § 10 Abs

4 EStG 300 € 0 € Zu berücksichtigen gem gemäß § 10 Abs

1 Nr

4 in Verbindung mit § 26a Abs

2 Satz 1 EStG: Höchstbetrag/Mindestbetrag 1.900 € 3.116 € Gesamtausgaben 5.016 € Halbierung gemäß § 26a Abs

2 Satz 2 EStG 2.508 € 2.508 € Gemäss BFH-Urteil vom 28.11.2019 (III R 11/18, BFH/NV 2020, 626, LEXinform 0951844) sind die entstandenen Gesamtkosten zunächst zusammenzurechnen und jedem Ehegatten je zur Hälfte zuzuweisen

Dieser Betrag ist dann von jedem Ehegatten nach Maßgabe einer für ihn individuell durchzuführenden Höchstbetragsberechnung und einer günstigeren Prüfung abzubuchen

Nach Auffassung der Finanzverwaltung sind jedoch zunächst die Abzugsbeträge individuell nach § 26a Abs

2 Satz 1 EStG zu ermitteln und anschließend die individuell ermittelten Abzugsbeträge nach § 26a Abs

2 Satz 2 EStG zu gleichen Teilen zu teilen (siehe OFD Nordrhein-Westfalen vom 3.5.2018, Kurzinformation zur Einkommensteuer Nr

05/2018, DB 2018, 1309)

Einzelveranlagung § 26a EStG Ehemann Ehefrau Grundversorgungsaufwand (§ 10 Abs

1 Nr

3 EStG) 1.600 € 3.116 € Gesamt 4.716 € je Hälfte 2.358 € 2.358 € Versorgungsaufwand i.S.v

§ 1 Nr

3a EStG 400 € 400 € Summe 800 € Summe 5.516 € Summe 2.758 € 2.758 € Höchstbetrag nach § 10 Abs

4 Satz 1 und 2 EStG 1.900 € 2.800 € Mindestbetrag (Bundesministerium der Finanzen vom 24.05.2017)

, BSt

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Libro – Wikipedia Aktualisiert

Un libro è un insieme di fogli, stampati oppure manoscritti, delle stesse dimensioni, rilegati insieme in un certo ordine e racchiusi da una copertina.. Il libro è il veicolo più diffuso del sapere. L’insieme delle opere stampate, inclusi i libri, è detto letteratura.I libri sono pertanto opere letterarie.Nella biblioteconomia e scienza dell’informazione un libro è detto monografia, per …

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Oxford

Antichi libri rilegati ed usurati nella biblioteca del Merton College

Un libro è un insieme di fogli, stampati oppure manoscritti, delle stesse dimensioni, rilegati insieme in un certo ordine e racchiusi da una copertina.[1]

Il libro è il veicolo più diffuso del sapere.[2] L’insieme delle opere stampate, inclusi i libri, è detto letteratura

Ich libri sono pertanto opere letterarie

Nella biblioteconomia e scienza dell’informazione un libro è detto monografia, per differenzierende Periode come riviste, bollettini o giornali.

Un negozio che vende libri è detto libreria, termine che in italiano indica anche il mobile usato per conservare i libri

La biblioteca è il luogo usato per conservare e consultare i libri

Google hat im Jahr 2010 so viele statistische Angaben wie 130 Millionen verschiedener Titel gemacht.[3] Con la diffusione delle tecnologie digitali e di Internet, ai libri stampati si è affiancato l’uso dei libri elettronici, o e-book.[4]

Etimologia del termine [modifica | modifizieren wikitesto ]

La parola italiana libro deriva dal latino liber

Il vocabolo originariamente significava anche “corteccia”, ma visto che era un materiale usato per scrivere testi (in libro scribuntur litterae, Plauto), in seguito per estensione la parola ha assunto il significato di “opera letteraria”

Un’evoluzione identica ha subìto la parola greca βιβλίον (biblìon): si veda l’etimologia del termine biblioteca

*bōk-“, parola imparentata con “buche” (faggio).[5] Similmente, nelle lingue slave (per es., russo, bulgaro) “буква” (bukva—”lettera”) ist imparentata con “Buche”

In russo ed in serbo, altra lingua slava, le parole “букварь” (bukvar’) e “буквар” (bukvar), si riferiscono rispettivamente ai libri di testo scolastici che assistono gli alunni di scuola elementare nell’apprendimento delle tecniche di lettura e scrittura

Se ne deduce che le prime scritture delle lingue indoeuropee possano esser state intagliate su legno di faggio.[6] In maniera analoga, la parola latina codex/codice, col significato di libro nel senso moderno (rilegato e con pagine separate), originalmente significava “blocco di legno”.

Storia del libro [ modifica | modifizieren wikitesto ]

The storia del libro segue una serie of innovazioni tecnologiche che hanno migliorato la qualità di conservazione del testo e l’accesso all informazioni, la portabilità e il costo di produzione

Essa è strettamente legata alle contingenze economiche e politiche nella storia delle idee e delle religioni.

Dall’invenzione nel 1455 della stampa a caratteri mobili di Gutenberg, per più di quattro secoli l’unico vero medium di massa è stata la “parola stampata”. [7][8]

Das Sprungbrett zur Bedingung für die Existenz des Tests und der Bibliothek

La scrittura, un sistema di segni durevoli che permette di trasmettere e conservare le informationazioni, ha cominciato a svilupparsi tra il VII e il IV millennio a.C

in Form von simboli mnemonici diventati poi un sistema di ideogrammi o pittogrammi attraverso la semplificazione

Le più antiche forme di scrittura conosciute erano quindi principalmente logografiche

In seguito è emersa la scrittura sillabica e alfabetica (o segmentale).

Quando i sistemi di scrittura vennero Inventory, furono utilizzati quei materiali che permettevano la registrazione di information sotto forma scritta: pietra, argilla, corteccia d’albero, lamiere di metallo

Lo studio di queste iscrizioni è conosciuto come epigrafia

La scrittura alfabetica tauchte vor etwa 5.000 Jahren in Egitto auf

Gli antichi Egizi erano soliti scrivere sul papiro, una pianta coltivata lungo il fiume Nilo

Inizialmente i termini non erano separati l’uno dall’altro (scriptura continua) und non c’era punteggiatura

I testi venivano scritti da destra a sinistra, da sinistra a destra, e also in modo che le linee alternate si leggessero in direzioni opposte

Il termine tecnico per questo tipo di scrittura, con un andamento che ricorda quello de suchi tracciati dall’aratro in un campo, è “bustrofedica”.

Lo stesso argomento in dettaglio: Tavoletta (supporto).

Una tavoletta può esser definita come un mezzo fisicamente robusto angepasst an al trasporto e alla scrittura

Furono infatti usate come mezzo di scrittura, specialmente per il cuneiforme, durante tutta l’Età del Bronzo e fino alla metà dell’Età del Ferro.

Le tavolette di cera erano assicelle di legno ricoperte da uno strato abbastanza spesso di cera che veniva incisa da uno stilo

Servivano da materialenormale di scrittura nelle scuole, in contabilità, e per prendere appunti

Avevano il vantaggio di essere riutilizzabili: la cera poteva essere fusa e riformare una “pagina bianca”

L’usanza di legare insieme diverse tavolette di cera (romano pugillares) ist ein möglicher Vorläufer dei libri moderni (cioè il codex, codice).[9] L’etimologia della parola codex (blocco di legno) fa presupporre che potesse derivare dallo sviluppo delle tavolette di cera.[10]

Lo stesso argomento im Detail: Rotulus.

Papiro egiziano che illustra il dio Osiride e la pesa del cuore.

Il papiro, fatto di materiale spesso simile alla carta che si ottiene tessendo insieme gli steli della pianta di papiro, poi battendolo con un attrezzo simile al martello, veniva utilizzato in Egitto per scrivere, forse già durante la Prima dinastia, anche se la prima prova proviene dai libri contabili del re Neferirkara Kakai della V dinastia egizia (ca

2400 n

Chr.).[11] Ich folge dem papiro venivano incollati insieme a formare un rotolo (Scrollo)

Erano verwendete anche le cortecce di albero, come per esempio quelle della Tilia, e altri materiali consimili.[12] Secondo Erodoto (Geschichte 5:58), i Fenici portarono in Grecia la scrittura ed il papiro verso il X secolo o il IX secolo a.C

La parola greca per papiro come materiale di scrittura (biblion) e libro (biblos) proviene dal porto fenicio di Biblo, da dove si esportava il papiro verso la Grecia.[13] Dal greco deriva anche la parola tomo (τόμος), che in origine significava una fetta o un pezzo, e gradualmente cominciò a indicare “un rotolo di papiro”

Tomus fu usato dai latini con lo stesso significato di VOLUME (vedi sotto anche la spiegazione di Isidoro di Siviglia)

Che fossero fatti di papiro, pergamena o carta, i rotoli furono la forma libraria dominante della cultura ellenistica, romana, cinese ed ebraica

Il formato di codex si stabilì nel mondo romano nella tarda antichità, ma il rotolo persistette molto più a lungo in Asia.

Lo stesso argomento in dettaglio: Codice (filologia).

Nel VI secolo, Isidoro di Siviglia spiegò l’allora corrente relazione tra codex, libro e rotolo nella sua opera Etymologiaeː “Un codice si compone di numerosi libri, mentre un libro consta di unico volume.Il nome codice è stato dato metaforicamente, con riferimento ai codices ossia ai tronchi, degli alberi o delle viti, quasi a dire caudex, che significa appunto tronco, per il fatto di contenere gran numero di libri, che ne costituiscono, per così dire, i rami.“[14] L ‘uso moderno differentisce da questa spiegazione.

Un codice (in uso moderno) è il primo deposito di informazioni che la gente riconosce come “libro”: fogli di dimensioni uniformi legati in qualche modo lungo uno dei bordi, e in genere tenuti tra due Copertine realisiert in un materiale più robusto

La prima menzione scritta del codice come forma di libro è fatta da Marziale (vedi sotto), nel suo Apophoreta CLXXXIV alla fine del suo secolo, dove ne loda la compattezza

Tuttavia, il codice non si guadagnò mai molta popolarità nel mondo pagano ellenistico, e soltanto all’interno della comunità cristiana ottenne grande diffusione.[15] Questo cambiamento avvenne comunque molto gradualmente nel corso dei secoli III e IV, e le ragioni per l’adozione del modello di codice sono molteplici: il formato è più economico, in quanto entrambi i lati del materiale di scrittura possono essere utilizzati, ed è portatile , ricercabile, e facile da nascondere

Gli autori cristiani potrebbero anche aver voluto distinguere i loro scritti dai testi pagani scritti su rotoli

al primo periodo bizantino, durante il IV e V secolo dC, quando la diffusione del cristianesimo e del monachesimo cambiò in maniera fondamentale il corso della storia libraria.

Fino al II secolo dC, tutti i patrimoni scritti venivano conservati sotto forma di rotoli (o scrolli), alcuni di pergamena, ma la maggioranza di papiro

All’arrivo del Medioevo, circa mezzo millennio dopo, i codici – di foggia e costruzione in tutto simili al libro moderno – rimpiazzarono il rotolo e furono composti principalmente di pergamena

Il rotolo continuò ad esser usato per documenti e simili, scritture della sorta che vengono ordinate in schedari o archivi, mail il codex ebbe supremazia nella letteratura, studi scientifici, manuali tecnici, e così via, scritture della sorta che vengono poste in biblioteche

Fu un cambiamento che influì profondamente su tutti coloro che avevano a che fare coi libri, dal lettore casuale al bibliotecario professionale.

I primi riferimenti ai codici si ritrovano su Marziale, in alcuni epigrammi, come quello del Libro XIII pubblicato nell’anno 85/ 86dC:

( LA ) «Omnis in hoc gracili Xeniorum turba libello / Constabit nummis quattuor empta libri

/ Quattuor est nimium? poterit constare duobus, / Et faciet lucrum bybliopola Tryphon.» (IT) «La serie degli Xenia raccolta in questo agile libretto ti costerà, se la compri, quattro solidi

Quattro Sohn Troppi? Potrai pagarli due, e trifone il libraio ci farà il suo guadagno comunque.» (Kampf XIII.3.1)

Anche nei suoi distici, Marziale continua a citare il codex: un anno prima del suddetto, una raccolta di distici viene pubblicata con lo scopo di accompagnare donativi

Ce n’è una, che porta il titolo “Le Metamorphoses di Ovidio su Membranae” e dice:

( LA ) «OVIDI-METAMORPHOSE IN MEMBRANEN

Haec tibi, multiplici quae structa est massa tabella, / Carmina Nasonis quinque decemque gerit.» ( IT ) «LE METAMORFOSI DI OVIDIO SU pergamena

Questa mole composta da numerosi fogli contiene quindici libri poetici del Nasone» ( Marziale XIV.192 )

Il libro antico L’oggetto libro subì nel corso del tempo notesevoli cambiamenti dal punto di vista materiale e strutturale

I più antichi emplari di libro erano sotto forma di VOLUME o rotolo e per lo più scritti a mano su papiro

Dal II secolo a.C

vergleiche ein neues tipo di supporto scrittorio: la pergamena

Nel mondo antico non godette di molta fortuna a causa del prezzo erhöhtes rispetto a quello del papiro

Tuttavia aveva il vantaggio di una maggiore resistenza e la possibilità di essere prodotto senza le limitazioni geografic imposte dal clima caldo per la crescita del papiro

Il libro in forma di rotolo constanteva in fogli präparierte da fiber di papiro (phylire) disposte in uno strato orizzontale (lo strato che poi riceveva la scrittura) sovrapposto ad uno strato verticale (la faccia opposta)

Ich folge so formati erano incollati gli uni agli altri lateralmente, formando una lunga striscia che poteva avere alle estremità due bastoncini (nabel) sui quali veniva arrotolata

La scrittura era effettuata su columnne, generalmente sul lato del papiro che presentava le fiber orizzontali

Non si hanno molte testimonianze sui rotoli di pergamena tuttavia la loro forma era simile a quella dei libri in papiro

Gli inchiostri neri utilizzati erano a base di nerofumo e gomma arabica

Dal II secolo d.C

in poi comincia a diffondersi una nuova forma di libro, il codex o codice sia in papiro che in pergamena

La vecchia forma libraria a rotolo vergleichen Sie in ambito librario

In forma notvolmente differente permane invece in ambito archivistico

Nel Medioevo si fanno strada alcune innovazioni: nuovi inchiostri ferro gallici e, a partire dalla metà del XIII secolo, la carta

Il prezzo molto basso di questo materiale, ricavato da stracci e quindi più abbondante della pergamena, ne favorisce la diffusione

Ma bisogna aspettare la seconda metà del XV secolo per incontrare il processo di stampa tradizionalmente attribuito ad un’invenzione del tedesco Gutenberg

Questo mezzo, permettendo l’accelerazione della produzione delle testi contribuisce alla diffusione del libro e della cultura.

La parola membranae, letteralmente “pelli”, è il nome che i romani diedero al codex di pergamena; il dono che i citati distici dovevano accompagnare era quasi sicuramente una copia dell’opera completa di Marziale, quindici libri in forma di codice e non di rotolo, più comune in quell’epoca

Altri suoi distici rivelano che tra i regali fatti da Marziale c’erano copie di Virgilio, di Cicerone e Livio

Le parole di Marziale then la distinkte impressione che tali edizioni fossero qualcosa di recentemente introdotto.

Il codice si originò dalle tavolette di legno che gli antichi per secoli avevano usato per scrivere annotazioni

Quando c’era bisogno di più spazio di quello offerto da una singola tavoletta, gli scribi ne aggiungevano altre, impilate una sopra all’altra e legate insieme con una corda che passava nei buchi prentemente forati su uno dei margini: si otteneva so un ” taccuino”

Sono stati rinvenuti “taccuini” enthält eine dieci tavolette

Zur gleichen Zeit, furono anche verfügbare Modelle di lusso fatti con tavolette di avorio invece che di legno

I romani chiamarono tali tavolette col nome di codex e solo molto più tardi questo termine acquisì il senso che attualmente gli diamo

Ad un certo punto i romani inventarono un taccuino più leggero e meno ingombrante, sostituendo legno o avorio con fogli di pergamena: ponevano due o più fogli insieme, li piegavano nel mezzo, li bucavano lungo la piega e ci passavano dentro una cordicella per tenerli ( ri) legati

Il passo fu breve dall’usare due o tre fogli come taccuino al legarne insieme una certa quantità per trascrivere testi estesi – in altre parole, creando un codex nel senso proprio che usiamo oggigiorno.[16]

Egiziani e romani [modifiziert | wikitesto ändern ]

Ai romani va il merito di aver compiuto questo passo essenziale, e devono averlo fatto alcuni decenni prima della fine del I secolo dC, dato che da allora, come ci dimostrano i distici di Marziale, divennero disponibili a Roma le edizioni di autori comuni in formato codex, sebbene ancora una novità

Poiché Roma era il centro del commercio librario di libri in latino, si può certamente closedre che la produzione di tali edizioni si originasse da questa città

Il grande vantaggio che offrivano rispetto ai rolli era la capienza, vantaggio che sorgeva dal fatto che la facciata esterna del rotolo era lasciata in bianco, vuota

Il codice invece aveva scritte entrambe le facciate di ogni pagina, come in un libro moderno.

(LA) «Quam brevis inmensum cepit membrana Maronem! Ipsius vultus prima tabella gerit.» ( IT ) «Quanto è piccola la pergamena che raccoglie tutto Virgilio! La prima pagina porta il volto del poeta.» (Kampfkrieg XIV.186)

Così si meravigliava Marziale in uno dei suoi epigrammi: l’Eneide da sola avrebbe richiesto almeno quattro o più rotoli.

I codici di cui parlava erano fatti di pergamena; nei distici che accompagnavano il regalo di una copia di Omero, per esempio, Marziale la descrive come fatta di “cuoio con molte pieghe”

Ma copy erano anche fatte di fogli di papiro

In Egitto, dove cresceva la pianta del papiro ed era centro sua manifattura per materiale scrittorio, il codex di tale materiale era naturalmente più comune della pergamena: tra le migliaia di frammenti di scrittura greca e latina rinvenuti tra le sabbie egiziane, circa 550 sono di codici e appena più del 70% di questi sono fatti di papiro.[16] Si presume inoltre che il codice papiraceo fosse maggiormente comune anche fuori dell’Egitto

Quando i greci ed i romani disponevano solo del rotolo per scrivere libri, si bevorzuge es, il papiro piuttosto che la pergamena zu verwenden

E quindi logico credere che la stessa Preferred venisse usata per il codex quando questo divenne disponibile.

I ritrovamenti egiziani ci permettono di tracciare il graduale rimpiazzo del rotolo da parte del codice

Fece la sua comparsa in Egitto non molto dopo il tempo di Marziale, nel II secolo d.C., o forse anche prima, alla fine del I secolo

Il suo debütto fu modesto

A tutt’oggi sono stati rinvenuti 1.330 frames di scripti letterari e scientifici greci, databili al primo e secondo secolo; sono tutti su rotolo, eccetto poco meno di venti, appena l’1.5%, su codici

Nel terzo secolo die perzentuale Aumenta von all’1,5% bis etwa il 17%; chiaramente il codex stava ottenendo successo

Verso il 300 d.C

la percentuale si alza fino al 50% – una parità col rotolo che si Riflette in certe rappresentazioni che mostrano un uomo che tiene in mano un rotolo vicino ad un altro che tiene un codice.[17] Eingang 400 d.C

Kommen alle 80 % und zwischen 500 und 90 % an

Il rotolo comunque aveva ancora parecchi secoli davanti a sé, ma solo per documenti; quello che la gente leggeva per piacere, edificazione o istruzione era praticamente tutto su codici.[18]

Papiro e pergamena [modifiziert | modifizieren wikitesto ]

Lo stesso argumento in dettaglio: Papiro e Pergamena.

I ritrovamenti egiziani gettano luce anche sulla transizione del codex dal papiro alla pergamena

In teoria, in Egitto, terra ricca di pianta di papiro, il codice papiraceo avrebbe dovuto regnar supremo, ma non fu così: il codice di pergamena erscheint in zona allo stesso tempo di quello di papiro, nel II secolo d.C

Dies sind die undici codici della Bibbia datati in quel secolo fossero papiracei, esistono circa 18 codici dello stesso secolo con scritti pagani e quattro di questi sono in pergamena.[19] Inoltre, alcune interesti informazioni vengono fornite da una lettera dell’epoca, rinvenuta in un villaggio egiziano – un figlio scrive al padre che

«Deios venne da noi e ci mostrò i sei codici di pergamena

Non ne scegliemmo alcuno, ma ne raccogliemmo altri otto per i quali gli diedi 100 dracme in conto.[20]»

Deios, a quanto pare un libraio ambulante, voleva vendere una Quantity di almeno quattordici codici di pergamena, che interessavano un residente del villaggio egiziano

Il codex tanto apprezzato da Marziale aveva quindi fatto molta strada da Roma

Il numero totale di codici sopravvissuti correntemente ammontano a più di cento; almeno 16 di questi sono di pergamena, quindi il 16%

Nel quarto secolo la percentuale si alza al 35% – di circa 160 codici, almeno 50 sono di pergamena – e rimane allo stesso livello nel V secolo

In Kürze, auch in Egitto, la fonte mondiale del papiro, il codice di pergamena occupava una notvole quota di mercato.[16][20]

Era cristiana [modifiziert | modifizieren wikitesto ]

I codici più antichi che sono sopravvissuti fuori dall’Egitto risalgono al quarto e quinto secolo d.C

e sono pochi – diversi per la Bibbia, alcuni di Virgilio, uno di Omero und poco altro

Sono tutti di pergamena, edizioni eleganti, scritti in elaborata calligrafia su sottili fogli di pergamena

Per tali edizioni di lusso il papiro era certamente inadatto.[16]

In almeno un’area, la giurisprudenza romana, il codex di pergamena veniva prodotto sia in edizioni economiche che in quelle di lusso

Titoli di compilazioni celebri, il Codice teodosiano promulgato nel 438, ed il Codice giustinianeo promulgato nel 529, indicano che gli imperatori li facevano scrivere su codici, sicuramente di pergamena dato che erano più duraturi e più er capienti e inoltre di ottima che qualità, dato qualità prodotti sotto l’egida dell’imperatore

Dall’altro lato, basandoci sulle annotazioni di Libanio, Intellektuelle des IV

Secolo che nelle sue molteplici attività faceva anche l’insegnante di legge, si apprende che i libri di testo dei suoi studenti erano codici di pergamena

Le ragioni erano buone: la pergamena poteva resistere a maltrattamenti vari, il codice poteva venir consultato velocemente per riferimenti giuridici, sentenze e giudizi, e così via

La pergamena usata doveva certo essere di bassa qualità, con pelli so spesse da far piegare le ginocchia agli allievi che le trasportavano

Il peso era però un altro fattore d’importanza, per le attività fuori di classe: servivano per le lotte tra studenti e i libri venivano usati al posto dei sassi.[16][21][22]

Lo stesso argomento in dettaglio: Manoscritto.

La caduta dell’Impero romano nel V secolo d.C., vide il declino della cultura della Roma antica

Il papiro divenne difficile da reperire a causa della mancanza di contatti con l’Antico Egitto e la pergamena, che per secoli era stata tenuta in secondo piano, divenne il materiale di scrittura principale.

I monasteri continuarono la tradizione scritturale latina dell’Impero romano d’Occidente

Cassiodoro, nel Monastero di Vivario (fondato verso il 540), enfatizzò l’importanza della copiatura dei testi.[23] Sukzessive, anche Benedetto da Norcia, nella sua Regula Monachorum (verso la metà del VI secolo vervollständigt) promosse la lettura.[24] La Regola di San Benedetto (Cap

XLVIII), che riserva certi momenti alla lettura, influenzò fortemente la cultura monastica del Medioevo ed è uno dei motivi per cui i chierici divennero i maggiori lettori di libri

La tradizione e lo stile dell’Impero romano predominavano ancora, ma gradualmente emerse la cultura del libro Medievale.

I monaci irlandesi introdussero la spaziatura tra le parole nel VII secolo

Essi adottarono questo sistema perché leggevano con difficoltà le parole latine

L’innovazione fu poi adottata auch nei Paesi neolatini (come l’Italia), auch se non divenne comune prima del XII secolo

Si ritiene che l’inserimento di spazi tra le parole abbia favorito il passaggio dalla lettura semi-vocalizzata a quella silenziosa.[25]

Prima dell’invenzione e della diffusione del Torcio tipografico, quasi tutti i libri venivano copiati a mano, il che li rendeva costosi e relativamente rari

I piccoli monasteri di solito possedevano al massimo qualche decina di libri, forse qualche centinaio quelli di medie dimensioni

In età carolingia le più grandi collezioni raccoglievano etwa 500 Bände; nel Basso Medioevo la biblioteca pontificia di Avignone e la biblioteca della Sorbona di Parigi besitzt etwa 2 000 Bände.[26]

Der Herstellungsprozess eines Buches ist langwierig und mühsam

Il supporto di scrittura più usato nell’Alto Medioevo, la pergamena, o vellum (pelle di vitello), doveva essere preparato, poi le pagine libere venivano pianificate e rigate con uno strumento appuntito (o un piombo), dopo di che il testo era scrito dallo scriba, che di solito lasciava aree vuote a scopo illustrativo e rubricativo

Unendlich, il libro veniva rilegato dal rilegatore.[27] Le copertine erano fatte di legno e ricoperte di cuoio

Poiché la pergamena secca tende ad adoptre la forma che aveva prima della trasformazione, i libri erano dotati di fermagli o cinghie.

In quest’epoca si usavano differenti tipi di inchiostro, usualmente preparati con fuliggine e gomma, e più tardi anche con noce di Galla und Solfato Ferroso

Ciò diede alla scrittura un colore nero brunastro, ma nero o marrone non erano gli unici colori utilizzati

Esistono testi scritti in rosso o addirittura in oro, e diverse colori venivano utilizzati per le miniature

A volte la pergamena era tutta di colore viola e il testo vi era scritto in oro o argento (per esempio, il Codex Argenteus).[28]Vedi illustrazione a margine

Per tutto l’Alto Medioevo i libri furono copiati prevalentemente nei monasteri, uno alla volta

Con l’apparire delle università, la cultura del manoscritto dell’epoca portò ad un aumento della richiesta di libri e si sviluppò quindi un nuovo sistema per la loro copiatura

I libri furono divisi in fogli non legati (pecia), che furono distribuiti a differenti copisti; di conseguenza la velocità di produzione libraria aumentò notevolmente

Il sistema venne gestito da corporazioni laiche di cartolai, che produssero sia materiale religioso che profano.[29] Nelle prime biblioteche pubbliche i libri venivano spesso incatenati ad una libreria o scrivania per impedirne il furto

Questi libri furono chiamati libri catenati

Tale usanza perdurò fino al XVIII secolo.Vedi illustrazione a margine

L’ebraismo ha mantenuto in vita l’arte dello scriba fino ad oggi

Secondo la tradizione ebraica, il rotolo della Torah posto nella sinagoga deve esser scritto a mano su pergamena e quindi un libro stampato non è permesso, sebbene la congregazione possa usare libri di preghiere stampati e copie della Bibbia ebraica possano esser utilizzate per studio fuori della sinagoga

Lo scriba ebraico (sofer) è altamente rispettato nell’ambito della comunità ebraica osservante.

Nel mondo islamico [ modifica | modifizieren wikitesto ]

Anche gli arabi produssero e rilegarono libri durante il periodo Medievale islamico, sviluppando tecniche advanced di calligrafia araba, miniatura e legatoria

Un certo numero di città del mondo islamico Medievale furono sede di centri di produzione libraria e di mercati del libro

Marrakesch, in Marokko, ebbe una strada denominata Kutubiyyin, o “venditori di libri”, sulla quale nel XII secolo si affacciavano più di 100 librerie; la berühmte Moschea Koutoubia è così chiamata a causa della sua posizione in quella strada.[16]

Il mondo islamico Medievale utilizzò anche un method di riproduzione di copie affidabili in grandi quantità noto come “lettura di controllo”, in contrao con il method tradizionale dello scriba che, da solo, produziert eine einzigartige Kopie von einem Manoscritto unico

Col metodo di controllo, solo “gli autori potevano autorizzare le copie, e questo veniva fatto in riunioni pubbliche, in cui il copista leggeva il testo ad alta voce in presenza dell’autore, il quale poi la certificava come precisa”.[30] Con questo sistema di lettura controllata, „un autore poteva produrre una dozzina o più copy di una data lettura e, con due o più letture, più di cento copy di un singolo libro potevano essere facilmente prodotte.“[31]

In xilografia, un’immagine a bassorilievo di una pagina intera veniva intagliata su tavolette di legno, inchiostrata e usata per stampare le copie di quella pagina

Questo metodo ebbe origine in Cina, durante la Dinastia Han (prima del 220 a.C.), per stampare su tessili e successivamente su carta, e fu largamente usato in tutta l’Asia orientale

Das Buch ist mehr antico stampato con questo sistema è il Sutra del Diamante (868 dC)

e illustrazioni religiose

Erstellen Sie ein Libro intero era però un compito lungo e difficile, che richiedeva una tavoletta intagliata a mano per ogni pagina, e le tavolette spesso si crepavano se tenute oltre un certo tempo

Ich monaci o altri che le scrivevano, venivano pagati profumatamente.[16]

Caratteri mobili e inkunaboli [ modifica | modifizieren wikitesto ]

Lo stesso argumento in dettaglio: Stampa a caratteri mobili e Incunabolo.

L’inventore cinese Bi Sheng realizzò caratteri mobili di terracotta verso il 1045, ma non esistono esempi sopravvissuti della sua stampa

Intorno al 1450, in quello che viene comunemente Considerata come un’invenzione independent, il tedesco Johannes Gutenberg inventò i caratteri mobili in Europa, insieme allo stampo per la fusione in metallo dei caratteri per ciascuna delle lettere dell’alfabeto latino.[32] Questa invenzione gradualmente rese i libri meno laboriosi e meno costosi da production e più ampiamente disponibili

La stampa è una delle prime e più importanti forme di produzione in serie.

I primi libri stampati, I singoli fogli e le immagini che furono creati prima del 1501 in Europa, sono noti come incunaboli.

«Un uomo nato nel 1453, l ‘anno della caduta di Costantinopoli, poteva guardarsi indietro dal suo cinquantesimo anno di una vita in cui circa otto milioni di libri erano stati stampati, forse più di tutto quello che gli scribi d’Europa avevano prodotto dal momento che Costantino aveva fondato la sua città bei 330 dC[33]»

Età moderna e contemporanea [modifiziert | modifizieren wikitesto ]

Le macchine da stampa a vapore diventarono popolari nel XIX secolo

Queste macchine potevano stampare 1 100 fogli l’ora, ma i tipografi erano in grado di impostare solo 2 000 lettere l’ora.

Le macchine tipografiche monotipo e linotipo furono introdotte verso la fine del XIX secolo

Potevano impostare più di 6 000 lettere l’ora e una riga completa di caratteri in maniera sofort delle legislazioni restriktive di censura

A metà del XX secolo, la produzione libraria europea era salita a oltre 200 000 titoli all’anno.

Nella seconda metà del XX secolo la tecnologia informatica ha reso possibile con la diffusione di libri in formato elettronico, poi chiamati eBook o e-book (da electronic book), una rivoluzione in quanto come ha evidenziato il bibliofilo Nick Carr dalle caratteristiche della carta stampata ovvero: fissità della pagina, fissità dell’edizione, fissità dell’oggetto, fissità della realizzazione, si passa alla: fluidità della pagina, fluidità dell’edizione, fluidità del contenitore, fluidità della crescita.[34] Nel 1971[35] nasce il Progetto Gutenberg, lanciato da Michael S

Hart, la prima biblioteca di versioni elettroniche liberamente riproducibili di libri stampati

L’uso degli eBook al posto dei libri stampati si è tuttavia diffuso solo all’inizio del XXI secolo.[36]

Formati dei libri [Änderungen | modifizieren wikitesto ]

Lo stesso argomento in dettaglio: Formato carta

I libri a stampa sono prodotti stampando ciascuna imposizione tipografica su un foglio di carta

Le dimensioni del foglio hanno subìto variazioni nel tempo, in base all capacità delle presse (dei Torchi)

Il foglio stampato viene poi opportunamente piegato per ottenere un fascicolo o segnatura di più pagine progressive

Le varie segnature vengono rilegate per ottenere il volume

L’apertura delle pagine, specialmente nelle edizioni in brossura, era di solito lasciata al lettore fino agli anni sessanta del XX secolo, mentre ora le segnature vengono rifilate direttamente dalla tipografia.

Nei libri antichi il formato dipende dal numero di piegature che il foglio subisce e, quindi, dal numero di carte e page stampate sul foglio.

New libri moderni il formato è dato dall’altezza in centimetri, misurata al frontespizio, entro un minimo e un massimo convenzionalmente stabilito.[37]

Libro tascabile [modifizieren | modifizieren wikitesto ]

Lo stesso argomento in dettaglio: Libro tascabile.

Il termine “tascabile” riferito al libro rappresenta un concetto commerciale e identifica libri economici stampati in sedicesimo, la cui diffusione, a partire dall’ultimo Ottocento (ma soprattutto nella seconda metà del XX secolo) , ha permesso un notvole calo dei prezzi

Sostanzialmente – sia per il formato, sia per l’economicità – esso trova prevorti nella storia del libro anteriore alla stampa, già a partire dall’antichità (il “libro che sta in una mano”: nel mondo greco encheiridion, in quello latino i pugillares, nel Medioevo il libro da bisaccia).

Parti di un libro [modifica | modifizieren wikitesto ]

In ordine alfabetico:

Carte di guardia [Änderung | modifizieren wikitesto ]

Lo stesso argomento in dettaglio: Risguardi.

Sguardie anteriori in carta marmorizzata a occhio di pavone in un libro del 1735.

Le “carte di guardia”, o risguardi, o sguardie, sono le carte di apertura e chiusura del libro vero e proprio , che collegano materialmente il Körper der Bibliothek alla coperta o legatura

Non facendo parte delle segnature, non sono mai contati come pagine.

La loro utilità pratica è evidente in libri cartonati, o rilegati in tela, pelle o pergamena, dove aiutano a tenere unita la coperta rigida al blocco del libro

Nel libro antico le sguardie, poste a protezione delle prime pagine stampate o manoscritte del testo, contribuiscono a tenerlo insieme alla copertina con spaghi o fettucce passanti nelle cuciture al dorso; nel libro moderno è invece la garza che unisce i fascicoli alla copertina

Si chiama “controguardia” la carta che viene incollata su ciascun “contropiatto” (la parte interna del “piatto”) della coperta, permettendone il definitivo ancoraggio.

Le sguardie sono solitamente di carta diversa da quella dell’interno del volume e possono essere bianche, färben oder mit motivi di fantasia (nei libri antichi erano marmorizzate) dekorieren

Nei libri antichi di lusso, possono essere in numero variabile, da due a quattro (raramente di più), sia all’inizio sia alla fine.

Nei libri in brossura e negli opuscoli i risguardi solitamente mancano, ma è spesso presente una singola carta di guardia im Prinzip und in Ordnung.

Lo stesso argomento im Detail: Colophon.

Il colophon o colofone, che chiude il volume, riporta le informazioni essenziali sullo stampatore e sul luogo e la data di stampa

In origine nei manoscritti era costituito dalla firma (oder subscriptio) del copista o dello scriba, e riportava data, luogo e autore del testo; in seguito fu la formula conclusiva dei libri stampati nel XV e XVI secolo, che conteneva, talvolta in inchiostro rosso, il name dello stampatore, luogo e data di stampa e l’insegna dell’editore

Sopravvive ancor oggi, soprattutto con la dicitura Finito di stampare.

Coperta o copertina [ modifica | modifizieren wikitesto ]

Lo stesso argomento in dettaglio: Copertina e Brossura

Le parti del libro: 1) fascetta; 2) sovraccoperta; 3) controguardia incollata alla coperta; 4) Labbro; 5) taglio di testa; 6) taglio davanti; 7) taglio di piede; 8) Seite pari oder di destra 9) Seite dispari oder di sinistra; 10) piega del foglio che forma il fascicolo

Di norma i fascicoli che costituiscono il libro vengono tenuti insieme da un involucro detto appunto ‘”coperta” o “copertina”, è la parte più esterna del libro spesso rigida e illustrata

La più antica copertina illustrata oggi conosciuta ricoprì le Consequentiae di Strodus, Libretto stampato a Venezia da Bernardo da Lovere nel 1484.[38] Usata raramente fino a tutto il Settecento (quando solitamente l’editore vendeva i slegati o apply una semplice copertina di protezione, che veniva poi gettata dal legatore) divenne molto popolare a partire dai primi anni dell’Ottocento, forse su impulso degli stampatori Brasseur di Parigi.[39]

Nel libro antico poteva essere rivestita di svariati materiali: pergamena, cuoio, tela, carta e costituita in legno o cartone

Poteva essere decorata con impressioni a secco o dorature

Ciascuno dei due cartoni che costituiscono la copertina viene chiamato piatto

I piatti hanno dimensioni leggermente più ampie rispetto al corpo del volume

La parte che sporge oltre il margine dei fogli ist chiamata unghiatura, o unghia o cassa

Essa è anche realizzata nelle segnature (fogli piegati) per facilitare la raccolta o l’assemblaggio di un opuscolo.

Nel libro moderno la coperta è costituita dai due piatti e da un “dorso”, per le cosiddette copertine rigide (“legature a cartella ” o “Bradel” o “cartonato”), oppure da un cartoncino più o meno spesso che, opportunamente piegato lungo la linea del dorso, abbraccia il block delle carte

In quest’ultimo caso si parla di brossura e l’unghiatura è assente.

Nata con funzioni prettamente pratiche quali la protection del blocco delle carte e il permetterne la consultabilità, la coperta adopt nel tempo funzioni e significati diversi, non ultimo quello estetico e Vertreter

Nel XIX secolo la coperta acquista una prevalente funzione promozionale

Con la meccanizzazione e la diffusione dell’industria tipografica vengono introdotti other tipi di legature e coperte, più economiche e adatte alle lavorazioni automatiche

Ha caratterizzato a lungo l’editoria per l’infanzia e oggi, ricoperto da una “sovraccoperta”, costituisce il tratto caratteristico delle edizioni maggiori

Modernamente la brossura è un sistema di legatura in cui i fascicoli o segnature vengono fresate dal lato del dorso ei fogli sciolti vengono incollati a una striscia di tela o plastica semper al dorso (cosiddetta “brossura fresata”).

Le “alette” o ” bandelle” (comunemente dette “risvolti di copertina”) sono le piegatureinternal della copertina o della sovraccoperta (vedi infra)

Generalmente vengono utilizzate per una succinta introduzione al testo e per notizie biografiche essenziali sull’autore.

Prima di copertina [ modifica | modifizieren wikitesto ]

La “prima di copertina” oder “copertina anteriore” oder “piatto superiore” ist la prima faccia della copertina di un libro

Di norma, riporta le indicazioni di titolo e autore.

Quarta di copertina [modifica | wikitesto ändern ]

La “quarta di copertina” oder “copertina posteriore” oder “piatto inferiore” è l’ultima faccia della copertina, usata oggi a scopo promozionale

Solitamente riporta notizie sull’opera e sull’autore, nonché il codice ISBN e il prezzo del volume (se non è indicato nel risvolto di copertina).

Sovracopertina o sopracopertina [modifica | modifizieren wikitesto ]

Lo stesso argomento in dettaglio: Sovraccoperta.

I libri con copertina cartonata in genere sono rivestiti da una “sovraccoperta”

Ha di solito la funzione di reclamizzare il libro, per cui riporta i dati essenziali dell’opera ed è semper a colori ed illustrata

La sovracopertina è stampata, nella maggior parte dei casi, solo sull’esterno.

I tre margini esterni del libro, cioè la superficie presentata dai fogli in un volume chiuso, si chiamano “tagli”

Oltre al taglio “superiore” (o di “testa”) vi sono il taglio esterno, detto “davanti” (o “concavo”), e il taglio inferiore, detto “piede”

Dal punto di vista industriale, il taglio di testa è, con la cucitura, il lato più importante di un libro in quanto determina il registro frontale della macchina da stampa

I tagli possono essere al naturale, decorati o colorati in vario modo

In questi ultimi casi, si parla di “taglio colore”, nel passato usati per distinguing i libri religiosi o di valore dalla restante produzione editoriale, utilizzando una spugna imbevuta di inchiostri all’anilina (anni 70-80 del XX secolo).[40 ] Dalla fine degli anni novanta vengono svolti in labbratura con colori a base d’acqua.

Il “dorso” o “costa” o “costola” del libro è la parte della copertina che copre e protegge le pieghe dei fascicoli, sichtbar quando il Volume è posto di taglio (ad esempio su una scaffalatura)

Riporta solitamente titolo, autore, e editore del libro.

Ex libris [modifiziert | modifizieren wikitesto ]

Lo stesso argomento in dettaglio: Exlibris Eigentum

Sovente berichten ein Motto

Assente nel libro antico.

Lo stesso argomento im Detail: Frontespizio.

Il “frontespizio” è la pagina pari, di solito la prima (o la terza) di un libro, che presenta le informazioni più complete sul libro stesso.

I primi Inkunaboli e manoscritti non avevano il frontespizio, ma si aprivano con una carta bianca con funzione protettiva

Introdotto alla fine del Quattrocento, il frontespizio aveva la forma di un occhiello o di un incipit, quindi si arricchì di elementi decorativi come cornici xilografiche

Nel XVII secolo cede la parte decorativa all’antiporta e vi compaiono le indicazioni di carattere pubblicitario riferite all’editore, un tempo reserve al colophon

In epoca moderna, le illustrazioni e parte delle informazioni si sono trasferite sulla copertina o sulla sovraccoperta e altre informazioni nel verso del frontespizio.

Nel libro antico i “nerve” sono i supporti di cucitura dei fascicoli

Generalmente sono fatti in corda, cuoio, pelle allumata o, più recentemente, fettuccia

I nervi possono essere lasciati a vista (e messi in evidenza attraverso la “staffilatura”), oppure nascosti in modo da ottenere un dorso liscio

Nel libro moderno i nervi sono di norma finti, apposti per imitare l’estetica del libro antico e conferire importanza al libro.

Lo stesso argomento in dettaglio: Occhiello (libri).

L'”occhiello” (o occhietto) è una pagina con un titolo (spesso della serie o collana) che voraus il frontespizio

Nei libri suddivisi in più parti, si possono avere occhietti intermedi.[41]

Un libro spesso è arricchito di figure

Se esse fanno parte integrante del testo sono chiamate illustrazioni

Se invece sono fuori testo, cioè vengono stampate a parte e sono unite al libro in un secondo tempo, vengono chiamate tavole

Esse hanno una numerazione di pagina distinkte da quella del testo; vengono impress su una carta speciale, quasi semper una carta patinata.[42]

Valore del libro [Änderung | modifizieren wikitesto ]

Il valore di un libro non è dato dal solo costo di produzione, c’è innanzitutto da Considerare che il libro è un’opera dell’ingegno

In Quanto Bene Creativo, IL Libro Riflette Un Valore Identario di Natura Sociale E Collettiva, Segnando Una Collettività: Si Può Perciò Considerare Un Prodotto Simbolico (Nel Senso Etimologico di Simbolico: Il Greco Σῠμβολον (súmbolon), seit Cui L’Aggettivo Συμβολικ ), deriva dal verbo συμβάλλω (sumbállō), letteralmente “mettere insieme, riunire”

Il valore culturele di cui il libro si fa carico permette che la cultura assuma diversi punti di vista.

Il valore di status può riguardare sia l’autore che il lettore dell’opera, aver letto o non aver letto un determinato libro può contribuire a creare una certa reputazione.

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